Downswings mathematisch auf der Spur

    • shakin65
      shakin65
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2005 Beiträge: 21.597
      Angeregt durch immer wiederkehrende Beiträge, die immer auf die gleichen Aussagen hinauslaufen - bekomme keine Hände mehr, verliere jeden Coinflip - hier ein paar Anregungen, wie man Down- bzw. Upswings mathematisch in einem begrenzten nachweisen kann. Vorab: Selbstverständlich sind diese Berechnungen nicht die alleinigen Kriterien für einen Up- oder Downswing, sie können dennoch interessante Hinweise liefern. Darüber hinaus sollte man gewisse Grundkenntnisse in Excel besitzen und etwas Zeit mitbringen, um das sheet anzulegen. Da man solche Berechnungen eher in einem Downswing anstellt, ist es vielleicht gerade dann sinnvoll, auch um ein wenig Abstand zu gewinnen. Ich selbst trage regelmäßig die entsprechenden Daten in das Excelsheet ein. Dies ist bei mir allerdings kein besonderer Akt, da ich nicht übermäßig viele SNGs spiele.

      Die Kriterien die ich für meine Berechnungen verwende sind Coinflips und die Häufigkeit besonders guter Hole Cards.

      Coinflips, die früher oder später in jedem sng vorkommen.
      Sie unterteile ich in die Coinflips vor ITM und ITM. Mit Hilfe eines Odds Calculators (ich bevorzuge den unter cardplayer.com) trage ich die Chancenverteilung (60% zu 40%) und das Ergebnis (gewonnen/verloren) in das Excelsheet ein. Ich summiere die Prozentzahlen und teile sie durch die Anzahl der Coinflips. Ebenso verfahre ich mit den tatsächlichen Ergebnissen.
      Als Ergebnis erhalte ich beispielsweise folgende Daten:
      Turniere: 57
      Vor ITM Entscheidungen: 85
      Erwartetes Ergebnis: 56% gewonnen / 42% verloren / 2% geteilt
      Tatsächliches Ergebnis: 62% g / 38% v
      Nach ITM Entscheidungen:
      Erwartetes Ergebnis: 50%/47%/3%
      Tatsächliches Ergebnis: 50%/48%/2%

      Hier kann man schon sehen, dass vor ITM besser als mathematisch erwartet für mich gelaufen ist. ITM ist es im Prinzip wie erwartet ausgegangen.

      Die Häufigkeit der Premium- bzw. sehr guten Hände spielt natürlich auch eine Rolle. Hierbei notiere ich mir (bzw. verwende Daten aus PT) TT+, AQ+. Das erwartete Ergebnis ist z.B. Anzahl der Hände / 221 für TT+, Anzahl der Hände / 338 für AQs/AKs und Anzahl der Hände / 110 für AQo/Ako. Ich summiere das tatsächliche Auftreten dieser Hände und sehe dann, ob es den Erwartungen entspricht.

      Da uns die subjektive Wahrnehmung oft einen Streich spielt, können die Ergebnisse zeigen, ob man tatsächlich wider den Erwartungen Coinflips verliert und/oder keine guten Karten bekommt.
  • 6 Antworten
    • hotmusic
      hotmusic
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2006 Beiträge: 195
      Nette Rechnung, oft fühlt man sich schon ungerecht behandelt. Da kann sowas auf langer Sicht schon Abhilfe schaffen.
      Schreibst du dir deine Allins mit, suchst du die dir mühselig aus PT raus oder hast du da ne andere Methode?
    • shakin65
      shakin65
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2005 Beiträge: 21.597
      Original von hotmusic
      Nette Rechnung, oft fühlt man sich schon ungerecht behandelt. Da kann sowas auf langer Sicht schon Abhilfe schaffen.
      Schreibst du dir deine Allins mit, suchst du die dir mühselig aus PT raus oder hast du da ne andere Methode?
      bei 1,5 entscheidungen im schnitt vor ITM ist das ganz gut zu bewältigen sobald das excel sheet einmal steht. da ich nicht so ein rieriges pensum an sngs absolviere ist das nicht so aufwändig. aber es hilft einem, eine gewisse objektivität zu bewahren.
    • Wuermchen300
      Wuermchen300
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2006 Beiträge: 984
      Boah, das mach ich mal! :D
    • FA_Morgoth
      FA_Morgoth
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2005 Beiträge: 1.173
      das ist ja mal ne ganz hilfreiche sache.
      wäre mit persönlich aber zu aufwändig.

      verbessern könntest du es noch, wenn du die anzahl der chips um die es beim all in ging als faktor mit einbeziehst.
      ohne das kriegst du falsche ergebnisse, wenn du z.b. 3 mal als shortstack verdoppelst und dann out of the money vs nen bigstack bustest.
      Dann bringt dein glück nämlich null gewinn ;)
    • qno1337
      qno1337
      Bronze
      Dabei seit: 11.06.2006 Beiträge: 3.052
      13/50 coinflips

      jemand weniger?
    • shakin65
      shakin65
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2005 Beiträge: 21.597
      Original von FA_Morgoth
      das ist ja mal ne ganz hilfreiche sache.
      wäre mit persönlich aber zu aufwändig.

      verbessern könntest du es noch, wenn du die anzahl der chips um die es beim all in ging als faktor mit einbeziehst.
      ohne das kriegst du falsche ergebnisse, wenn du z.b. 3 mal als shortstack verdoppelst und dann out of the money vs nen bigstack bustest.
      Dann bringt dein glück nämlich null gewinn ;)
      das ist mir wiederum zu aufwändig. ;)
      aber ich habe grundsätzlich nur entscheidungen mit einbezogen, in denen es um mehr als die hälfte meines stacks ging. ebenso habe ich die coinflips weggelassen, in denen ich shorty und zum push/call gezwungen war.