Strategie allgemein

    • Feoh
      Feoh
      Bronze
      Dabei seit: 25.07.2008 Beiträge: 7
      Hello,

      also folgendes ich spiele schon eine weile poker aber mehr so " like a Fish ", will jetzt aber mit dem Strategiespiel anfangen und hab mich bei Ps angemeldet jatzt gibt es ja aber verschiedene Strats.
      Kann mir jemand sagen mit was man am besten anfängt Fl, Nl, SnG,
      oder sollte man alle mal versuchen und das welches einem am besten liegt spielen oder sollte man sowiso alle nach und nach können usw.
      Ist es eigentlich am besten wenn man auch vorhat Live zu spielen mit SnG anzufangen.
      Könnte ihr mir bitte helfen oder euren wertegang mitteilen oder so.

      Gruß Feoh
  • 3 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Hi,

      ich habe mit Fixed Limit Holdem angefangen und empfehle es auch jedem Anfänger. FL Holdem ist zwar nicht mehr so populär wie NL Holdem, aber FL Holdem ist ein Postflopspiel und Anfänger werden für ihre Fehler (die sie garantiert machen, denn niemand wird als guter Pokerspieler geboren ausser Phil Ivey) nicht sonderlich hart bestraft.
      Du lernst bei Fixed Limit extrem viele wichtige Konzepte über Poker, die später in deinem Werdegang immer wieder gebrauchen wirst.

      Pokerstrategy bietet mittlerweile zwar auch sehr guten Einsteigerstrategie für SNG und NL an, aber die FL Strategie ist sehr weit fortgeschritten und bietet Einsteigern einen effizienten Einstieg in die Pokerwelt an.

      Wovon ich persönlich abrate ist die Shortstackstrategie für NL. Viele Spieler fangen hier mit dieser Strategie an und gewöhnen sich leider aufgrund der sehr statischen und "idiotensicheren" Spielweisen das Denken ab und haben es oft nicht so einfach später auf "richtiges" Poker zu wechseln.

      Im Endeffekt solltest du aber das spielen was dir am meisten Spaß bereitet.
    • TimTolle
      TimTolle
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2006 Beiträge: 1.160
      also man muss keinesfalls alle varianten beherrschen. im gegenteil, es kann von vorteil sein, sich in einer disziplin zu spezialisieren.

      es gibt unterschiedliche konzepte in den versch. spielvarianten. diese alle perfekt zu beherrschen ist nicht nötig. spielt jemand nur FL, braucht er z.b. keine kenntnisse über ICM, implied odds sind für NL wichtiger als für FL, usw.

      für anfänger würde ich auch FL empfehlen. es geht immer nur um kleine bets, nicht um stacks und fehler sind dadurch kleiner.

      letztendlich kommt es aber auch darauf an, was du willst. wenn du wöchentlich in live-turnieren spielen willst, solltest du dir auch content für MTT/SNG anschauen. wenn du das nur freunden zum spaß machst, rückt das wieder in der hintergrund.

      wenn du spielen willst, um irgendwann damit monatlich etwas geld dazuzuverdienen, bietet sich an, mit einer spielvariante erstmal eine BR aufzubauen. dann kannst du davon später einen teil abzweigen und mit dieser neuen BR eine andere variante probieren. danach kannst du entscheiden, was dir a) mehr gefällt und wo du b) natürlich ne höhere winrate hast.

      gleich zu beginn alles lesen und anwenden zu wollen ist gefährlich. man wird leicht mit infos, konzepten, beispielhänden zugeschüttet, ist aber als anfänger nicht in der lage, für entsprechende situationen die wichtigen info herauszufilten.

      die einsteigerartikel für FL sind sehr gut, mittlerweile auch die SNG-sektion.

      Shortstack halte ich persönlich bestenfalls für geeignet, einen bonus freizuspielen. als anfänger bekommt man ne strategie, die auf einen bierdeckel passt, aber viele konzepte und ideen fehlen dort (zwangsläufig).

      Die bigstack artikel (ab bronze) reichen aus, um auf den kleinen limits NL5/NL10 gut zu bestehen.
    • Gorith
      Gorith
      Bronze
      Dabei seit: 20.04.2007 Beiträge: 740
      Ich rate ebenfall von Short-Stack Strategie ab. Man kann damit zwar gutes Geld machen, aber es gibt zwei Gefahren:

      1.) Es wird leicht langweilig, weil einem alle schwierigen Entscheidungen von der Strategie abgenommen werden. Und man langweilt sich eventuell, weil man SEHR wenige Hände spielt. Als Gegenmittel gegen Langweile wird oft das Multitabling empfohlen. Davon rate ich DRINGEND ab! Bei NLHE lernt man am Tisch genau so viel, wenn man das Spiel der Gegener beobachtet wie wenn man selber in einer Hand beteiligt ist. Wenn auf 6 Tischen ständig irgendwas zu tun ist bin ich zwar scheinbar gut unterhalten, aber ich kann keine Hände beobachten, bei denen ich nicht mitspiele. Handreading Skills sind das Brot und die Butter des NLHE-Spielers.

      2.) Man lernt nie Manövrieren. Alle Entscheidungen bei der SSS werden vor oder auf dem Flop getroffen. Aber gerade das Spiel auf Turn und River ist mitunter sehr schwierig. Was auch bedeutet, dass viele Gegner das nicht so gut beherrschen. Wenn man von Anfang an gewöhnt ist bis zum Schluss einer Hand Entscheidungen treffen zu müssen lernt man auch für die schwierigen Situationen ein Gefühl zu entwickeln.

      Mein Rat: Limit Hold'Em ist für den Einsteiger sicher am besten Geeignet. Amn muss bei der Sache sein, kann verhältnismäßig viele Hände spielen und man lern die grundlegendsten mathematischen Berechnungen schnell im Kopf durchzuführen. Gegen die Big-Stack-Strategie spricht, dass bei dieser Variante fehler am härtesten bestraft werden... nämlich unter Umständen mit dem ganzen Buy-In. Gegen SnGs spricht, dass man eine ordentliche Bankroll und starke Nervenm braucht, um SnG zu spielen. Dies ist die Variante mit der höchsten varianz und unter 5$ Buy-In sind meist die Spielgebühren lächerlich hoch, sodass der einzige echte Sieger - wie immer - das Casino ist.