Hallo,

dies soll eine Diskussion über die Unterschiede von Cashgame im Vergleich zu Sit and go´s werden.

Jeder darf hier "seine" Unterschiede posten und bereits gesagte Unterschiede diskutieren.
Dafür ist ja ein Forum da ;)

Ich selbst spiele die $10er NL Hold em SNG´s bei Stars. (mit 9 Leuten)
Hab momentan nen average ROI von 13% den ich auf jeden Fall langfristig halten möchte bzw. nicht unter 10% soll er fallen.
Ich weiß, ist ein bescheidenes Ziel :D
Selbst habe ich auch schon bisschen Cashgame gespielt, das ist aber überhaupt nichts für mich.

So, nun aber zu den Unterschieden:

Cashgame ist das psychologisch anspruchsvollere/belastendere Spiel in meinen Augen.
Warum?
Dafür sehe ich zwei Gründe.

1. Cashgames erfordern mehr Geduld als SNG´s.
Dadurch, dass die Blinds nicht steigen braucht man viel Geduld, weil man nicht gezwungen wird, Action zu machen.
Wenn man nur an ein oder zwei Tischen spielt, kann das schnell langweilig werden und man kommt in Versuchung mehr oder weniger sinnvolle Moves zu machen.
Beim SNG kann man sich darauf einstellen, dass das Spiel nach 80 Minuten beendet ist.
Meist zwischen 60 und 70 Minuten.
Dadurch, dass die Blinds ständig steigen, kann man sich darauf einstellen, dass auf jeden Fall Action kommt bzw. man selbst Action machen kann.
Und 30 bis 40 Minuten kann jeder warten.
Denn da - so meine Erfahrung - sind meist nur noch 6 Spieler (mit einem selbst) am Tisch.
Jetzt fängt für mich das eigentliche Pokern erst an :]

2. Ich persönlich finde es "belastender" Cashgame zu spielen.
Meist weiß ich schon vorher, wieviel SNG´s ich spielen möchte.
Ich spiele immer 2 SNG´s parallel.
Der Einfachheit halber gehe ich mal davon aus, dass ich nur 1 SNG spielen werde.
Nun weiß ich, dass ich 11 Dollar einsetzen werde.
Komme ich unter die ersten 3 Plätze, dann hab ich plus gemacht.
Wenn nicht, dann sind die 11 Dollar weg.
Beim Cashgame setze ich mich an nem NL10 Tisch.
Setze also 10 Dollar ein.
Und nun kommt der große Unterschied!
Beim selben SNG ist es mir nicht möglich, einen Gewinn wieder zu verspielen.
Wenn ich an dem NL10 Tisch aus 10 Dollar, 30 Dollar gemacht habe, dann ist das sehr gut und entspricht ungefähr einem 2. Platz beim SNG.
So, nun will ich aus den 30 Dollar, 40 machen.
Ich habe leider Pech oder spiele eine Hand schlecht und mein Stack ist wieder auf 10 Dollar geschrumpft.
Nun wird mir klar, dass ich 20 gewonnene Dollar verloren habe.
Das tut mir dann doch weh.
Sowas ist bei SNG´s nicht möglich.
Womit ich persönlich auch ein Problem habe ist, wenn ich nen gesamten Stack verliere.
10 Dollar eingekauft, läuft schlecht und aus den 10 Dollar werden 0 Dollar.
Beim SNG ist es mir klar, dass ich nicht jedes Mal ITM komme und deshalb macht es mir nichts aus 11 Dollar (10+1) zu verlieren.
Beim Cashgame ist mir das allerdings nicht bewusst.
Wie gesagt, ich bin auch kein Cashgame-Spieler.

Das waren jetzt 2 psychologische Unterschiede.
Wie es mit der Gewinnrate beim Cash aussieht kann ich nicht sagen, da ich fast kein Cashgame spiele.
Würde das aber gerne mal mit SNG´s vergleichen.
Vielleicht kann man ja dann sehen, was profitabler ist.
Cashgame oder SNG´s.

Ich freue mich mit euch diese und eure Unterschiede zu diskutieren und hoffe auf reichlich Beiträge.

Viele Grüße

Pokernobbi