Table Image 1.1

    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Entscheidungen am Pokertisch sind von vielen Parametern abhängig: eigene Hand, Position, Betting Sequenz (auch auf vorherigen Strassen), relative Position zum Bettor oder Raiser, stärke der Gegner und die relative Position zu aggressiven, passiven, starken oder schwachen Gegnern. Ein weiteres, eher subtiles Kriterium ist das sogenannte Table Image. Es beschreibt die Art und Weise, wie man selbst von den anderen Spielern am Tisch wahrgenommen wird.


      Die Bedeutung des Table Image beim Online Poker

      Das Table Image hat im Online Poker nicht den gleichen Stellenwert wie im Live Game. Die Gegner sind einfach weniger aufmerksam. Entweder sie spielen an mehreren Tischen gleichzeitig oder sie stehen auf dem Standpunkt, dass es sich aufgrund der grossen Fluktuation eh nicht lohne, die Mitspieler genau zu beobachten. So viel zu den Einschränkungen in Sachen Table Image. Was spricht für dessen Wichtigkeit? Nun, gerade auf höheren Levels sind die Gegner in der Tat recht aufmerksam und stellen so ihre Beobachtungen an. Je stärker man selbst wird, desto einfacher ist es auch, diesen subtilen Parameter mit in die eigenen ssberlegungen einzubeziehen. Irgendwann geschieht das intuitiv, also ganz von allein.


      Das Image des Winning Players

      Wenn man an einem Tisch viel gewonnen hat, dann hat das eine mächtige Wirkung auf die gegnerische Wahrnehmung der eigenen Person. Man wird tendenziell gefürchtet und das aus mehreren Gründen. Zum einen verwechseln die Gegner gerne kurzfristigen finanziellen Erfolg mit Spielstärke. Die meisten Pokerspieler sind einfach zu ergebnisorientiert (was kurzfristige Resultate anlangt). Andere wiederum glauben an die Macht von Glücksträhnen. Gewinnt man mehrere Hände in kurzer Abfolge, dann ist man ihrer Ansicht nach "heiss" und das will respektiert werden. Dass Strähnen immer nur vergangene Ereignisse beschreiben und niemals zu Prognosen herangezogen werden dürfen, ist vielen Spielern unbekannt. Freut euch, dass ihr es am Pokertisch häufig mit abergläubischen Menschen zu tun habt!

      Wenn ihr also mehre starke Hände in kurzer Zeit präsentieren konntet, dann flösst das den Gegnern oftmals grossen Respekt ein. Sie raisen oder valuebetten weniger, aus Angst, ihr könntet wieder ein Monster vorzeigen. Ein derartig starkes Table Image ist auch eine gute Voraussetzung, um mit einem Bluff den Pot zu klauen. Nutzt solch ein Image, um den Tisch zu dominieren! Ausnahme: Ihr habt in letzter Zeit viele Pötte ohne Showdown gewonnen. Das ruft den Argwohn auf den Plan, ihr könntet den ein oder anderen gestohlen haben. Man ist nun eher geneigt, euch auf eure Ehrlichkeit hin zu überprüfen.


      Das Image des Loosing Players

      Dieses Image hat man sehr leicht weg. Dazu bedarf es nur einiger weniger teurer Flushdraws oder oder OEMDs, die man am River folden muss. Selbst die weniger aufmerksamen Leute etikettieren einen nun (manchmal unbewusst) als Looser, als jemanden, der nicht gewinnen kann. Bluffen bringt dann gar nichts mehr, da die Gegner keine Angst mehr haben. Da das Bluffen (an den richtigen Stellen) jedoch ein wirksames Instrument darstellt, sind die eigenen Mittel nun empfindlich dezimiert. Vielleicht schlimmer noch, auch das Betten aus Protection-Gründen (thinning the field) funktioniert nun nicht mehr so gut. Zudem kann es passieren, dass schlechte Spieler plötzlich anfangen gut gegen einen zu spielen. Normalerweise sind diese zu passiv. Sie betten und raisen zu wenig und bluffen kaum, auch wenn die Gelegenheit dafür günstig ist. Doch nun, da sie "erkennen", dass man ziemlich harmlos ist, werden sie mutiger und spielen aggressiv.

