Quiz im WLLH

    • petronius
      petronius
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2005 Beiträge: 280
      Ich hätte da eine Frage zum ersten Quiz im WLLH auf Seite 41, Frage 11.
      Ich habe das Buch gerade zum zweiten Mal gelesen und bin in der Musterlösung ein bisschen über eine Argumentation gestolpert.

      Es geht darum:
      Ich habe ein Set getroffen, auf dem Board liegt aber ein OESD vor dem River (Im Beispiel: Ich halte 88, Board: 6-7-8-9). Ich bin überzeugt, der Gegner hat die Straße und überlege, ob ich die Outs für das Full House oder die Quads habe um die Gegnerbet zu callen (incl. implied odds falls ich sicher bin, dass der Gegner den River callt, wenn ich treffe). So weit so gut.

      Nun argumentiert Jones aber weiter, dass ich so nur rechnen darf, wenn ich sicher folde, falls ich am River nicht treffe. Falls ich am River auch noch calle, müssen meine Odds sehr viel besser sein (um sowohl den Turn-, als auch den Rivercall abzudecken).
      Hier kann ich nicht ganz folgen. Entweder, ich bin mir sicher, dass er die Straße hat. Dann ist der Rivercall eh sinnlos.
      Oder aber ich traue ihm mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einen Bluff zu. Warum muss ich dann zur Berechnung der Odds vollständig den Turn- und Rivercall berücksichtigen? Meiner Meinung nach muss ich die Wahrscheinlichkeit, mit der ich nach Reads mit einem Bluff rechne, eher gegen die Odds aufrechnen. Ich kann mir ja kaum absolut sicher sein, dass er die Strasse hat und trotzdem mit meinem unimproved Set den River callen.

      So wie Jones das erklärt ist dass m.E. ein wenig inkonsequent. Meinungen? Wie würdet ihr da eure Outs berechnen?
  • 6 Antworten
    • Lulli
      Lulli
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2005 Beiträge: 355
      Hi,

      lass mal den genauen Wortlaut der Arguemntation rueberkommen. (Hab das Buch gerade nicht, aeeh, griffbereit ;-)

      Gruesse!
      Lulli
    • weyoun
      weyoun
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 2.540
      mmh auf seite 41 find ich da kein quiz,,
      aber das buch ist schon an der einen oder anderen stelle etwas zu weak, und man kann natürlich nicht zu 100% sagen das gegner nen straight hat (underset overpair 2pair nen draw alles möglich), da machste mit nem set fast nie nen fold am river und in nem headsup sowieso nie,,,
      also folde dein set am besten nicht ;)
    • ciRith
      ciRith
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 18.556
      auflage 3 hat da fragen

      Hier die Frage:

      11)
      Suppose you believe that your opponent will check and call your $6 bet if you do make a full house. Then how much money should be in the pot for you to call, trying to make a full house or quads?
      Hier die Antwort:

      If you are persuaded your opponent will call your $6 bet on the river, that is an extra $6 you plan to win should you improve. You are still a 3.5:1 dog, so you still need $21 total to justify your call. Subtracting the extra $6 you plan to win, the pot had to contain $15 for you to call on the turn. Note: All these calculations were done assuming you would throw away your trips on the river if you didn't improve. If you were planning to call a bet if you didn't make your full house, then you are effectively calling $12 ($6 on the turn and $6 on the river). Now the pot has to be offering you better odds to call on the turn.
    • petronius
      petronius
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2005 Beiträge: 280
      Gut, irgendwie ist die Fragestellung ja eh schon Blödsinn. Wenn ich am Turn schon HeadsUp bin, ist mein Set ja schon ein Monster, selbst wenn mit dem Turn der OESD auf das Board kam. Da calle ich ja immer down (im passivsten Fall).

      Nun ja, wollte nur mal wissen, ob ihr in so einem Fall noch mit irgendwelchen Outs hantiert, oder der Weg zum Showdown ohnehin geebnet ist.
    • jjacky
      jjacky
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 1.305
      Original von ciRith
      auflage 3 hat da fragen

      Hier die Frage:

      11)
      Suppose you believe that your opponent will check and call your $6 bet if you do make a full house. Then how much money should be in the pot for you to call, trying to make a full house or quads?
      Hier die Antwort:

      If you are persuaded your opponent will call your $6 bet on the river, that is an extra $6 you plan to win should you improve. You are still a 3.5:1 dog, so you still need $21 total to justify your call. Subtracting the extra $6 you plan to win, the pot had to contain $15 for you to call on the turn. Note: All these calculations were done assuming you would throw away your trips on the river if you didn't improve. If you were planning to call a bet if you didn't make your full house, then you are effectively calling $12 ($6 on the turn and $6 on the river). Now the pot has to be offering you better odds to call on the turn.
      lee jones hat ein recht gutes anfängerbuch geschrieben. leider ist er selber kein guter pokerspieler und bekommt deswegen öfter mal etwas durcheinander.

      wie du schon erkannt hast ist diese passage fehlerhaft.

      wenn man am turn ausreichende odds bekommt um die klaren outs zu callen die man hat, ist dieser call auf jeden fall richtig.
      ob man am river dann trotzdem callt, auch wenn man kein full house gemacht hat, hängt von der wahrscheinilchkeit ab, in der situation die beste hand zu haben und den neuen potodds.

      das konzept, welches er hier fehlerhafterweise angewendet hat, nennt sich "reversed implied odds" und wird in small stakes hold'em ausführlich (und korrekt) behandelt.
    • petronius
      petronius
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2005 Beiträge: 280
      Original von jjacky

      das konzept, welches er hier fehlerhafterweise angewendet hat, nennt sich "reversed implied odds" und wird in small stakes hold'em ausführlich (und korrekt) behandelt.
      Hab ich noch nicht gelesen, steht aber auf meiner Liste ;)