starting hands

    • peppard
      peppard
      Bronze
      Dabei seit: 01.05.2005 Beiträge: 379
      Als Mathematiker und Statistiker leide ich unter der Berufskrankheit, immer Alles ganz genau wissen zu wollen.

      Also: Wie genau ist die Starting-Hand-Tafel entstanden?
      ("Essenz aus über 20 Hold'em Büchern, zahlreichen Datenbanken und jeder Menge Erfahrung.")

      Das Ziel ist es ja die Pockets auszuwählen, die möglichst schon von vornherin einen +EV bringen. Sind dies nun Erfahrungswerte aus den Aufzeichnungen (hand histories, =Datenbanken?) vieler Spieler (welcher eigentlich?) oder wurde die Performance jeder Pocket mal simuliert?

      Ich bin z.B. auf die University of Alberta Computer Poker Research Group gestoßen, wo es einige hundert MB mit Simulationsdaten zum Download gibt.

      Warum wurde z.B. bei strittigen Fällen wie 22 early oder Q2s late so entschieden? Ich würde diese eigentlich immer wegwerfen, aber dafür A9, A8, A7 in late spielen.

      Und erstmal mein Kompliment für diese Initiative, das Wissen um Texas Holdem zu teilen, und danke für die $5. :)
  • 6 Antworten
    • GotD
      GotD
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2005 Beiträge: 881
      Wenn du gern selbst herumexperimentierst, lade die mal pokerstove herunter, damit kannst du jede Situation selbst durchsimulieren, mir hat das bei dem Verständnis für bestimmte Hände sehr geholfen.
    • betout
      betout
      Black
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 2.478
      Also gut, du wolltest es nicht anders:

      http://www.pokerstrategy.org.uk/wbb/thread.php?threadid=3979

      Hier steht so einiges zu dem Thema drin, du kannst es dir ja Interessehalber schon mal durchlesen. Aber danach solltest du wenn du grade mit Pokern anfängst tatsächlich ersmal wieder zum "normalen" chart zurückkehren und die Grundlagen lernen.

      Das normale starting-hand chart ist nach dieser Theorie schätzungsweise zu 90-95% richtig.
    • peppard
      peppard
      Bronze
      Dabei seit: 01.05.2005 Beiträge: 379
      Danke für die Links, sie helfen mir Einiges klarer zu sehen.

      Und - ebenfalls Berufskrankheit - hasse ich auswendig lernen, sondern will es mir gerne herleiten können. Jetzt kann ich ja erstmal mit Pokerstove spielen :)

      Und klar bleibe ich erstmal bei der Standard-Tabelle. Auf den Mikro-Levels wäre es teilweise - wenn man nicht gerade mit 5 Deutschen am Tisch sitzt - sowieso zuviel, hinter jedem Raise eine Bedeutung zu suchen.

      (Nur nebenbei: Wenn man gerade mit 5 anderen PS.de-Spielern am Tisch sitzt, wäre es eigentlich spieltheoretisch günstig, ein bisschen von der Tabelle abzuweichen. Manche machen das ja auch ... ;) )
    • betout
      betout
      Black
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 2.478
      Original von peppard
      Danke für die Links, sie helfen mir Einiges klarer zu sehen.

      Und - ebenfalls Berufskrankheit - hasse ich auswendig lernen, sondern will es mir gerne herleiten können. Jetzt kann ich ja erstmal mit Pokerstove spielen :)
      Naja mit Pokerstove kannst du praktisch nicht spielen, das dauert viel zu lange / ist viel zu umständlich jedesmal alles einzugeben, grade wenn man meherere Tische spielt. Grundsätzlich muss man ein Gefühl für die Equities entwickeln, wie glaub ich auch in dem oben gelinkten Thread irgendwo steht.



      (Nur nebenbei: Wenn man gerade mit 5 anderen PS.de-Spielern am Tisch sitzt, wäre es eigentlich spieltheoretisch günstig, ein bisschen von der Tabelle abzuweichen. Manche machen das ja auch ... Augenzwinkern )


      Ja, das ist wohl korrekt.
    • peppard
      peppard
      Bronze
      Dabei seit: 01.05.2005 Beiträge: 379
      Klar, ich meinte auch nicht Pokerstove während einer Session einzusetzen, sondern ein paar Situationen oder Beispielhände zu simulieren (=spielen).
    • Zocker007
      Zocker007
      Global
      Dabei seit: 20.04.2005 Beiträge: 1.776
      Original von peppard
      Danke für die Links, sie helfen mir Einiges klarer zu sehen.

      Und - ebenfalls Berufskrankheit - hasse ich auswendig lernen, sondern will es mir gerne herleiten können. Jetzt kann ich ja erstmal mit Pokerstove spielen :)

      Und klar bleibe ich erstmal bei der Standard-Tabelle. Auf den Mikro-Levels wäre es teilweise - wenn man nicht gerade mit 5 Deutschen am Tisch sitzt - sowieso zuviel, hinter jedem Raise eine Bedeutung zu suchen.

      (Nur nebenbei: Wenn man gerade mit 5 anderen PS.de-Spielern am Tisch sitzt, wäre es eigentlich spieltheoretisch günstig, ein bisschen von der Tabelle abzuweichen. Manche machen das ja auch ... ;) )
      Ja, wer das PostFlop-Spiel (weil bei Anfängern ist dort die Fehlerrate extrem) begriffen hat, kann so spielen - aber Deine Aussage mit den fünf Deutschen am Tisch trifft nicht zu (wenn ich isoliert gegen eine gute Starthand spielen muß, muß ich erst mal auf den Flop und die Unvorsichtigkeit der Gegner hoffen, eventuell mehr bluffen, beides sehr zweischneidige Angelegenheiten). Ich wollte Pokerstars so schnell wie möglich verlassen und habe deshalb bewußt Loose-Aggressiv gespielt. Ich habe dazu auch nur etwa 40 Stunden (über eine Woche verteilt) benötigt - nach einer halben Stunde waren stets fast alle Gegner am Tisch völlig verwirrt, nach zwei Stunden brachte es aber kaum noch etwas, da hatten sie sich auf diese Spielweise eingestellt und wurden PostFlop vorsichtiger. dann funktioniert diese Strategie nicht mehr, denn Du mußt ja den negativen Pre-Flop-Erwartungswert durch gegnerische PostFlop (und weiter) Fehler mindestens ausgleichen.

      Fazit: Ein ständiges Anwenden dieser Strategie funktioniert im Mikrolimit bei häufigen Tischwechsel, auf höheren Leveln allerdings kaum, weil man befürchten muß, schon vor der ersten Hand durch Pokertracker indentifiziert zu werden.

      ßbrigens, ich spiele bisher immer an einen Tisch, weil ich glaube, daß man so Feinheiten an gegnerischen Spielweisen besser mitbekommt, als wenn man nur alle fünf Minuten mal vorbeischaut, um eine gute Starthand durchzuprügeln.