exploitable play

    • sebmanx
      sebmanx
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2008 Beiträge: 1.088
      Letztens wurde in einer Handbewertung von einem Bewerter empfohlen, gegen Fische exploitable zu spielen...dabei ging der Tenor so in die Richtung..."fish ist dumm und merkt eh nciht anpassung von betsizes nach Handstärke usw."...

      Seit dem Frage ich mich intensiv, ob ich dem zustimmen kann. Zum einen ist die Arroganz jedweden Gegner der nicht ordentlch tight spielt direkt als Fish ab zu tun sehr verbreitet. Ich kenne allerdings auch genug Gegner auf den Micros, die aus langeweile zu vile starting Hands spielen, aber postflop sicherlich nciht die schlechtesten sind(für das limit versteht sich).
      Desweiteren wage ich zu bezweifeln dass ich mir, um meine winrate zu erhöhen, einen unsauberen Stil angewöhnen sollte. Sicherlich habe ich auch schon drei Streets for value gepottet mit TPTK gegen monster calling-sations, aber man sollte schon einen extrem guten read auf die Luete haben um sowas zu machen. Aber zurück zum Thema...Wenn ich mir jetzt angewöhne exploitable zu spielen, dann übe ich mcih nciht im unexploitable play. HasuFly(ich glaube so heißt der den ich meine) hat mal in einem Interview für die Seite gesagt, dass BR nicht wichtig ist...Skill sei wiet mehr Wert. Ich stimme ihm zu großen Teilen zu, was mich unter anderem zu diesem Thread bewegt.

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  • 6 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich habe gesagt, dass du gegen SCHLECHTE Spieler die sich nicht adapten exploitable spielen kannst (nicht musst).

      Überleg dir mal die Mathematik hinter ner cbet z.B.. Board ist A52hh. Wir cbetten hier als pure Bluff und um einen direkten Erfolg aus der Cbet zu bringen brauchst du

      i) bei ner Potsizebet: 50% seiner Range muss folden

      ii) bei ner 3/4 Potsizebet: ~40% seiner Range muss folden

      iii) bei ner 1/2 Potsizebet: 33% seiner Range muss folden


      Dein Ziel mit der Cbet ist meist den Gegner einfach direkt zum folden bekommen. Bei einem Gegner der nicht drauf achtet was du da machst erreichst du das selbe Ziel mit ner 1/2 PSB wie mit ner PSB, aber dein EV steigt. (entweder folded er seine Hand oder er called mit seinem Pair was er auch bei ner größeren Bet machen würde).

      Wenn du natürlich merkst, dass ein Gegner sich daran adaptiert, dann musst du zusehen, dass du es änderst. Aber solange das nicht der Fall ist gibts meiner Meinung nach nicht den geringsten Grund gegen Fische unexploitable zu spielen und Betsizes, Ranges und so weiter zu balancen.
    • SleepyCat06
      SleepyCat06
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 2.137
      Ich habe in der Handbewertung auch schon was zu dem Thema geschrieben. Darauf bezieht sich Sebmanx wohl hier. "fish ist dumm und merkt eh nciht anpassung von betsizes nach Handstärke usw."...-> ist von mir :D

      Für mich ist ein Fish ein schlechter Spieler.
      Aber, niemals darf man den Fehler machen einen Spieler, der nicht unseren Vorstellungen von zB. tightem Spiel entspricht, als Fish einzuordnen. Das geht meist daneben, da dieser Spieler evtl. über gute postflop skills verfügt, die ihm ein looseres preflop Spiel ermöglichen.

      Woran erkenne ich aber den schlechten Spieler? Er callt PF mit zu vielen Händen, raist viel zu wenig, foldet fast nie auf eine c-bet, achtet nicht auf betsizes, geht mit wertlosen Händen viel zu weit, oft bis zum SD und passt sich nicht an das Spiel der Gegner an. Genau an diese Spielweise passt man sich nun selbst an, indem man eben zB. auf die c-bet, die ja ein bluff ist verzichtet. Man adeptet an diesen Gegner. Das hat aber gar nichts mit Arroganz zu tun. Arroganz bedeutet ja im weitesten Sinn, jemand nicht für "Voll" zu nehmen. Wir machen eigentlich genau das Gegenteil, indem wir das Spiel des Gegners (der in diesem Fall ein Fish ist) analysieren und seine Fehler exploiten.
      Das bedeutet, indem wir exploitable spielen, exploiten wir den Gegner.
      Einen Gegner zu exploiten, ist aber kein "unsauberer Spielstil"!
    • ScHnibL0r
      ScHnibL0r
      Black
      Dabei seit: 29.01.2005 Beiträge: 3.593
      du musst dir selbst bis nl5k eigtl. noch gar keine gedanken über das optimal play( in nl sind ALLE noch weit davon entfernt) machen, da sowieso jeder , selbst phil ivey exploitable spielt!!
      Also versuche einfach das , was in deinen Augen in der jeweiligen Situation den größten EV longterm hat zu machen.
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.817
      Beim Pokern gewinnst du das Geld nicht gegen gute sondern gegen schlechte Spieler. Deshalb ist es ziemlich egal wenn du gegen gute Spieler nicht ganz optimal im Pokertheoretischen Sinn spielst da diese Spieler sowieso nicht deine Targets sind.
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Du musst einfach den Gegnern einen Schritt voraus zu sein - an den niedrigen Limits reicht es wenn die Gegner ungefähr auf eine Hand setzst ... weil sie sowieso nur ihre eigene Hand spielen und nicht drauf achten was DU machst oder was DU repräsentierst ;)
    • aven
      aven
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2007 Beiträge: 547
      naja ich habe letztens hu, grauenhafter day übrigens, gegen eine superaggro kerl gespielt.

      der war einfach super exploitable, gute hände, 3rd nuts etc. , tptk nicht, bettet er halt pot/overbet. selbst wenn man wusste er hat was gutes, warum soll meins nicht besser sein etc?

      was ich sagen will: oft bezahlt man selbst als "guter" tag exploitable spieler auch aus.