Multitabling vs Tilt vs Varianz (die Hure)

    • Scarabee
      Scarabee
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2006 Beiträge: 888
      Mir ist heut nochmal ein ganz anderer Ansatz von Multitabling gekommen...
      Man sollte doch mit Multitabling die Varianz reduzieren könne oder? Vorrausgesetzt man spielt noch profitabel gleichen sich aufgrund der erhöhten Händezahl Good und Bad Beats besser aus. Das sollte einen auch etwas mehr davor bewahren zu Tilten was einem wiederum ein besseres Spiel beschert...

      Gibts da eigentlich Statistiken zur Varianz auf FL?

      Ich merke das immer enorm wenn ich neue Inhalte versuche zu lernen und dann 3-table... kommen 2 oder 3 bad beats wird es echt schwer die Verluste wieder reinzuspielen. Obwohl ich potential eher an meinem A-Game bin als mit 6 Tischen wie sonst eher üblich.

      Was mein ihr dazu? Ist was dran oder rein ne subjektive Geschichte?


      P.S.: Varianz ist eine Hure die du teuer bezahlst, dich unglaublich hart fickt und du dabei keinen Spaß hast!
  • 10 Antworten
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      zeitlich gesehen ist die Varianz dann geringer, ja...aber sie is bei FL halt immer noch so riesig, dass es deine Chance auf einen Down nicht merklich senkt^^
    • DasHaendchen
      DasHaendchen
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2006 Beiträge: 1.150
      Ist doch klar, dass die Varianz bei einer immer größer werdenden Anzahl an Händen abnimmt. Durch multitabling steigt die Anzahl der Hände logischer Weise schneller. Aber so krass multitabling betreiben, dass man über eine Session gesehen die Varianz verringern kann ist nicht möglich, da sogar sample sizes von >100k noch stark varianzlastig sein können.

      Million Hand Graphs
    • DRAGONByTE
      DRAGONByTE
      Bronze
      Dabei seit: 31.08.2007 Beiträge: 644
      Ich spiele zwar kein FL sondern nur NL und ich weiß nicht, wie sehr man bei FL durch Bad beats tilten kann, aber je mehr Tische ich auf habe, desto weniger regen mich suckouts auf. Also Multitabling zur Tiltminimierung ;)
    • sonnensb
      sonnensb
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 2.545
      Die Varianz ist eine Konstante! Höchstens eine Funktion der Spielweise.
    • Irbis26
      Irbis26
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 1.131
      Ich denke dass die Downswings eher grösser werden durch Multitabling, da die Winrate normalerweise kleiner wird und dadurch grosse Downs wahrscheinlicher werden.
      Zeitlich gesehen ist der downswing halt schneller vorbei, das ist natürlich ein vorteil wenn der Downswing z.B nur 2 Tage dauert statt 2 Wochen ;)
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Mathematisch gesehen darf das Multitabling keinen Unterschied machen, denn die Varianz ist immer zu sehen auf Basis der gespielten Hände.

      Was sich mit dem Multitabling ändert, ist die Zeitkomponente. Dadurch, dass du mehr Hände in derselben Zeit spielst, ist es wahrscheinlicher, dass sich Gewinne an dem einen und Verluste an dem anderen Tisch ausgleichen. Dann hast du das Gefühl, dass es weniger häufig bergab geht.

      Dieser Ansatz wird verstärkt, wenn wir annehmen, dass sich auch Faktoren der Table und Seat Selection bei einer größeren Zahl von Tischen ausgleichen (unangenehme Spielweise deiner Gegner vs. Fischreichtum).

      Dafür gibt es aber jetzt die Möglichkeit, dass du an einem großen Teil deiner Tische gleichzeitig verlierst. Die "gefühlten" Downswings werden also seltener, dafür aber umso heftiger.

