SnG - Table Selection und "Prime Time"?!

    • Warlord
      Warlord
      Black
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 2.000
      Hallo!

      Ich spiele nun seit knapp 2 Wochen SnGs. Angefangen habe ich mit den $10 + $1, aber nur zum eingewöhnen, da meine BR selbst bei tightem Bankroll-Management schon für die 33er-44er reichen würde.
      Die 11er liefen so gut, dass ich nach 133 gespielten SnGs einen ROI von über 40% hatte (JAJA ich weiß, 133 Turniere ist keine Samplesize und über 40% ROI könnte ich selbst als einer der besten SnG-Spieler über einen langen Zeitraum mit ziemlicher Sicherheit nicht halten können, aber darum gehts hier nicht!).

      Nun bin ich zu den $20 + $2 SnGs gewechselt, da ich mich ja nun zum einen schon an diese Form des Pokerns gewöhnen konnte und zum anderen zumindest die Chance besteht, dass ich in den untersten Limits Winning Player sein könnte (wie gesagt ist mir durchaus bewusst, dass die Werte für ROI und ITM erst ab einer gewissen Anzahl von gespielten Turnieren aussagekräftig sind und dass diese Zahl wohl eher vierstellig ist).

      Nach nun 35 gespielten SnGs auf $20 +$2 habe ich jedoch zwei Dinge festgestellt:

      1. Die Gegner sind deutlich stärker.
      2. Es macht einen großen Unterschied, zu welcher Uhrzeit man spielt.

      Punkt zwei bringt mich nun nach langer Vorrede zum eigentlichen Thema dieses Threads:

      Welche Uhrzeiten bevorzugt ihr (an die etwas erfahreneren SnG-Spieler gerichtet) und betreibt ihr in irgendeiner Weise Table Selection?

      Obwohl mir durchaus bewusst ist, dass z.B. bei FL Shorthanded gute Table Selection die eigene Winrate deutlich erhöhen kann, dachte ich bisher, dass es bei SnGs fast egal ist, zu welcher Uhrzeit man spielt und somit gegen welche Gegner.

      Dies bringt mich zu einer weiteren Frage: Welche Gegner bevorzuge ich in SnGs?

      Wäre super, wenn mir vielleicht der ein oder andere erfahrene SnG-Spieler vielleicht den ein oder anderen Tipp bezüglich oben gestellter Fragen geben könnte.

      Gruß, Sascha.
  • 14 Antworten
    • skibbel
      skibbel
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 1.874
      Im Gegensatz zu Stars, ist es bei PP wohl immer fischig.
    • Warlord
      Warlord
      Black
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 2.000
      Original von skibbel
      Im Gegensatz zu Stars, ist es bei PP wohl immer fischig.
      Naja wie gesagt, ist mir ein deutlicher Unterschied zwischen den 11ern und den 22ern aufgefallen und zudem habe ich nachmittags in den letzten drei Tagen immer viel Verlust und abends im Gegenzug DEUTLICHE Gewinne.
      Hypothese: Je mehr Amis, desto profitabler?! :D
      Kennt man ja bereits aus den anderen Bereichen des Pokerns... ^^

      Gruß, Sascha.
    • Panny1
      Panny1
      Black
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 12.224
      Ist mir auch aufgefallen bei PP (33$SNGs) , die meisten Gewinne mache ich am Abend. Da sieht man Sachen....
      Natürlich ist es auch am Nachmittag noch relativ fischig, dennoch trifft man da auf den einen oder anderen durchaus respektablen Gegner.
    • gspott2003
      gspott2003
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2006 Beiträge: 558
      also meine besten erfolge bei den 22$ SnGs auf party hatte ich früh morgens, so zwischen 6 und 8uhr deutscher zeit...

      da waren die amis entweder besoffen oder übermüdet und kaum europäer an den tischen....nur einige siaten und die sind so tight, dass sie oft quasi ausgeblindet werden.
    • ChrisA3
      ChrisA3
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2005 Beiträge: 6.481
      Ich spiele dank üblem Bankrollblowup noch recht low (6 $ SNGs) und bin ehrlich gesagt froh wenn meine Gegner halbwegs ne Ahnung haben. Man kann die Bubble nicht ausnutzen wenn die Gegner jede gutaussehende Hand (QTo bspw.) nehmen um meine Pushes zu callen, obwohl sie das NIEMALS machen dürften laut ICM.

      Mal ein Beispiel.
      1
      4 Spieler left.
      Stacks: Ich 10k, einer 5k, und 2 mal 2,5 k. Blinds 300/600 oder 400/800. Beide Shortstacks folden und ich bin SB. BB ist der Middle Stack.

