blind defense mit niedrigen paaren

    • Freerider
      Freerider
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2005 Beiträge: 364
      szenario: ich im BB mit 44, gegner aus MP1 raist, alle folden ich calle. Nur wieso eigentlich?

      Treffe ich am Flop nichts, lautet Standardmove HU c/f. Am flop treffen heißt in 12% der Fälle das Set oder einen wundersamen oesd. one card flush draws 4 oder 2 hoch sind wohl a priori zu ignorieren. wie kann der pre flop call mit der investition einer small bet damit jemals profitabel sein? so wie ich das sehe, ist es auch völlig egal ob der gegner aus utg, mp1 oder BU geraist hat. ich bin immer in der gleichen unprofitablen situation.

      die situationen in denen ich mit meinem set auf pocket aces oä treffe und voll ausbezahlt werde gleichen sich nämlich mit jenen fällen aus, in denen ich auch mit dem gefloppten monster wieder verliere.

      also gleich prelfop folden?
  • 10 Antworten
    • icerain
      icerain
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      Dabei seit: 26.11.2005 Beiträge: 1.023
      Kommt halt aufs borad an, der andere muss erstmal den Flop treffen um ne bessere Hand zu haben. Auf nem ungefärlichen Board mach ich da c/r flop.

      Ich glaub aus dem BB brauch man für nen Call 35% equity, die sind gegen 7% PFR schon gegeben.

      Laut PT hab ich wenn ich mit PP mein Blind defended hab immerhin +0.87BB/100. Samplesize is zwar leider noch was klein, aber ich finde ich fahr bis jetzt ganz gut damit.
    • Pete70
      Pete70
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      Dabei seit: 14.04.2006 Beiträge: 919
      Frage war ja mit kleinen Paaren. Schau doch nochmal nach bei 66 und schlechter.
      Ich denk da gehört schon einiges Gefühl für Floptexturen dazu um mit kleinen Paaren gut verteidigen zu können.
    • uwe87
      uwe87
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      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 479
      gegen aggressive spieler 3-bettet ich oft
      das erhöht die playability um einiges

      gegen nen raise aus m1 schmeiss ich die kleinen pp aber meistens weg
    • Pete70
      Pete70
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      Dabei seit: 14.04.2006 Beiträge: 919
      Warum erhöht es die playability?
    • uwe87
      uwe87
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      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 479
      .
    • uwe87
      uwe87
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      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 479
      grund ist die initiative:
      wenn er den flop nicht trifft wirft er sofort weg
      möglicherweiße foldet er bei nem scary board ne bessere hand
      gegen einen raise hat man fast immer einen easy fold
      (gegen gegner die eh jede flopbet und turnbet callen macht das ganze natürlich keinen sinn, diese spielweiße eignet sich gegen gegner die raise or fold am flop spielen)
    • Pete70
      Pete70
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      Dabei seit: 14.04.2006 Beiträge: 919
      Dann wärs ja im BigBlind immer sinnvoll gegen solche Gegner raise or fold zu spiele, weil sich die playabiltity erhöht.
    • Freerider
      Freerider
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      Dabei seit: 11.07.2005 Beiträge: 364
      zu dem zweck gibt es ja den 3-bet chart in der expert preflop theory. Nicht umsonst habe ich MP1 gewählt, der chart beginnt nämlich erst ab MP2 und hier wäre erst 66 aufwärts eine 3-bet. Also widerspricht die spielweise von uwe87 dem was uns als standard beigebracht wird. das hilft mir also nicht.

      Gegen einen Irren mit 50 PFR würde ich 44 ab preflop bei 90% der boards stur runtercallen und selbst dann nicht raisen, weil eben diesen gegner bringe ich ohnehin nicht zum folden. Das ist aber eine Ausnahme.

      Wenn nun also der raise in einer solchen situation dem orc 3-bet widerspricht, ein call aufgrund der extrem schlechten playability aber nur gegen absolute extremgegner korrekt ist, sollte man normalfall folden .
    • uwe87
      uwe87
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 479
      ok ich hab nochmal en bisschen was zu dem thema gesucht :D

      was ich bisher geschrieben habe ist falsch!


      ich zitier dazu mal korn aus dem profiforum:

      "[3-bet pre-flop bet flop] ist schlechter als [call pre-flop check-raise flop egal was] ist schlechter als [call pre-flop check/raise flop oder check/fold flop je nachdem]"

