@forenpsychologen:Selbstdiszilpin

    • twopair
      twopair
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2008 Beiträge: 2.549
      mein problem ist, dass ich oft falsche entscheidungen treffe obwohl ich genau weiß, dass diese eben in der situation nicht korekt sind.
      denke mir dann meistens "wird schon gut gehen". (sind meistens recht marginale situatonen).

      kurz darauf wenn die aktion schief gegangen ist, könnte ich ausflippen, da ich genau wusste, dass ich falsch gehandelt habe und es trotzdem tat.

      wie kann man das abstellen und sich selbst disziplinieren? einfach konsequenter werden.
  • 9 Antworten
    • PeteSahad
      PeteSahad
      Bronze
      Dabei seit: 31.08.2006 Beiträge: 3.451
      machs einfach nicht mehr!!!

      Nein, im ernst, mach dir mal ne Liste wo du dir die größe der Pots aufschreibst die du gerade verschenkt hast.

      Da haust du ordentlich Kohle raus. Hab das auch ne zeitlang gemacht und das dann mal hochgerechnet.

      Treffen wir uns in ner Woche nochmal hier, mal schauen ob du es dann noch machst.
    • slowrookie
      slowrookie
      Bronze
      Dabei seit: 08.08.2007 Beiträge: 762
      de facto bedeutet deine Aussage nur,dass deine Entscheidung so ausfällt keine Entscheidung zu treffen....

      Abhilfe könnte eine simple Vorrichtung schaffen:


      halte Deinen Ringfinger (alternativ den Zeigefinger) ca.1,37 cm über eine gespannte Mausefalle- callst Du wider besseren Wissens legst Du deinen Finger sachte in voller Vorfreude ab-bin mir sicher beim spätestens 5.Mal hast Du deine Lektion gelernt
    • twopair
      twopair
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2008 Beiträge: 2.549
      Original von PeteSahad
      machs einfach nicht mehr!!!

      Nein, im ernst, mach dir mal ne Liste wo du dir die größe der Pots aufschreibst die du gerade verschenkt hast.

      Da haust du ordentlich Kohle raus. Hab das auch ne zeitlang gemacht und das dann mal hochgerechnet.

      Treffen wir uns in ner Woche nochmal hier, mal schauen ob du es dann noch machst.
      spiele sngs


      @mausefalle

      nette idee, aber etwas realitätsfern ;-)
    • gollo13
      gollo13
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2007 Beiträge: 1.176
      hört sich bescheuert an aber nen tip den ich geben kann(hat mir geholfen)

      nimm dir die möglichkeit diesem käse insta bzw. snap zu machen.

      d.h. probier einfach mal in der zeit in der du überlegst z.b. mit chips rumzuspielen o.ä. oder wechsle die hand in der du die maus normal hälst du zwingst dich dadurch dazu dir bewusster gedanken darüber zu machen was du tust, du vermeidest unbwusste schlechte entscheidungen

      grüsse gollo
    • Oshirasama
      Oshirasama
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2007 Beiträge: 82
      Sehr interessantes Thema! Ich merke, dass es mir vor allem passiert wenn ich lange sessions spiele. Ich konnte es zwar durch gute Vorsätze auf ein Minimum verringern, werde aber trotzdem manchmal rückfällig.

      Wer hat schon selber damit Erfahrungen gemacht und dies ganz abstellen können?
    • twopair
      twopair
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2008 Beiträge: 2.549
      geht mir genauso, umso müder ich bin desto eher neige ich dazu "bewusst" schlecht zu spielen!
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Zum A-Game gehören nicht nur strategisches Wissen sondern natürlich auch Disziplin und Geduld. Zu dieser Disziplin gehört auch die Tatsache, dass man die abstrakten Onlinechips sehr wohl als Wert wahrnimmt.
      Niemand würde einen eigenen 100 EUR-Schein gegen einen 5 EUR-Schein tauschen, es sei denn, er handelt bewusst irrational. Dagegen hilft dann auch die beste Strategie nicht mehr. Genau dieses Wissen muss man dann auch an den Tables walten lassen: Ich setze mich doch nicht bewusst einer Situation aus, die für mich -EV ist - wie in dem Beispiel oben.

      Baut man sich eine solche Eselsbrücke, sollte es einen zumindest davon abhalten, bewusst schlecht zu spielen. Ansonsten darf sich derjenige gern bei mir melden, ich kann eine Menge 5 EUR-Scheine besorgen :)
    • TomDurrer
      TomDurrer
      Bronze
      Dabei seit: 16.09.2007 Beiträge: 203
      Original von Oshirasama

      Wer hat schon selber damit Erfahrungen gemacht und dies ganz abstellen können?
      Ich kann davon auch ein Lied singen, bin jedoch erst dabei, dies abzustellen:

      Spiele derzeit ann der Schnittstelle NL20/NL50 SH und meine Probleme liegen immer im Overplay von Overpair/TPTK/TPGK Händen. Dies aber ausschliesslich auf NL50. Auf Nl20 habe ich die nötige Selbstdisziplin zu folden, wenn ich stark vermute, dass mein Overpair geschlagen ist.

