Gedanke aus Kobes letzter Session-Review zu PF-caps

    • JollyRoger183
      JollyRoger183
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2007 Beiträge: 8.874
      Hi,

      ganz am Ende hat Kobe doch diesen Fish_donkie beoabchtet und gemeint dass der immer wenn er pf raist und dann ge3bettet wird und IP ist anschließend selbst capped.

      Hatte da glaube ich drauf geachtet weil es vorher gegen diesen LAG wohl die Situation gab wo kobe ihn 3bettet und dann den Cap bekommt und bei stove dann Hände wie K9o eingibt usw. weil der LAG auch viele deceptive pf-caps drin hat und dass es manchmal gar nicht schlecht ist seine cappingrange zu erweitern.

      Ich hab das dann glatt mal ausprobiert (was schlecht ist, weil ich es noch nciht ganz durch dacht habe.)

      Das kam raus...

      PartyPoker 2.00/4.00 Limit Hold'em [color:#0000FF](4 handed)[/color] HandRecorder v0.9b

      Stats
      SB (27/17/1.53/39) (5965h)

      Preflop: Hero is BU with 7:club: , A:heart:
      [color:#666666]1 folds[/color], [color:#FF0000]Hero raises[/color], [color:#FF0000]SB 3-bets[/color], [color:#666666]1 folds[/color], [color:#FF0000]Hero caps[/color], SB calls.

      Flop: (9 SB) 2:heart: , T:heart: , J:club: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      SB checks, [color:#FF0000]Hero bets[/color], SB calls.

      Turn: (5.50 BB) 4:spade: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      SB checks, [color:#FF0000]Hero bets[/color], SB folds.

      Final Pot: 6.50 BB.


      Laut approx braucht man für nen EQ-cap im BU-vs-SB cap vs. ORC ja wenigstens 55, A9s, ATo um profitabel cappen.

      Jetzt natürlich die Frage, ob es Sinn macht 1SB (unter -ev Bedingungen) zu investieren um postflop merh FE aufzubauen (gefakte quasi) und IP mit Initiative zu spielen.

      Also hier ist es glaube ich nicht so gut mit A7o, weil ich ja IP SD-Value habe und gegen vieles von SB noch vorne bin und einfach klug das Board spielen kann.

      Denke auch nicht, dass er hier wirklcih ne bessere Hand am Turn gefoldet hat, bessere Asse haben ja meist noch den GS oder halt gehittet. Pocketpairs legt er vielleicht weg...

      Hab gehört, das einge mit pocketpairs viel looser cappen. OOP ist es aber denke ich besser mit pockets kleine Pötte zu spielen um gute board zu c/r oder downzucallen. Wobei wenn man mit pockets pf-capped wird man ja selten ge-semiblufft und foldet ja quasi nie die beste Hand - bei manchem boards folden sogar bessere Pockets und Overcard-Asse folden vielleicht den Flop aus Angst vor Domination.

      Soll alles eher angewendet werden auf 3-6 bis 5-10 aber wieiviel und womit sind deception caps eigentlich sinnvoll?

      Soll ich das lieber im Gold-Disk.-Forum posten?
  • 8 Antworten
    • schiep
      schiep
      Black
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 13.601
      Nein, das Forum ist richtig, ist doch kein einfaches Thema :) .

      Erstmal grundlegend:
      Sowas kannst du nicht einfach mal so "ausprobieren". Jemand, der Preflop so aggressiv spielt (und nimm dir ja nicht Fish_Donie als "Vorbild", denn er ist ein (Semi-)Fisch, eher jemand krankes wie Hasu oder so) hat das fest in sein Spiel integriert. Einfach deshalb, weil er dadurch sehr eklig zu spielen ist, du hast keine Lust mehr, A4o aus dem SB zu 3-betten gegen sein BU-Raise, kein Bock auf das High-Variance-Game etc. Davon profitieren sie (isoliert betrachtet wäre es ja -EV) und haben das alles auch irgendwie gebalanced: Sie cappen halt Hände wie AT, KQ oder 55 und haben eben keine polarisierten Ranges wie ein "üblicher" TAG, der nur T9s oder AK cappt (Deceptionhände cappen, das ist etwas, was man "ausprobieren" kann).

