Welche Hände 3-betten?? (SH)

    • VTechMS
      VTechMS
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2006 Beiträge: 1.492
      Mit welchen Händen ist es Sinnvoll, einen loosen Spieler zu 3-betten?

      Die kleinen PP’s müssen auf eine 4-bet meistens gemuckt werden u. man möchte mit kleinen PP’s multiway den Flop sehen, bei vielen Spielern wird die Chance umso größer, dass einer unser evtl. geflopptes Set ausbezahlt.

      AT+, KQ+ können gegen eine 4-bet normal auch nicht weiter gespielt werden, dominieren aber oft die Top- u. Midpairs, welche unsere Gegner treffen kann. Daher steckt mehr Value im Flat-Callen Preflop u. Cbet + evtl. weiter Bets von dominierten Hände zu kassieren. Natürlich sind wir manchmal auch dominiert aber unter Strich ist Flat-Call+Slowplay hier > 3-bet/f; denk ich zumindest.

      SC u. One-Gapper haben eine gute Playability u. freuen sich auch über einen Multiway-Pot.

      Dann bleibt zum 3-betten nur noch Air, kleine Ax, Kx Hände, zum Balancen SC, PP’s, hohe Asse u. for value 3bet/shove je nach Gegner AQ, QQ+.

      Also 3-bette ich loose Gegner meistens mit „Müll“(Bluff), mit Händen die keine gute Playability haben u. welche falls ein Tp o. Midpar getroffen wird, meistens vom Gegner dominiert werden?
  • 6 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich hab meine Ranges da polarisiert. Ich 3 bette absoluten Müll, Connectors und Monster. (Unter Monster fällt je nach Gegner auch ne Hand wie KQ und AT)

      Bei den Pocketpairs ist es so ne Sache der Implied Odds. Wenn du einen guten Gegner hast und z.b. OOP nicht die super Souldread Lines auspacken kannst, dann ist es z.b. -EV gegen einen BTN OR 22 auf Setvalue im SB zu callen. In dem Fall ist es lohneswerter 22 in einen Bluff zu verwandeln, weil 22 im RR Pot ne tolle Playabilty hat sollte der Gegner uns doch callen.

      Bei Broadways und so mittelstarke Händen mach ich es sehr stark vom Gameflow abhängig und wie ich meinen Gegner einschätze. Kommt schon vor, dass ich auch mal A9, AT, QJ, KJ etc. 3 bette, aber meistens geschieht das wenn ich Position auf den Openraiser habe, weil ich so den Pot Postflop in Kontrolle habe.

      Auf aggressiveren Limits 3 bette ich auch ganz gerne mit kleinen Asse IP, weil dort Hände wie AK meistens 4 betten/shoven und wir so auch bei nem getroffenen Ass nicht in absolute Panik verfallen müssen.
    • KanonenBerra
      KanonenBerra
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 701
      Original von Ghostmaster
      Bei den Pocketpairs ist es so ne Sache der Implied Odds. Wenn du einen guten Gegner hast und z.b. OOP nicht die super Souldread Lines auspacken kannst, dann ist es z.b. -EV gegen einen BTN OR 22 auf Setvalue im SB zu callen. In dem Fall ist es lohneswerter 22 in einen Bluff zu verwandeln, weil 22 im RR Pot ne tolle Playabilty hat sollte der Gegner uns doch callen.
      Mit Playability meinst du in dem Fall, dass du entweder ein Set hast oder wenn deine conti gecallt wird normalerweise aufgeben musst, richtig ;) ?
    • Gamma85
      Gamma85
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2007 Beiträge: 1.483
      Ich denke das Ghostmaster da schon ganz gut liegt.

      Vtech, was die kleinen PPs angeht... ich denke, dass der Gegner schon einiges weglegen muss, wenn du ihn 3-bettest.

      Rechne es dir doch einfach aus, ob es sich bei kleinen PPs lohnt.

      bei 3-bet fold: Gewinn in %
      bei 3-bet call: a) Gewinn durch Contibet in %
      b) Set
      bet 3-bet -> 4bet/shove musst du folden.

      An Hand von diesen Sachen kannst du dir ausrechnen, wie hoch dein EV bei einer 3bet ist.

      Was für ein Gegner ist es, wie oft 4bettet/shoved er? Wie oft legt er die Hände auf 3bets weg, mit welcher Range spielt er weiter.... etc. etc.

      Ich denke, dass man das schwer pauschalisieren kann und du es vom Gegner abhängig machen solltest, mit welchen Händen du 3bettest...
    • praios
      praios
      Black
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 7.355
      monster und spekulative hände...

      kommt halt auch darauf an wie die tendenzen deines gegeners sind . gegen manche nits kann man wohl any2 profitabel 3betten.
    • jackoneill
      jackoneill
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 2.480
      Ich denke das ist schwer so pauschal zu sagen welche Haende mal 3-bettet, da es ja auch stark auf die Gegner ankommt. Bevor ich 3-bette ueberlege ich mir immer, wie mein Gegner und die Leute hinter mir wohl darauf reagieren.

      Gegen Gegner, die ueberwiegend openraise / call spielen kann man z.B. wesentlich profitabler 3-betten als gegen gute TAGs, die auf eine 3-Bet entweder 4-betten oder folden. Ich selbst calle z.B. so gut wie keine 3-Bet oop, es sei denn ich habe besodere Reads gegen meinen Gegner - und habe meine Lines balanced genug um auf mal 4-Bet / Fold zu spielen.

      Ein weiterer Punkt sind die Leute hinter einem - bei besonders squeeze-freudigen Blinds ist es z.B. oft nicht profitabel mit irgendwelchen PP's nur auf Set-Value zu callen weil man halt zu oft keinen Flop sieht.

      Man muss nicht unbedingt entweder 3-betten oder folden - mit SC's coldcalle ich z.B. auch recht gerne und 4-bette dann ueber einen Squeeze - das muss man natuerlich ausreichend mit Monstern balancen damit es funktioniert.

      Jack
    • igel2006
      igel2006
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2006 Beiträge: 3.255
      Hab mal ne BE-Stelle (grob!) ausgerechnet. Ab ca. 72% FoldTo3Bet lohnt sich eine 3Bet mit anytwo. Bringt der Wert dann was? Wenn ja, wie viele Hände sollte ich mindestens vom Gegner haben?

      Mal angenommen, ich 3bette nen Reg mit meinem AJs und treffe TopPair. Broke gehen am Flop oder bei zu viel Action das AK abuakufen?

      Generell ist meine Spielweise/mein Fazit auch, dass ich IP und gegen Nits gerne mal 3bette (zumindest versuche ich es mir anzugewöhnen).