      Tragisch finde ich, dass ich die Situationen regelmässig entwickeln sehe:
      TPTK mit AKo gefloppt, PSB als Conti denn das Board ist 2-suited. Nach seinem Call kommt ne Flushkarte am Turn. Ich sage mir: "Werde IP angecheckt, spiele nun Bet/fold, denn oft hat Villain hier noch nicht den fertigen Flush, sondern nen Combodraw". Dann callt er wieder, River Blankt, Villain Pushed.
      Und ich Holzkopf calle, weil ich denke, er könnte auch nen major Bluff for Stacks durchziehen...

      Alle Vorsätze auf dem Turn sind dahin, wider besseres Wissen... Ich merke sogar erst nach dem tilty-call, dass mein Plan ja ganz anders war...

      Schlage NL20 auf 50'000 Hände mit 6BB/100, dies, weil ich solchen Scheiss dort sein lasse. Auf NL50 (ca. 7k Hands) hab ich auf diese oder ähnliche Weise bereits 4 grosse Pötte verloren und muss deswegen immer wieder runter mein Geld zurückverdienen. Immerhin weiss ich, dass solche Fehler für mich ein Trigger zum Tilten sind und höre danach immer min. für einige Stunden auf zu spielen.

      Ich muss das abstellen, denn Poker ist mir sehr wichtig und ich möchte damit auf einen grünen Zweig kommen. Nur solches bringt mich manchmal zur Verzweiflung.

      Der Trick mit den Chips find ich smart, so kommt mir zumindest mein Plan für den Turn wieder in den Sinn, bevor meine Hände etwas anderes machen als dieser Plan.

      Hab mir auch schon überlegt, nen 50 Frankenschein neben der Tastatur liegen zu haben, doch könnte dies auch nach hinten los gehen, weil ich dann plötzlich zu weak spielen könnte.

      Ideal wär ne Software, die alle Stacks, den Pot und die Bets als BB's anstelle von XY$ anzeigen würde denn offenbar hat meine Form der fehlenden Selbstdisziplin mit den 50$ Stacks zu tun...

      Kennt jmd sone Software?
    • SwissCheese
      SwissCheese
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 259
      Selbstdisziplin oder das Fehlen derselben macht sich nicht nur am Pokertisch bemerkbar, sondern im gesamten Leben....und gemeint ist damit ja hauptsächlich das (Nicht-)Bekämpfen des inneren Schweinehundes.

      Ich würde sogar behaupten, dass jemand mit zuwenig Selbstdisziplin im Poker auch oft zuwenig davon im Leben zeigt und umgekehrt, er ist einfach nicht so konsequent in seinen Entscheidungen und vor allem in den Taten wie andere.

      Der erste Schritt in die richtige Richtung ist auch hier das Erkennen des Fehlverhaltens, was hier ja eindeutig vorliegt, schonmal super. Alledings ists im Poker grad hier wohl ein wenig kniffliger als im Leben. Fürs Leben würd ich raten, schreibt diese kritischen Situationen auf, zusammen mit den schlechten Folgen und daneben schreibt Ihr hin, was ihr ganz klar dagegen tut.
      Simples Beispiel: Ich trink am Feierabend jeweils 4 Bier, dann das 5. und schwupps hab ich meine Grenze überschritten und Party geht los, schlecht für mich, schlecht für mein Job, schlecht für mein Portemonnaie......Gegenmassnahme: ich trink prinzipiell nur 3 Bier und geh dann heim. Danach haltet Ihr Euch so gut wie möglich dran. Sobald Ihr Euch einmal erfolgreich dagegengestemmt habt: siehe da, es wird tatsächlich besser. Euer Gehirn verinnerlicht beide Abläufe (den positiven wie auch den negativen)samt den Folgen und vergleicht diese zueinander. Ueber kurz oder lang kommt es zum richtigen Schluss, k 3 Bier und dann heim, keine Frage.
      Beim Poker kann man das aber nicht genauso anpacken, weil die jeweiligen Situationen sind sowas von komplex, da spielen dermassen viele Faktoren rein, einmal TPTK bloss nicht wegwerfen, ein andermal wech damit....je nach Situation halt. Aber die Grundregel ist ja: Monsterpötte mit Monsterhänden spielen, und TPTK ist nunmal je nach Flop nicht grad die Monsterhand, daher will ich da auch nicht einen ganzen Stack investieren mit. Grad hier nicht, wo der vorangehende Preflop-Raise ja gern von Pockets gecallt wird, und ab und an treffen die halt ihre Trips am Flop^^. Warum nicht einen besseren Spot abwarten?
      Um zum Thema Selbstdisziplin zurückzukommen, man könnt hier nun für sich genau die Regel aufstellen: ich spiel Monsterpötte nur mit Monsterhänden, mit Mediumhands spiel ich mediumpötte, mit schwachen kleine....thats it und daran halt ich mich nun einfach mal die nächsten paar Wochen, mal schauen was es bringt. Beim ganzen darf man einfach nie ausser Acht lassen, dass grad im Poker stets diverse Ausnahmen die Regel bestätigen. Und währenddessen achtet mal darauf, wo im Leben euch etwa auch ein wenig mehr Selbstdisziplin guttäte und arbeitet wie oben beschrieben daran. Weil man - wie das Leben lehrt - eben nur als Gesamtperson disziplinierter wird, nicht nur als Teil 'Pokerspieler'.....