Theoretischen Grundlagen von Backdoordraws

  • 5 Antworten
    • storge
      storge
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2005 Beiträge: 22.519
      Möchte einfach mal den Artikel und kombis Arbeit loben! Absolute Spitze! :)
    • Alexmf
      Alexmf
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 2.854
      Sicher nicht der Artikel der einen um 0,5BB/100 nach vorn bringen wird, aber mathematisch und didaktisch sehr gut und exakt gemacht. Und theoretische Grundlagen und Gewissheit auch in dieser sicherlich nicht zentralen Thematik des Pokerns schaden nie :)
      Gerade die genaue Kalkulation, wie viel die Backdoors denn nun wert sind unter den jeweiligen Annahmen finde ich doch hilfreich und praxisrelevant
    • tinobi
      tinobi
      Black
      Dabei seit: 16.07.2007 Beiträge: 1.284
      Eine Frage sei mir gestattet:

      Warum haben wir bei rund 4% Equity mit einem BDFD (bis max) 2 Outs?

      Die Rechnung mit Pges ist mir schon klar aber 1 Out am Flop entspricht doch (rund) 4% Equity (es gibt doch die 2/4 Formel zur schnellen berechnung am Tisch) - so hat man mit 9 Outs am Flop (z.B. NFD) rund 36% Equity also sollten 4% Equity im Umkehrschluss doch auch 1nem Out entsprechen?

      Sollte ein BDFD dann nicht ein Out haben?

      Wo liegt hier mein Denkfehler?
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Die gleiche Frage hatte auch schon HariRadovan in den Comments.

      Mal angenommen du hast einen 1-Outer am Flop und bekommst Pot Odds von 30:1. Kannst du dann profitabel callen?

      Nein, kannst du nicht. Du hast zwar 4% Equity und könntest denken dir reichen Pot Odds von 23:1, aber solange keine all-in Situation vorliegt, wirst du die Riverkarte unimproved nicht sehen. Wenn der Gegner am Turn bettet, musst du folden und siehst daher in der Regel nur eine Street und nicht zwei. Deine 4% EQ nützen dir also nur zur Hälfte etwas und du wirst den Pot nur zu 2% gewinnen. Deswegen brauchst du am Flop Pot Odds von 46:1.

      Ein 1-Outer entspricht also effektiv nur 2% EQ. Bei einem Backdoordraw hast du aber den Vorteil, dass du bis zum River drawen kannst, weil deine Hand am Turn stark genug wird um zu callen. Du siehst hier also beide Streets und deine 4% EQ sind auch effektiv 4% wert. Du musst anders als beim gewöhnlichen Draw nie Equity aufgeben! Daher ist der BDDraw im best case das Doppelte nämlich 2 Outs wert. Jetzt muss man nur noch das durchschnittliche Turninvestment berücksichtigen, welches die Outs etwas nach unten drückt (damit beschäftigt sich der Hauptteil des Artikels).

      Mit anderen Worten: Es kommt darauf an in welche Spalte der Odds und Outs Tabelle du schaust: Nimmst du die Spalte Flop->River steht bei Pot Odds von 22:1 ein Out. Nimmst du dagegen die Spalte Flop->Turn, stehen bei Pot Odds von 22:1 zwei Outs. :)

      Frage geklärt?
    • tinobi
      tinobi
      Black
      Dabei seit: 16.07.2007 Beiträge: 1.284
      Okay...danke schon mal für die schnelle antwort...werds mir gleich nochmal anschauen.


      gruzz