      Da pushe ich für gewöhnlich jede Hand All-In, weil der mit nur mit JJ+ oder AK callen darf. Wenn ich dann aber Calls von JTo oder QTo kriege (oder A6o), wie das nachts jedes Mal der Fall ist, geht ein guter Teil meiner Edge verloren, ich spiel deutlich lieber am Nachmittag gegen tightere Gegner.
    • shakin65
      shakin65
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2005 Beiträge: 21.597
      warlord,

      wenn du weißt, dass 130 sngs keine auch nur annähernd ausreichende samplesize ist (varianz, wie können es dann 35 sein?

      bei ca. 600 turnieren (11$ und 22$) auf party, davon die meisten speed, konnte ich absolut keinen unterschied an spielstärke feststellen. uhrzeiten habe ich auch nicht beachtet. die qualität nimmt ab 33$ zu, ohne jedoch als stark bezeichnet zu werden.

      btw eine ausreichende bankroll für 33$ sngs ist dann interessant, wenn du dir diese bankroll mit sngs aufgebaut hast.
    • Warlord
      Warlord
      Black
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 2.000
      Original von shakin65
      warlord,

      wenn du weißt, dass 130 sngs keine auch nur annähernd ausreichende samplesize ist (varianz, wie können es dann 35 sein?

      bei ca. 600 turnieren (11$ und 22$) auf party, davon die meisten speed, konnte ich absolut keinen unterschied an spielstärke feststellen. uhrzeiten habe ich auch nicht beachtet. die qualität nimmt ab 33$ zu, ohne jedoch als stark bezeichnet zu werden.

      btw eine ausreichende bankroll für 33$ sngs ist dann interessant, wenn du dir diese bankroll mit sngs aufgebaut hast.
      Tendenzen kann ich IMhO auch schon nach 35 SnGs gut erkennen (es geht mir ja um die Einschätzung der Gegner allgemein und nicht um z.B. meinen eigenen ROI auf drei Nachkommastellen).

      Deine Bemerkung zum Thema BR-Management ist im ßbrigen überflüssig, da ich ja selbst geschrieben habe, dass ich bei den 11ern eingestiegen bin. Ich will mich natürlich von ganz unten (die 6er mal aussen vor gelassen, da mir 20% Rake doch irgendwie sehr übertrieben erscheint) hocharbeiten... Nur möchte ich vielleicht nicht unbedingt jedes Level/Limit nachhaltig schlagen "müssen". Wenn ich nach 150 - 250 SnGs auf einem Level einen vernünftigen ROI habe und die BR stimmt, spricht für mich nichts gegen einen Aufstieg.
      Ausserdem schrieb ich lediglich, dass meine BR theoretisch für 33er reichen würde.

      Gruß, Sascha.
    • kanalratte
      kanalratte
      Bronze
      Dabei seit: 27.03.2005 Beiträge: 2.234
      nach 35 sngs kannst du noch genau gar nix zu ner tendenz sagen, bloss ob du luck hattest oder nicht... nicht umsonst spricht man bei sngs davon mind. 1k sngs zu haben um aussagekräftige statistiken zu haben...

      35sngs... da kanns gut und gerne passieren, dass du praktisch nie itm bist oder aber nen roi von 200% hast, je nach dem wies die varianz grad mit dir meint :)
    • shakin65
      shakin65
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2005 Beiträge: 21.597
      Original von Warlord
      Deine Bemerkung zum Thema BR-Management ist im ßbrigen überflüssig, ..
      Offensichtlich ist sie das nicht, andernfalls wärst du nicht nach 133 sngs zu den 22$ Buyins gewechselt. ;)
    • Warlord
      Warlord
      Black
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 2.000
      Original von shakin65
      Original von Warlord
      Deine Bemerkung zum Thema BR-Management ist im ßbrigen überflüssig, ..
      Offensichtlich ist sie das nicht, andernfalls wärst du nicht nach 133 sngs zu den 22$ Buyins gewechselt. ;)
      Original von Warlord
      Nur möchte ich vielleicht nicht unbedingt jedes Level/Limit nachhaltig schlagen "müssen". Wenn ich nach 150 - 250 SnGs auf einem Level einen vernünftigen ROI habe und die BR stimmt, spricht für mich nichts gegen einen Aufstieg.
      Wenn ich FL spiele, schon einiges an Pokererfahrung habe und meine BR aus welchen Gründen auch immer schon auf sagen wir $500 ist, möchte ich die Micros auch nicht alle mti mindestens 20k Händen durchspielen, um zu schauen, ob ich tatsächlich für 0.5/1 "bereit" bin... :rolleyes:

      Im ßbrigen spiele ich ja nicht erst seit gestern Poker und kann zumindest was BR-Management und Limitauf- und abstieg angeht ganz gut meine eigenen Entscheidungen treffen. ;)

      Gruß, Sascha.
    • FA_Morgoth
      FA_Morgoth
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2005 Beiträge: 1.173
      ich gebe da warlord recht.
      es ist ok, wenn man seine BRs für verschiedene Pokervarianten komplett getrennt hält, allerdings kann das jeder für sich entscheiden.