      Ist das vielleicht ein Grund für richtig schlechte Sessions? Verstärken sich die anfänglichen Verluste durch dieses Phänomen? Ich möchte in meiner Schlussfolgerung nicht zu weit gehen, aber vieles spricht dafür, nach herben Verlusten aufzustehen und an einem anderen Tisch mit neutralem Image Platz zu nehmen, wenn der alte Tisch nicht besonders fischreich ist. Auch aus ich-psychologischer Sicht gibt es ein Argument. Man lässt die Erinnerungen an die Bad Beats und gescheiterten Draws und damit die ganzen negativen Emotionen hinter sich zurück und sagt sich: "Neues Spiel, neues Glück!" Ein Randaspekt kommt noch hinzu: Wenn man selbst verliert, gewinnen andere. Die spielen dann vielleicht ihr A-Game, da man bekanntlich besser drauf ist, wenn es gut läuft. Natürlich wäre es umgekehrt besser: Man selbst schwbet auf der Gewinnerstrasse und diejenigen, denen man die Chips entriss tilten und schmeissen einem dadurch weiteres Geld hinterher.


      Das Image des Bluffers

      Es ist ein ziemlich simples Faktum: Ist man kürzlich mit einem, oder schlimmer noch, mehreren Bluffs aufgeflogen, sollte man zunächst aufs Bluffen verzichten. Man hat einfach keine Credibility mehr. Die Situation hat natürlich auch einen grossen Vorteil (das gilt gleichsam für das Image des Loosing Players). Man wird nun eher ausbezahlt, wenn man gute Hände hat.


      Das Image des konservativen Spielers

      Als konservativer Spieler erhält man von vielen Gegnern den Stempel "ehrliche Haut". Dieses Vorurteil lässt sich herrlich nutzen, um in ausgewählten Situationen zu bluffen und damit den Pot zu stehlen.


      Flexibilität

      Starke Spieler zeichnen sich durch Flexibilität aus. Sie legen sich häufig anfänglich gar nicht auf einen bestimmten Stil und damit auf ein besonderes Table Image fest. Vielmehr lassen sie die Karten darüber entscheiden. Läuft es anfänglich sehr gut und man gewinnt viele Hände mit einem Showdown, dann hat man das Image des Winning Players. Fortan wird sehr druckvoll gespielt, um das Image voll auszunutzen. Läuft es dagegen schlecht, wird auf Moves (Bluffs) verzichtet. Stattdessen werden gute Hände for value gebettet. Das gleiche passiert, wenn anfängliche Bluffs auffliegen. Hat man zunächst keine guten Starthände und auch keine Gelegenheit zu Bluffs, ist man in den Augen der Gegner ein Rock oder zumindest ein konservativer Spieler. Die Gelegenheit zum Stehlen ist nun günstig.

      Wenn jemand scheinbar mehrfach den Stil wechselt (changing gears) ist Vorsicht geboten. Vermutlich handelt es sich um einen gefährlichen Gegner. Solche Leute wechseln ihren Stil gerne, wenn sich die Gegner gut auf den alten Stil eingestellt haben. Diese Eigenschaft sollte man sich bei den Cracks abschauen. Also, immer schön beweglich bleiben!
  • 33 Antworten
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.174
      Sehr sehr sehr sehr SEHR guter Artikel :D ...

      Gefällt mir! Du hast mir quasi "was von der Seele geschrieben"...
      Ich finde nämlich, dass das Table Image oft grösseren Einfluss hat als man denkt und mit einem bestimmten Image bestimmte Aktionen, die sonst schwarz auf weiss völlig richtig/falsch aussehen plötzlich völlig falsch/richtig sein können.

      Ich sehe da teilweise auch ein Problem was Beispielhände angeht, da der Spieler vielleicht auch in einer besonderen Situation bezogen auf die vorhergegangenden Hände war - Dies kommt bei einer geposteten Hand natürlich garnicht richtig rüber!

      IMO spielt das Table Image besonders in shorthanded games eine grosse Rolle!... Hier sitzen zumindest öfters observing opponents als an einem vollen Tisch - auch einfach weil weniger an einem Tisch sitzen.


