Erfahrungswerte im BSB-Spiel gg Regulars

    • FiftyFifty
      FiftyFifty
      Black
      Dabei seit: 29.05.2007 Beiträge: 931
      Hi Leute.

      Mich würde mal interessieren was ihr so für Erfahrungswerte auf NL1k+ im BSB-Spiel habt.
      Nehmen wir beispielsweise mal einen soliden TAG mit FSBTS 90 und FBBTS 75.. Was gebt ihr ihm für eine Range gegen einen Steal von einem SSS? Seht ihr die Leute kaum noch callen? Pushen sie also mehr? Werden sie insgesamt tighter im SB und BB oder eher looser, weil Sie uns und unseren stack immernoch nicht ernst nehmen? Wie stark bindet ihr eure eigenen Stealwerte in die Situation mit ein?
  • 8 Antworten
    • brotsalat1234
      brotsalat1234
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2007 Beiträge: 5.359
      Kommt imho sehr auf deine Betsize und Image an, gibt genug Leute die random Blowups haben bzw. sehr unterschiedlich auf Shorties reagieren je nach Lust und Laune.

      Ich selbst schau mir nur VPIP/PFR/3-bet % an und entscheide dann ob Villain loose oder tight ist, überlege wie mein Image sein dürfte und dann bau ich mir so ca. die Range im Kopf. Für mehr hab ich keine Zeit normalerweise.

      Ansonsten denke ich dass jeder Regular ganz anders auf Shorties reagiert, viele sind zu tight, einige callen definitiv zuviel, andere wiederum pushen zuviel callen zuwenig etc.

      Eigene Stealwerte benutz ich gar nicht, jedenfalls keine longterm Werte, die letzten paar Hände aka Image sind da imho viel wichtiger.
    • Porkface
      Porkface
      Bronze
      Dabei seit: 29.09.2006 Beiträge: 556
      Vorweg: Ich minraise grundsätzlich, so dass mich ein Steal selten commited. Die kleine Samplesize von 5k Händen auf NL5k relavtiviert die Aussagekraft meiner Eindrücke zwar ziemlich, aber sie bewegen mich natürlich am stärksten, so dass ich sie mal loswegen will.

      Ich habe dort einen BU-Steal-Success von 42%, im Vergleich 49% auf NL1k. Und dabei wähle ich meine Spots sehr viel genauer. Meine Steals werden soviel ge-3-bettet, dass meine Non-SD-Winnings im negativen Bereich liegen (wohingegen ich dort auf allen anderen Limits gut im positiven Bereich liege): Eine Range von 33+, KT+ scheint mir nicht völlig übertrieben. Das gilt insbesondere für die vielen Shortstacks auf dem Limit, die teilweise sehr loose spielen (15/14 z.B.).

      Die Fullstacks im BB lassen es sich außerdem selten nehmen für Odds von 1 zu 3.5 den Flop zu sehen. Allerdings nicht um ein Monster zu hitten, sondern um mit jedem etwas broke zu gehen (default call PF, c/rAI Flop). Das liegt sicher auch an den riesigen Egos der Highroller, die meinen dabei mit ATC OOP +EV zu sein).Keine Ahnung wie sehr ich ausgespielt werde, das könnte also durchaus eine wahre Annahme sein.

      Auf NL1k spiele ich tagein tagaus zu 95% gegen die gleichen Leute, so dass ich dort gute Reads habe. Das gilt zwar auch für die anderen. Ich glaube aber, dass zumindest die Fullstacks ihr Konzentration weiterhin weniger auf mich als SS setzen. Hier habe ich nicht nur mehr Steal-Success, sondern auch meine C-Bets sind öfter erfolgreich.

      Insgesamt komme ich zu der beschissenen Standartantwort: Es kommt halt immer auf die Situation an. Ohne die Situation zu kennen: Auf NL1 & 2k geht es tighter zu als auf NL5k. :O
    • brotsalat1234
      brotsalat1234
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2007 Beiträge: 5.359
      any PP und decent King sollte gegen Shortie Standard sein oder?^^

      Im BB Call Minraise c/r AI Flop ist auch normal und das beste Mittel gegen Shorties mit viel ATS und hoher C-Bet frequency.
    • Porkface
      Porkface
      Bronze
      Dabei seit: 29.09.2006 Beiträge: 556
      Original von brotsalat1234
      any PP und decent King sollte gegen Shortie Standard sein oder?^^

      Im BB Call Minraise c/r AI Flop ist auch normal und das beste Mittel gegen Shorties mit viel ATS und hoher C-Bet frequency.
      Wärst du so nett, dass mit ein paar Zahlen zu unterfüttern und dabei zu bedenken, dass der Pott PF 3.5BB und am Flop 4BB (nach der C-Bet vielleicht 6.5BB) groß ist, danke.
    • brotsalat1234
      brotsalat1234
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2007 Beiträge: 5.359
      In der Rechnung sind soviele Variablen dass es sich denke ich nicht vorrechnen lässt bzw. jedes Beispiel total Random ist.

      Nehmen wir mal an Shortie BU minraist gegen zwei tighte Regs in den Blinds, SB foldet BB callt. Der Shortie hat hier je nach seinem Image und den letzten paar Händen locker 50 - 60 Prozentpunkte an Range, damit mein ich aber nicht die top 60. Selbst wenn er hier mit any Pair und any decent Draw broke geht wird er trotzdem nur mit ca. 4/10 seiner Range callen können. Also investieren wir vllt ~18bb um 7bb zu gewinnen bei ca. 60% FE sind also mit bisschen Equity gegen seine Range break even und gewinnen Meta Game mässig einiges dazu. Selbst wenn der Move slightly -EV ist stört dass ja nicht wirklich weil der Shortie in Zukunft lighter broke gehen muss und weniger stealen kann...

      Kommt sicherlich auch auf den Shortie an aber wie oben gesagt gegen den aggro Shortie mit hoher C-Bet Frequenz ist der Move gut.
    • Porkface
      Porkface
      Bronze
      Dabei seit: 29.09.2006 Beiträge: 556
      Schon klar, dass man als SS hart exploitable ist, wenn man 50-60% vom BU openraist. Für wie dumm willst du die Blinds verkaufen? Das funktioniert nichtmal gegen 24-Tabler auf NL100 imo.
      UTG: 3%, BU: 60%? :D
    • brotsalat1234
      brotsalat1234
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2007 Beiträge: 5.359
      Ist halt easy profitabel wenn die Blinds Standard BSS blindspiel betreiben bei 2BB Raisesize brauchst ja kaum FE und hast Position Postflop. Unter 40% sollte man da als Shortie auf keinen raisen bei 2BB imho.
    • Porkface
      Porkface
      Bronze
      Dabei seit: 29.09.2006 Beiträge: 556
      Es kommt am Ende doch nur darauf an, dass man adapted. Und wenn standart ist, dass man gegen Shortstacks so loose defendet, adapted man als Shortstack indem man tighter stealt. Und wenn man bei 20%, dem Gegner aber gedanklich noch einen Schritt voraus ist, dann ist das bestimmt nicht -EV.