PP vs. Squezzer

    • tt81
      tt81
      Bronze
      Dabei seit: 29.04.2006 Beiträge: 1.143
      BspHand:

      Pre-Flop: 4:club: 4:diamond: dealt to Hero (MP)
      UTG raises to $8, Hero calls $8, 2 folds, SB raises to $34, 3 folds

      Results: $26 Pot


      UTG is unknown, calle mein PP hier auf Setvalue.
      Vom SB, 19/16, habe ich aber den Read das er gerne squezzt. Am Showdown habe ich bereits 88, AJs als Squezze gesehen. Das lässt mich vermuten, das Villian mit eine recht große Range, PP's, Scare cards oder suited connectors, squezzt!

      Ist mir in letzter Zeit recht häufig vorgekommen. Sollte man dennoch coldcallen, weil das ganze longterm zu geringfügig vorkommt? Ist das ganze noch +EV, wenn man preflop häufig auf einen Squezze folden muss, evtl. aufgrund von Potodss den Squezze Preflop nocheinmal callen muss?

      Oder sollte man hier anders vorgehen? z.b mit höheren PP's looser 3-betten, kleinen PP's preflop folden, um dieser Situation aus dem Weg zu gehen! Ändert jemand seine CC-Range wenn so ein Villain Position auf uns hat?

      Jemand Erfahrungen damit gemacht?
  • 7 Antworten
    • Mooff
      Mooff
      Bronze
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 2.767
      ihr schätzt utg einfach anders ein, das ist alles

      du denkst er wäre tight genug, dass du auf setvalue callen kannst und der sqz denkt das er loose genug ist, dass es profitabel ist gegen seinen utg raise zu squeezen. Einer von euch beiden macht was falsch.
    • tt81
      tt81
      Bronze
      Dabei seit: 29.04.2006 Beiträge: 1.143
      Original von Mooff
      ihr schätzt utg einfach anders ein, das ist alles

      du denkst er wäre tight genug, dass du auf setvalue callen kannst und der sqz denkt das er loose genug ist, dass es profitabel ist gegen seinen utg raise zu squeezen. Einer von euch beiden macht was falsch.
      Hmm, es muss nicht unbedingt jemand etwas falsch machen. Ich würde sagen er versucht jede Möglichkeit zu nutzen um zu squezzen. Ich kann ihn oftgenug stacken bei guter Boardtextur und entsprechender Hand UTG. Sehe hier keinen direkten Zusammenhang bzw. Widerspruch!

      Angenommen UTG openraist mit folgender Range: 22+, ATs+, KQs, AJo+, KQo
      Das sind 11%.

      Wenn der Squezzer noch unknown für ihn ist, bzw. UTG nicht weiß das er squezzt, wird UTG ihm ersteinmal eine starke Hand geben. UTG wird wohl nur noch mit dieser Range weiterspielen: JJ+, AKs, AKo. Das sind 3% und nur 1/4 seiner Openraising Range.

      Der Squezzer setzt $34 um $20 zu gewinnen. In 3/4 der Fälle foldet UTG und der CC, zu 1/4 der Fälle 4-bettet/pusht UTG und der Squezzer foldet. Würde +$4,5 pro Hand für den Squezzer machen.

      Eine etwas loosere Range 99+, AQs+, AKo würde 4% der Openraisingrange ausmachen. Wäre für den Squezzer noch knapp + EV (+ca.1,5$).

      Ist dann halt die Frage wie der Squezzer bei Call von UTG weiterspielt oder UTG noch weiter adapted. Kann dann natürlich stark -EV werden. Für mich aber nicht Entscheidungsrelevant.