      Wäre es nun sogar evtl. angebracht sich bewusst ein winningplayer-image zu "bauen" in dem man mit seinen ersten flop/turn/river-bets ganz einfach wartet, bis man einen relativen sicheren Showdown hat? (Also AK bei A72 flop)
      Oder würde das zu weit gehen?!

      So ein Vorhaben muss ja nun nicht unbedingt implizieren, dass ich meinen Flushdraw am flop folde aber doch z.B. durchaus, dass ich mein AK nicht gegen 2 Gegner bei QT6 flop bette.

      Was würdest du davon halten?! Ist das übertrieben?! Gemacht habe ich es noch nicht aber zumindestens mal mit dem Gedanken gespielt.

      mfg
    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Als Preflopraiser den Flop gegen 2 Gegner zu betten ist schon eine Art Standard Move. Bei Flop QT6 könntest du damit Underpairs zum Folden bringen. Ausserdem bereitest du damit die Freecard am Turn vor, wenn du nicht trifst und beide Gegner noch in der Hand geblieben sind.

      Ich denke, Imagegründe sind in jedem Fall zweitrangig und müssen hinter mathematisch-strategischen ssberlegungen zurück stehen. Irgendwo in der Pokerliteratur habe ich gelesen, dass man niemals for advertising bluffen sollte. Der Bluff muss immer eine reelle Erfolgschance besitzen. Der Advertising-Effekt kommt oben drauf.

      Wenn du die erste Hand mit AK verlierst, wirst du ja nicht gleich als Looser gepeggt. Gewinnst du danach ein paar Hände, bist du bereits ganz klar auf der Winnerseite. Ich würde es alles so nehmen wie's kommt. Aber die Idee, als Looser systemtisch vom Tisch aufzustehen, wenn er nicht besonders fischreich ist, halte ich für interessant.
    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      "Das Image des Loosing Players" wurde noch mal upgedatet.
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.174
      Ich habe zu dem Thema auchmal einen sehr guten Artikel gelesen der "Never wake a sleeping giant" hiess...

      Dazu gehört auch, dass man nach einem bad-beat einfach nur freundlich "nh" schreibt und den Gegner nicht angreift - Man lenkt dann die Aufmerksamkeit auf sich und regt die anderen Spieler womöglich auch noch dazu an besser gegen einen zu spielen als sonst.
    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Genau, die Atmospäre wird dann von freundlich, locker-flockig auf ernst umgestellt. Man sollte die gesellige Gamble-Atmo niemals zerstören.
    • Sleyde
      Sleyde
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 17.714
      kann mal jmd den link zu dem artikel posten?
    • CentreFold
      CentreFold
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2005 Beiträge: 991
      Welche Wege kann es geben, sein Winner-Image zu erreichen. Die eine Möglichkeit ist natürlich: gewinnen. Klar. Aber das funktioniert natürlich nicht immer. Kann man es als gute Idee empfinden, sich vielleicht mit einem ungeraden, höheren Betrag als dem Standard-Buyin an den Tisch zu setzen? Auf 1/2 z.B. mit $76 statt mit $50. Ich persönlich achte nämlich normalerweise nicht darauf, wieviel Geld jemand hat, wenn er sich an den Tisch setzt. Aber wenn er weniger als 50 hat, denke ich: ist wohl nicht so gut gelaufen bist jetzt, Junge. Und wenn er mehr als 100 hat, denke ich: der ist mit mehr an den Tisch gegangen. Alles dazwischen halte ich normalerweise für Gewinn, auch wenn ich mich nicht davon beeindrucken lasse...

      Kommentare?
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.174
      Ist denke ich eigentlcih eine sehr gute Methode....

      Viele der tighten 1/2 SH standard spielen machen das auch... Die gehen aber meist mit 100 an den tisch.