      (thread dazu: HU:P ocketpair preflop)

      in diesem thread ging es sogar um pocketpairs die ne equity von ca 50% haben

      pocketpairs mit genügend equity um zu callen sollte man also callen und auf geeigneten flops check raisen -> gegen eine 3-bet hat man dann oft einen sehr leichten fold (einen leichteren als wenn man 3bet preflop bet flop spielt und geraist wird)

      auch folden gegner hände die eigentlich genug outs zum callen hätten (bsp.: flop K75 du check-raised ihn mit 44 er foldet QJ)
      dazu nochmal ein zitat von korn aus dem vorher genannten thread:
      "Du willst das pocket so spielen, dass die Chance, dass der Gegner Turn und River sieht kleiner wird.
      D.h. statt Cap pre-flop bet flop spielst du lieber call 3-bet pre-flop c/r flop. So erhälst du für den gleichen Preis eine bessere Fold Equity.
      Denn: Fast egal was der Gegner hat, er hat fast immer 6 oder mehr Outs gegen dich."


      aus einem anderen thread (es ging um taktische caps, hier geht es im prinzip ja um eine taktische 3-bet, Eure Erfahrung mit taktischen Caps?)
      korn:
      "Ein taktischer Cap zwingt dich dazu, bet Flop bet Turn zu spielen - aber mit einer Hand, die eine unterdurschnittliche Equity hat.
      Wenn der Gegner gegen einen taktischen Cap also den Flop und Turn häufig callt, habt ihr insgesamt 2 BB extra mit einer wertlosen Hand investiert - schrecklich."
      Nur wenn der Gegner am Flop meistens raise or fold spielt lohnt sich der Cap."


      ich denke man kann also sagen, gegen fast alle gegner sollte man preflop nur callen und die meisten flops dann check-raisen.
      gegen sehr wenige gegner kann sich aber auch mal eine 3-bet lohnen (equity beachten!)

      ich frag mich jetzt nur noch ob ich meine vorherigen posts editieren soll :D

      gruß
      bernd
    • George
      George
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2006 Beiträge: 1.952
      Original von Freerider
      szenario: ich im BB mit 44, gegner aus MP1 raist, alle folden ich calle. Nur wieso eigentlich?

      Treffe ich am Flop nichts, lautet Standardmove HU c/f. Am flop treffen heißt in 12% der Fälle das Set oder einen wundersamen oesd. one card flush draws 4 oder 2 hoch sind wohl a priori zu ignorieren. wie kann der pre flop call mit der investition einer small bet damit jemals profitabel sein? so wie ich das sehe, ist es auch völlig egal ob der gegner aus utg, mp1 oder BU geraist hat. ich bin immer in der gleichen unprofitablen situation.

      die situationen in denen ich mit meinem set auf pocket aces oä treffe und voll ausbezahlt werde gleichen sich nämlich mit jenen fällen aus, in denen ich auch mit dem gefloppten monster wieder verliere.

      also gleich prelfop folden?
      Also zunächst mal ist es ein großer Unterschied, ob Dein Gegner aus MP1 oder aus dem Button raised. Die Wahrscheinlichkeit, dass er die für Dich Gefährlichsten Hände hält (höhere Pocket Paare) ist nämlich in den früheren Positionen größer (weil ihr Anteil an der gesamten Raising Range höher ist).

      Prinzipiell liegst Du Preflop mit jedem Pocket Paar, selbst mit Pocket 2ern gegen Non Paired Hände vorne. Und in 2/3 der Fälle ändert sich daran am Flop gegen Non Paired Hände erst einmal nichts, weil der Gegner nichts trifft.

      Er macht also eine Contibet und die kannst Du Checkraisen, weil Du in der Mehrheit der Fälle vorne liegst, egal wie das Board aussieht (na ja bei AKQ wird es sicher knapp, aber selbst da könnte dein Checkraise beispielsweise eine Qx zum folden bringen).

      Je mehr wir mit dem Open Raiser Richtung SB wandern, desto besser sehen die Pocket Paare aus. Zwar ändert sich am der Equity wenig (gegen praktisch jedes Split Paar liegst Du hinten wenn es trifft, gegen die hohen Pockets liegst Du hinten und non paired schlägst Du), allerdings wird die Raising Range des Gegners ja auch schlechter, was wiederum Deine Chance erhöht, mit einem Checkraise eine bessere Hand zum Folden zu bringen.

      Der springende Punkt ist: Im BB hast Du bereits eine SB investiert. Callst Du also einen Raise, so zahlst DU 1 SB und der Pot ist 4 groß. Sobald sich Deine Equity also über 25 % befindet würde sich der Call theoretisch rechnen. Praktisch empfiehlt Matthias IIRC 35%. Pockets gegen Open Raises HU liegen meist bei 45%+.