      Das alles unter der Voraussetzung, dass deine Win Rate durch das Mulittabling nicht beeinflusst wird (eher unrealistische Annahme).
    • Scarabee
      Scarabee
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2006 Beiträge: 888
      Original von wespetrev
      Mathematisch gesehen darf das Multitabling keinen Unterschied machen, denn die Varianz ist immer zu sehen auf Basis der gespielten Hände.

      Was sich mit dem Multitabling ändert, ist die Zeitkomponente. Dadurch, dass du mehr Hände in derselben Zeit spielst, ist es wahrscheinlicher, dass sich Gewinne an dem einen und Verluste an dem anderen Tisch ausgleichen. Dann hast du das Gefühl, dass es weniger häufig bergab geht.

      Dieser Ansatz wird verstärkt, wenn wir annehmen, dass sich auch Faktoren der Table und Seat Selection bei einer größeren Zahl von Tischen ausgleichen (unangenehme Spielweise deiner Gegner vs. Fischreichtum).

      Dafür gibt es aber jetzt die Möglichkeit, dass du an einem großen Teil deiner Tische gleichzeitig verlierst. Die "gefühlten" Downswings werden also seltener, dafür aber umso heftiger.

      Das alles unter der Voraussetzung, dass deine Win Rate durch das Mulittabling nicht beeinflusst wird (eher unrealistische Annahme).
      Ich denke das trifft es ziemlich gut auf den Punkt.
      Klar ist, dass man eine gewisse persönliche Grenze an Tischen nicht überschreiten darf.
    • Djeramon
      Djeramon
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2008 Beiträge: 263
      Wie ist das denn wenn ich die Tische nicht nebeneinander auf dem Monitor habe sondern hintereinander, dass immer das Aktuelle in den Vordergrund kommt! Also bei dieser Spielweise sehe ich meistens gar nicht, ob ich den All In jetzt gewinne oder nicht, bzw zumindest sehe ich nicht womit er mich jetzt gerade ausgesuckt hat! Verringert zumindest bei mir die Frustration beim Spielen enorm! Allerdings wird darunter das Spiel ziemlich stark leiden nehme ich mal an? Man kann ja sozusagen kaum noch readen oder allgemein das Spiel beobachten! ISt diese Art des Multitablings überhaupt empfehlenswert?

      Oh, ich sehe gerade, dass wir hier eigentlich im FL-Bereich sind. Meine Aussagen beziehen sich auf NL, aber vllt gibts da ja Paralellen? Ich lasse den Post einfach mal so stehen.

      Grüße
    • SwissDave
      SwissDave
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 637
      Varianz ist eine mathematische Funktion und nicht abhängig vom Faktor multitabling, sondern wie schon gesagt wurde rein von der Spielweise.
      Was sich mit multitabling ändert sind die relative und absolute Abweichung vom Erwartungswert.

      Wenn du bei mehr Tischen immer noch gleichgut spielst (was allerdings schwierig sein dürfte), dann nimmt die relative Abweichung ab (deine wahre Winrate wird schneller angenähert), die absolute Abweichung nimmt aber eher zu (du hast zeitlich gesehen mehr und grössere Swings in der BR wenn du multitabelst...).

      Psychisch gesehen kann multitabling sowohl Vor- als auch Nachteile haben, da kommt es wohl auf die Persönlichkeit an. Ich denke da muss auch jeder individuell seine beste Variante herausfinden.

      Der einzige eindeutige ein Vorteil von multitabling ist, man kann seinen Gewinn ($/h) damit erhöhen. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt wo man immer noch praktisch gleichgut spielt wie mit weniger Tischen, bzw. der negative Unterschied in der Spielweise durch den zu erwartenden höheren Gewinn mehr als kompensiert wird.
    • santorro75
      santorro75
      Gold
      Dabei seit: 17.02.2008 Beiträge: 772
      also ich habe auf 1/2 sh bei 4 tabling noch ne positive winrate bei 6 tabling ne sickomate loosrate.. ka ob zufall (spiele erst 30k hands 1/2) aber is schon komisch