      Ich z.B. mache oft auch oberflächliche tableselection danach, wieviel jemand als Stack hat. Ist zwar eigentlcih dumm aber ich verbinde damit tendenziell einen schlechtne Spieler!

      mfg
    • chrifro
      chrifro
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2005 Beiträge: 266
      @ Sleyde

      http://www.pokerpages.com/articles/archives/jason-pohl02.htm
    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Original von CentreFold
      Welche Wege kann es geben, sein Winner-Image zu erreichen. Die eine Möglichkeit ist natürlich: gewinnen. Klar. Aber das funktioniert natürlich nicht immer. Kann man es als gute Idee empfinden, sich vielleicht mit einem ungeraden, höheren Betrag als dem Standard-Buyin an den Tisch zu setzen? Auf 1/2 z.B. mit $76 statt mit $50. Ich persönlich achte nämlich normalerweise nicht darauf, wieviel Geld jemand hat, wenn er sich an den Tisch setzt. Aber wenn er weniger als 50 hat, denke ich: ist wohl nicht so gut gelaufen bist jetzt, Junge. Und wenn er mehr als 100 hat, denke ich: der ist mit mehr an den Tisch gegangen. Alles dazwischen halte ich normalerweise für Gewinn, auch wenn ich mich nicht davon beeindrucken lasse...

      Kommentare?
      Interessante Idee. Bei mir würde das allerdings nicht funktionieren. Wenn ich sehen sollte, wie du mit 76 Dollar an meinen Tisch kommst, würde ich frohlocken: "Wieder sonn Megafisch! Der nimmt seine ganze Bankroll mit an den Tisch. Viel ist davon nicht übrig geblieben." ;)
    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Original von pKay
      Ist denke ich eigentlcih eine sehr gute Methode....

      Viele der tighten 1/2 SH standard spielen machen das auch... Die gehen aber meist mit 100 an den tisch.

      Ich z.B. mache oft auch oberflächliche tableselection danach, wieviel jemand als Stack hat. Ist zwar eigentlcih dumm aber ich verbinde damit tendenziell einen schlechtne Spieler!

      mfg
      Angenommen, man ist nicht so sehr der Bluffer-Typ, will also nicht stehlen. Man möchte solide spielen und sich seine guten Hände auszahlen lassen (Semi-Rock). Dann wäre es ein interessanter Trick, mit einem kleinen Betrag an den Tisch zu gehen. Wenn ich so etwas beobachte, denke ich immer: Short stacked! Fish! Ich suche dann tendenziell häufiger die Konfrontation mit ihm. (Siehe auch die Antwort auf CentreFold). Ich würde ihn dann auch öfters mal ausbezahlen.
    • markus1000
      markus1000
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2005 Beiträge: 1.210
      Ist es nicht an den Microlimittischen gerade umso besser, als loosing player darzustehen?

      Man verliert paar Pocketpairs oder ein Paar mit starkem Kicker gegen zwei Paare oder einen Riverlucker.
      Vielleicht ist man mit 10-20 BB an dem Tisch im Minus, nun trifft man aber sein Set oder seinen Flush. Die eigenen Bets werden von den Spielern nicht mehr so ernst genommen, sie callen mehr und dadurch bringen sie mehr Geld in den Pot.
      Bluffen spielt in den Microlimits eine untergeordnetet Rolle, und meistens sehen so viele Spieler den Pot, dass man seine zwei Overcards wegwerfen kann.

      Gewinnt man nun einen richtig dicken Pot, hat man Glück gehabt, aber man gilt immer noch als losing Player(Erster Eindruck bleibt haften) am Tisch.

      Fazit: Negatives Tableimage vorteilhaft?
    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Das setzt voraus, dass die Leute einander in den Microlimits aufmersam beobachten. Davon würde ich nicht ausgehen. Ausserden, was nützt dir dein Losing Image, wenn du dadurch im Minus bist? Wenn du mit Hilfe dieses Images wieder schneller ins Plus kommst, gut. Aber dann werden sie auch ihr Bild von dir, sofern sie eines haben, revidieren.
    • markus1000
      markus1000
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2005 Beiträge: 1.210
      Original von Matthias Wahls
      Das setzt voraus, dass die Leute einander in den Microlimits aufmersam beobachten. Davon würde ich nicht ausgehen. Ausserden, was nützt dir dein Loosing Image, wenn du dadurch im Minus bist? Wenn du mit Hilfe dieses Images wieder schneller ins Plus kommst, gut. Aber dann werden sie auch ihr Bild von dir, sofern sie eines haben, revidieren.
      Man ist ja nicht jede Session im Plus, das kann man nicht verhindern.