      Muss ich diese Überlegungen, mein Wissen in meine CC Range miteinfließen lassen, da sich mein EV durch den Squezzer ja doch da ich seltener einen Flop sehen werde, verringert?
    • Mooff
      Mooff
      Bronze
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 2.767
      wenn ich weiß das hinter mir ein notorischer squeezer ist, dann würde ich einfach selber die pockets 3betten, außer wenn utg so tight ist das ne 3bet unprofitabel wird.
    • hartiedd
      hartiedd
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 4.798
      Hmm wirklich ne interessante Frage ... da spiele viele Dinge mit hinein bei so einer Entscheidung ...
    • Face12
      Face12
      Black
      Dabei seit: 27.07.2006 Beiträge: 4.756
      Original von tt81
      BspHand:

      Pre-Flop: 4:club: 4:diamond: dealt to Hero (MP)
      UTG raises to $8, Hero calls $8, 2 folds, SB raises to $34, 3 folds

      Results: $26 Pot


      UTG is unknown, calle mein PP hier auf Setvalue.
      Vom SB, 19/16, habe ich aber den Read das er gerne squezzt. Am Showdown habe ich bereits 88, AJs als Squezze gesehen. Das lässt mich vermuten, das Villian mit eine recht große Range, PP's, Scare cards oder suited connectors, squezzt!

      Ist mir in letzter Zeit recht häufig vorgekommen. Sollte man dennoch coldcallen, weil das ganze longterm zu geringfügig vorkommt? Ist das ganze noch +EV, wenn man preflop häufig auf einen Squezze folden muss, evtl. aufgrund von Potodss den Squezze Preflop nocheinmal callen muss?

      Oder sollte man hier anders vorgehen? z.b mit höheren PP's looser 3-betten, kleinen PP's preflop folden, um dieser Situation aus dem Weg zu gehen! Ändert jemand seine CC-Range wenn so ein Villain Position auf uns hat?

      Jemand Erfahrungen damit gemacht?
      Gegen lighte Squeezer kann man:

      Als Initial Raiser:

      -Light reingehen, insbesondere auch mit kleinen/mittleren PP's solange Villain noch nicht light AI callt und der Initial Raiser keine Traping-Station ist
      -Light callen und Preflop Position ausspielen (Bedenken dass der Coldcaller oft mit in den Pot einsteigt)
      -bei deepen Stacks kann man auch mal Bluf4betten

      Als Coldcaller:

      -Auch mal big Pockets / AK coldcallen und dann über den Squeeze shoven
      -Midpockets über Squeeze shoven
      -weite Range callen und Posi spielen (egal ob initial Raiser ausgestiegen ist oder nicht), falls ursprünglicher Raiser foldet auch mal big Pockets nur callen insb. wenn der Squeezer postflop auch sehr aggro ist
      -in manchen Spots ist ein Resqueeze sehr nice
      usw.....

      Allgemein beachten, dass man als Coldcaller lighter gecallt wird als der Raiser wenn man über den Squeeze shovt, man also weniger Foldequity hat und demensprechend mehr Equity braucht für nen Shove. Kleine PP's würd ich demnach hier selten shoven. Jo und logischerweise nicht nur kleine PP's coldcallen in solchen Spots, damit deine Range nicht so eng ist.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Coldcall ist hier auf Dauer mit Sicherheit nicht profitabel. Wenn du weißt, dass hinter dir light gesqueezed wird ist eine 4-bet vorzuziehen.

      Ansonsten finde ich die Ausführung von Face12 ok, wobei ich bluff-4-bet (bluff-resqueeze) eher als grenzwertig betrachte, da wir ja logischerweise vor haben auf einen push zu folden. Da müssten wir schon sehr deep sein und natürlich ist es ein verdammt teurer bluff.
    • Face12
      Face12
      Black
      Dabei seit: 27.07.2006 Beiträge: 4.756
      Kommt halt auf die Situation an, aber wenn beispielsweise alle Beteiligten zwei Stacks Deep sind, spielen die allermeisten Gegner auf den Resqueeze erfahrungsgemäß nur KK+ weiter (viele auch nur AA), was ein supergeringer Teil ihrer Range ist, insbesondere der Initial Raiser wird fast nie KK+ haben, wenn er den Squeeze nur callt, weil wir ja perfekt Odds zum minen kriegen hinter ihm. Wir brauchen je nach Raisesize auf unseren Resqueeze ca. 60% Foldequity, haben aber oft deutlich über 90 imho(wir reden ja über das Spiel gegen lighte Squeezer), was die Sache unglaublich profitabel macht. Beachten muss man halt, das manche Leute deep nicht mehr so light squeezen, viele interessiert das aber kaum, die setzen einfach auf die FE Preflop.