Wahrscheinlichkeit einen Set am Flop zu treffen?!

    • Tjoma
      Tjoma
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 849
      Also ich habe eine generelle Frage zum Thema "Spielen auf Setvalue"

      So wie ich es mitbekommen habe trifft man in jedem 7ten Fall seine 2 Outs zum Set?! D.h. also man müsste generell ohne die Implied Odds zu berücksichtigen Potodds von 6:1 bekommen um einen "Break-Even-Call" machen zu können?! Da wir ja in 6 Fällen das Set nicht hitten und im 7ten dann treffen?!
      Stimmt alles soweit?!

      Nun sagen wir aber mal ich habe Potodds von 3:1 auf eine Bet vor mir.
      D.h. als theoretisch müsste ich das 3fache an dem Betrag den ich callen muss an Implied Odds Postflop rausholen um Break-Even zu sein?!
      Habe ich das richtig schlussfolgert?!

      Wäre über etw. ausführlichere Antworten dankbar.
  • 5 Antworten
    • diego666
      diego666
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 17.292
      1:7 d.h. jedes 8. Mal
    • Bobbs
      Bobbs
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2006 Beiträge: 4.264
      Du triffst dein Set, wenn (mindestens) eines deiner zwei Outs eine der drei Flopkarten ist. Die Wahrscheinlichkeit berechnet sich nun als Gegenereignis zu
      "Ich treffe meine 2 Outs nicht bei Karte 1, 2 und 3".
      Also:
      P(Set) = 1- (48/50)*(47/49)*(46/48) = 1 - 0.96*0.959*0.958 ~ 0.12
      Das sind ungefähr benötigte Odds von 1:7 (-> EQ ist 1/(7+1) ~ 0.125 )
      Also benötigst du Odds von 1 zu 7 statt den von dir vermuteten Odds von 1 zu 6 für einen Breakevencall.
      Bezüglich implied Odds hilft sicher ein Beispiel.

      Nach deinem Limp wird geraised und du musst t100 für einen Pot von t300 zahlen. Um implied Odds von 6:1 zu erhalten, müsstest du nach dem Treffen deines Sets durchschnittlich noch t300 gewinnen um den Call breakeven zu machen. Hier spielt nun natürlich die vermutete Handstärke von Villain eine große Rolle. Je tighter seine Range ist, desto höher werden deine implied Odds sein, falls du dein Set triffst.

      Ich hoffe, dass das ausführlich genug war.
      Mfg,
      Bobbs
    • Tjoma
      Tjoma
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 849
      Original von Bobbs
      Du triffst dein Set, wenn (mindestens) eines deiner zwei Outs eine der drei Flopkarten ist. Die Wahrscheinlichkeit berechnet sich nun als Gegenereignis zu
      "Ich treffe meine 2 Outs nicht bei Karte 1, 2 und 3".
      Also:
      P(Set) = 1- (48/50)*(47/49)*(46/48) = 1 - 0.96*0.959*0.958 ~ 0.12
      Das sind ungefähr benötigte Odds von 1:7 (-> EQ ist 1/(7+1) ~ 0.125 )
      Also benötigst du Odds von 1 zu 7 statt den von dir vermuteten Odds von 1 zu 6 für einen Breakevencall.
      Bezüglich implied Odds hilft sicher ein Beispiel.

      Nach deinem Limp wird geraised und du musst t100 für einen Pot von t300 zahlen. Um implied Odds von 6:1 zu erhalten, müsstest du nach dem Treffen deines Sets durchschnittlich noch t300 gewinnen um den Call breakeven zu machen. Hier spielt nun natürlich die vermutete Handstärke von Villain eine große Rolle. Je tighter seine Range ist, desto höher werden deine implied Odds sein, falls du dein Set triffst.

      Ich hoffe, dass das ausführlich genug war.
      Mfg,
      Bobbs
      Vielen Dank erstmal.
      Noch eine Frage zur Verstädlichkeit. Du brauchst also Potodds von 7:1 für einen Break-Even-Call. (siehe deine Rechnung)
      Im Beispiel sprichst du dann aber auf einmal von Implied Odds von 6:1 ?!
      Müsste es nicht 7:1 dann heißen. Also müsste ich doch t400 am Flop rausholen um Break-Even zu sein?!
    • Bobbs
      Bobbs
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2006 Beiträge: 4.264
      Ja klar, da hast du Recht! Ich habe mich wohl zu genau an deine Angaben gehalten. :)
    • Tjoma
      Tjoma
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 849
      ok thanx ;-)