Big Blind Defense mit Pocket Pairs

    • rapidler333
      rapidler333
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 230
      Laut den Advanced Charts kann man ab einem Raise aus MP im BB jedes Pocket Pair callen. Bin ich am Flop dann Heads-up mit dem Preflop-Agressor, weiß ich oft nicht, was ich tun soll. Ich calle im Big Blind ja nicht, weil ich auf ein Set hoffe, sondern weil ich HU auch gegen einen Gegner Showdownvalue habe.


      Preflop: Hero is BB with 4:diamond: , 4:spade:
      2 folds, UTG+2 raises, 6 folds, Hero calls.

      Flop: (4,50 SB) 7:club: , 2:spade: , 3:heart: (2 players)

      Was mache ich z.B. in einer solchen Situation? Muss ich hier way ahead/way behind spielen? Sollte ich also von Beginn an passiv downcallen? Oder ist hier ein check/raise möglich. Eklig wirds dann aber, wenn ich ge3bettet werde.

      Was mache ich, wenn statt der 7:club: , A:club: liegt.

      Ich weiß, dass man solche Situationen nicht einfach nach Schema F bewerten kann, einige grobe Richtlinen bzw. Dinge, die man hier besonders beachten sollte wäre aber ganz nützlich.
  • 3 Antworten
    • slowworm
      slowworm
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2006 Beiträge: 269
      Das Verhalten HU hängt natürlich stark vom PFR-Wert des Gegners und dem Board ab.
      Ergibt die Abschätzung, das du in der Mehrzahl der Fälle vorne liegst (hoher PFR-Wert, wenig Overcards auf dem Board), dann musst du natürlich protecten, sprich c/r Flop und Turnbet. Freecards an Draws zu verteilen wäre eine Katastrophe.
      Wie es bei Gegenwehr weitergeht, hängt wiederum von den Reads auf den Gegner und dem Board ab, ist er sehr aggressiv (hast du zB schon Bluffs/Semibluffs gesehen), kannst du häufig downcallen.
      Gegen calling Stations spielst du nach dem c/r auf dem Flop üblicherweise b/f weiter, denn wenn die dich auf Turn oder River raisen, bist du praktisch immer meilenweit hinten.
      Sollte dein c/r auf dem Flop eine 3bet bekommen, ist das übrigens oft kein Zeichen von Stärke beim Gegner, denn die Standard-Valueline gegen dich wäre call Flop und raise Turn. Wie man auf die 3bet am besten reagieren sollte, da bin ich mir im Moment aber auch nicht sicher, kommt doch arg selten vor.
    • Zinsch
      Zinsch
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2008 Beiträge: 12.609
      Genau. Es hängt stark davon ab, welche Hände der Gegner Preflop in der gegebenen Situation geraist hätte.

      Zu deinem Beispiel: Board 732: Gegen fast alle Gegner kann man da check-raise spielen, weil man sehr häufig vorne liegt. Overcards haben nämlich 16 Kombinationsmöglichkeiten (4x4) und Overpairs nur 6. Eine way ahead / way behind Situation ist das hier nicht, da du ja auf jeden Fall 6 Outs gegen dich hast, falls du vorne bist.

      Wenn das Board A32 ist, dann würde ich einfach c/c spielen. Du hast 6 Outs, was ausreicht und auch noch eine kleine Chance, vorne zu liegen und durch check-behinds des Gegners zum Showdown zu gelangen, weil er glaubt, dass du ein schwaches Ass so spielst.
    • MajorBullfrog
      MajorBullfrog
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 1.123
      Original von Zinsch

      Wenn das Board A32 ist, dann würde ich einfach c/c spielen. Du hast 6 Outs, was ausreicht und auch noch eine kleine Chance, vorne zu liegen und durch check-behinds des Gegners zum Showdown zu gelangen, weil er glaubt, dass du ein schwaches Ass so spielst.
      Gegen einen passiven gegner spiele ich hier in letzter zeit öfters c/f. Ich bin gegen dessen höhere PP hinten und gegen seine A-hände. Ein passiver Gegner (gerade noch aus früher pos) hat nicht viele andere hände in seiner openraising range.

      Schwierig wirds gegen nen TAG.
      Nehme ich die MP2 ORC-Range (66+, A8s+, KTs+, QTs+, JTs, ATo+, KJo+) gegen unsere 44 auf einem A 7 3 rainbow flop (um mögliche straights unsererseits rauszunehmen nicht A23) hab ich eine EQ von 30%.

      Im pot sind am flop 2,25BB (nehmen wir 2BB zur leichteren berechnung und um den Rake schon abzuziehen). Bei einem Calldown sind am Showdown 7BB im pot. Uns kostet der Calldown ab flop 2,5BB.
      => 2,5BB/7BB = 0,36; unsere EQ muss für einen Calldown also 36% betragen. Somit erreichen wir diesen wert nicht.

      Wenn der Gegner aber am river behind checken würde, müssten wir nur 30% EQ haben. Wäre also knapp machbar.

      In Anbetracht dessen wäre es wohl auch sinnvoll gegen nen TAG c/f zu spielen, nur gegen nen sehr aggressiven spieler wäre der calldown profitabel.

      Seh ich das richtig oder hab ich mich irgendwie verrechnet? (Me=Mathenoob)