      Und aussagen über die spielstärke anhand des ROI sind auch nach 2000 SNGs nicht wirklich überzeugend. Selbst dort ist die varianz zu hoch.
      Allerdings kann man durchaus nach 30 sngs ein richtiges gefühl haben, dass es einen deutlichen unterschied zwischen 2 limits gibt, weil z.b. bei dem einen verhäuft mit low pair runtergecallt wird und bei andren fast nie etc ;)
      der roi sagt dagegen wenig aus.

      zu prime time:
      mir fällt auf dass die 55er Speed nacht deutlich weaker sind.
      und die 109er regular sind nachmittags deutlich tighter als nachts.

      zu dem ich will lieber gute als schlechte gegner:
      als chipleader trifft das wirklich zu. Da muss man dann halt die callrange der gegner entsprechend einschätzen und NICHT mehr any2 pushen.
      profitieren tut man von den loosen calls als short stack, um itm zu kommen.
    • shakin65
      shakin65
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2005 Beiträge: 21.597
      Original von FA_Morgoth
      ich gebe da warlord recht.
      es ist ok, wenn man seine BRs für verschiedene Pokervarianten komplett getrennt hält, allerdings kann das jeder für sich entscheiden.
      Original von FA_Morgoth
      es ist ok, wenn man seine BRs für verschiedene Pokervarianten komplett getrennt hält, allerdings kann das jeder für sich entscheiden.
      stimme dir zu. allerdings sollte ein dezenter hinweis erlaubt sein, dass nach 2 Wochen sngs und 133 gespielten 11$ Buyins der aufstieg eventuell etwas früh kommt. Vor allem, wenn man nach 35 22$ sngs "deutlich stärkere gegner" gegenüber den 11$ Buyins feststellt. As you like it.

      btw bei 2000 sngs sollte die Varianz so gering sein, dass man durchaus eine Aussage darüber treffen kann, ob jemand ein bestimmtes Buyin schlägt.
    • FA_Morgoth
      FA_Morgoth
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2005 Beiträge: 1.173
      Original von shakin65
      btw bei 2000 sngs sollte die Varianz so gering sein, dass man durchaus eine Aussage darüber treffen kann, ob jemand ein bestimmtes Buyin schlägt.
      die aussage kann man auch nach 500 schon mit hoher wahrscheinlichkeit treffen.
      Was ich meinte ist, dass man nicht nach jeweils 2000 Sngs durchaus auf 22er nen ROI von 30 und bei den 11er nen ROI von 10 haben kann.
      Das bedeutet nun nicht dass die 22er leichter sind ;)
      genauso kann mans andersherum nicht durch ROI werte begründen.
    • Warlord
      Warlord
      Black
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 2.000
      Original von FA_Morgoth
      die aussage kann man auch nach 500 schon mit hoher wahrscheinlichkeit treffen.
      Was ich meinte ist, dass man nicht nach jeweils 2000 Sngs durchaus auf 22er nen ROI von 30 und bei den 11er nen ROI von 10 haben kann.
      Das bedeutet nun nicht dass die 22er leichter sind ;)
      genauso kann mans andersherum nicht durch ROI werte begründen.
      Tja, da bin ich ja beruhigt... Meine "Werte" sehen momentan so aus:

      https://img63.imageshack.us/img63/2202/ptstatistiksng1kl2.th.jpg

      Naja immernoch viel zu wenig Turniere, um konkrete Aussagen treffen zu können.
      Solange jedoch die Zahlen auch im 20+2 Bereich grün sind, werde ich weiterhin dieses Limit (zumindest teilweise) spielen.
      Habe mir das so gedacht: Zu den "schlechteren" Zeiten (also nachmittags MEZ) spiele ich die 11er und abends/nachts/früh morgens (wenn ich da mal Zeit und Motivation zum Spielen habe), spiele ich die 22er.
      Daher auch meine Ausgangsfrage bezüglich der "Prime Time" und der Gegner, die ich bevorzugt gegen mich spielen sehen "will".

      Gruß, Sascha.