      Original von Matthias WahlsAusserden, was nützt dir dein Loosing Image, wenn du dadurch im Minus bist?
      Ich bin nicht durch das Losing Image im Minus, sondern habe wegen dem Minus ein Losing Image.

      Original von Matthias Wahls
      Das setzt voraus, dass die Leute einander in den Microlimits aufmersam beobachten.
      Aumerksam beobachten ist etwas übertrieben, aber wenn man seinen halben Buy-in verliert, dürfte es schon einigen Spielern auffallen.


      Ziel ist es nicht ein Losing Image aufzubauen, sondern es zu Nutzen, wenn man eines hat.


      P.s. Müsste es nicht oben heissen Losing Image, denn das wäre das Gegenteil von Winning Image.
      Win - lose
      tight - loose

      Oder hab ich was falsch verstanden?
    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Original von markus1000

      P.s. Müsste es nicht oben heissen Losing Image, denn das wäre das Gegenteil von Winning Image.
      Win - lose
      tight - loose

      Oder hab ich was falsch verstanden?
      Flüchtigkeitsfehler
    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Original von markus1000

      Original von Matthias Wahls
      Das setzt voraus, dass die Leute einander in den Microlimits aufmersam beobachten.
      Aumerksam beobachten ist etwas übertrieben, aber wenn man seinen halben Buy-in verliert, dürfte es schon einigen Spielern auffallen.


      Einge sind Multi-Tabler oder einfach nicht ernst bei der Sache. Ausserdem gibt es unterschiedliche Buy-ins. Auf 2/4 Cent sind 40 Cent Standard (default). Das ist aber ziemlich schwachsinig von PokerStars eingestellt, da man schon 25 BB benötigt, also 1 Dollar. Einige gegen daher auch mit 1 Dollar an den Tisch, andere mit 40 Cent und wiederum andere mit einem Betrag zwischen 40 Cent und 1 Dollar. Wenn man nicht aufmerksam ist, dann kann einen leicht entgehen, mit welchem Buy-in einer eingestiegen ist. In dem Fall fehlt die Bezugsgrösse.
    • emlife
      emlife
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2005 Beiträge: 55
      Sehr schöner Artikel.
    • petronius
      petronius
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2005 Beiträge: 280
      Original von Matthias Wahls
      Original von CentreFold
      Welche Wege kann es geben, sein Winner-Image zu erreichen. Die eine Möglichkeit ist natürlich: gewinnen. Klar. Aber das funktioniert natürlich nicht immer. Kann man es als gute Idee empfinden, sich vielleicht mit einem ungeraden, höheren Betrag als dem Standard-Buyin an den Tisch zu setzen? Auf 1/2 z.B. mit $76 statt mit $50. Ich persönlich achte nämlich normalerweise nicht darauf, wieviel Geld jemand hat, wenn er sich an den Tisch setzt. Aber wenn er weniger als 50 hat, denke ich: ist wohl nicht so gut gelaufen bist jetzt, Junge. Und wenn er mehr als 100 hat, denke ich: der ist mit mehr an den Tisch gegangen. Alles dazwischen halte ich normalerweise für Gewinn, auch wenn ich mich nicht davon beeindrucken lasse...

      Kommentare?
      Interessante Idee. Bei mir würde das allerdings nicht funktionieren. Wenn ich sehen sollte, wie du mit 76 Dollar an meinen Tisch kommst, würde ich frohlocken: "Wieder sonn Megafisch! Der nimmt seine ganze Bankroll mit an den Tisch. Viel ist davon nicht übrig geblieben." ;)
      Funktioniert aber trotzdem für alle, die nach einem an den Tisch kommen. Finde ich also nachwievor eine interessante Idee. Und wird man dann gleich fälschlicherweise für den Megafisch gehalten, wird vielleicht auch noch die ein oder andere Bet zusätzlich in mein Monster investiert, da du mich als Megafisch partout nicht auf diese Hand setzen willst.
    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Man könnte auch während der Session einfach mal unauffällig (während einer aktionsreichen Hand, die man preflop gefoldet hat) Geld nachladen. Vielleicht bemerken es ein, zwei Spieler. Sieben übersehen es und der Effekt ist gegeben.
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