      A7 zu cappen ist aus den von dir genannten Gründen schlecht.


      edit: Immer zu cappen ist natürlich ziemlich schlecht, nennen wir es lieber häufig
    • kobeyard
      kobeyard
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 02.02.2006 Beiträge: 2.749
      sehr guter post jonas.

      muss dem nichts hinzufügen
    • JollyRoger183
      JollyRoger183
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2007 Beiträge: 8.874
      Okay, danke für die Hinweise,

      bleibt allso erstmal besser standardmäßig nach approx-charts nur EQ-gute Caps gegen die Gegner Range zu machen, hier und da ein paar Prozente mehr oder weniger drauf tun je nach Position oder WTS des Gegners und schauen, was man für ein Image bisher erzeugt hat und ab und zu vielleicht mal ne günstige Situation spielen und von seinem Standard-caps abweichen.

      Aber eben alles gut durchdacht. Doch anstrengender als ich dachte.

      Glaube, wenn man ein guter HU spieler ist, dann hilft einem das in diesen BU-SB-BB Situationen auch ziemlich weiter, weil die Ranges halt sehr groß sind, und man wissen muss, welche boards man attackieren kann, weil ja beide Spieler meist verfehlen.

      Von den klassischen Charts weiche ich auch schon mal ab, wenn ich weiß, dass hinter mir 2 Fishe einen Isoraise sowieso coldcallen, dann bin ich mit offsuited-aces schon passiver und schmeiß die eher weg.

      @Kobe: Du könntest vielleicht noch hinzufügen, ob du in Zukunft high-variance-play eher auch meiden würdest...? Im coaching machst du es ja hier und da doch mal gerne.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Ich fande diesen Post im 2+2 Magazine von Heisenb3rg ganz gut:
      Handling a 3-bet in a Blind vs. Button Battle, Part 1, Part 2

      Auf Limits unter 5/10 würde ich diese Moves aber komplett lassen. Auch ist es zweifelhaft ob Deception-Caps ohne History/Reads sinnvoll sind.
    • EtniX
      EtniX
      Black
      Dabei seit: 08.04.2007 Beiträge: 2.054
      Meiner Ansicht nach spielen sehr viele Gegner auf 5/10 ziemlich aggro und SD Bound. Ich denke, man kommt näher an das optimale Spiel, wenn man seine capping Range erweitert, aber Equity Play ist eher der Exploit für 5/10 Gegner.

      Ich würde also eher weniger cappen um noch Bluffs zu inducen, wenn ich eine Hand wie AJs habe und den Flop verfehlt habe. Ich denke, man bekommt dadurch oft mehr Value als durch einen Cap mit nur knapp über 50% Equity, eine bessere hand foldet eigentlich auch so gut wie nie. Rein nach Equity zu cappen ist aber auch kein Fehler, looser zu cappen finde ich nicht sinnvoll.

      Loosere Caps würde ich dann sogar eher auf Limits wie 2/4 einstreuen, auf denen die TAGs noch mehr Respekt vor Aggression haben. Auf dem Limit kann man auch ohne deceptive Caps Profit machen und deshalb sind sie nicht nötig, aber sie sollten imo +EV sein.

      Einen Cap in position mit Ace high finde ich eigentlich garnicht so schlecht. Man kann oft den Turn for free SD betten und muss den Calldown mit Ace high weniger balancen.
    • JollyRoger183
      JollyRoger183
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2007 Beiträge: 8.874
      danke für die weitern antworten und v.a. die links von kombi - hatte heute erst im coaching danach gefragt - und ostapbender war so nett mir gleich den link zu geben - part 1 scheint es aber im netz nicht mehr zu geben, oder?
    • EtniX
      EtniX
      Black
      Dabei seit: 08.04.2007 Beiträge: 2.054
      Scheinbar nicht, gabs aber gestern noch, ist also vielleicht nur kurz down.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Achso schade. Part 1 war in der April Ausgabe und 2+2 hat nur die Rechte für 3 Monate, von daher ist der Teil ab Juli offline. :<