Blindsteals - Wie an die Gegner anpassen?

  • 6 Antworten
    • TobiasNRW
      TobiasNRW
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2006 Beiträge: 22.033
      Warum Limp fold mit Händen wie 45s gegen LP spielen?
      Selbst wenn wir nur 32 % EQ haben und nicht 35 %, haben wir gegen die doch gute implied Odds, wenn wir was gutes treffen, zumal solche Gegner dann auch mal gerne AA KK overplayen. Und mit TP werden wir sicher nicht zum Showdown gehen.

      Gleicht das die 3 % nicht aus?
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      54s ist knapp, die 35% Regel greift das ja ungefähr mit auf. Da die Playability +-3% ausmachen kann, könnten 32% EQ knapp reichen, aber 54s hat halt den nachteil, dass es Mit 1 Pair einfach noch oft SD-gebunden spielen muss und dann verliert.

      Die eigentliche Message war, dass man nach einem complete nicht zum call eines Raises verpflichtet ist, wie meines Wissens nach viele Leute denken (2/3 SB Struktur ausgenommen).

      Im Falle eines Raises sollte man sich an den Regeln eines Blinddefenses orientieren, ob man called oder nicht.

      Zum Thema Blinddefense wird es auch bald einen neuen Artikel geben, der das Thema nochmal etwas neu aufbereitet unter die Lupe nimmt.
    • JollyRoger183
      JollyRoger183
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2007 Beiträge: 8.874

      5) SB (42/14/0,9/44), BB (47/19/1,7/41)

      Hero raises or folds - In diesem Spot betreten wir langsam aber sicher die absolute Grenzregion. Die Gegner sind zwar nicht übermäßig aggressiv, aber scheinen auch nicht foldfreudig. Hier eine Hand wie K7o zu spielen, dürfte vom EV gegen +-0 tendieren.


      Ist das wirklich so knapp hier?

      Ich meine klar - ist unsere Hand nicht so toll und bekommt wohl grad mal die durchschnitts-EQ und die Blinds werden wohl nie folden, und mit Q6s spielt es sich 3handed nicht so toll.

      Ob man mit K-high vorne ist weiß man nach der Kontibet am Flop oft nicht und ob man den Turn nochmal for freeSD betten sollte.

      Ich seh aber den großen Vorteil, dass wir unbedingt gegen die 2 Fische in die Hand kommen wollen. Zu 33% ein Pair machen und dann auch gut ausbezahlt werden. Dass der Gegner nichts foldet ist doch gut, wenn wir mal hitten werden wir super ausbezahlt, da geht es dann um BBs auf den Bigstreets und nicht darum, ob wir bei den 2SB die wir mit raise investieren 30% EQ haben oder 40% usw.


      Ich hab neulich mal mit Q8s gegen 2 Fisch gestealt vom BU und dann am Flop Turn und River einfach immer behind gecheckt auf einem 267 2suited baord. Ich wusste, ich würde A, bzw. K-high maximal mit 3barrels zum Folden bekommen, wenn überhaupt, und pockets und ne 6 oder 7 kann auch gut getroffen wurden sein.

      Wir bringen halt doch noch einen gewissen post-flop skill mit der uns auch mit -ev raises preflop zu +ev Händen genügen kann, imo.
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      Es gibt ein Argument, dass ich immer für sehr gefährlich halte oder sogar strikt falsch, es lautet:

      "Ich will unbedingt mit den fischen in die hand kommen!"

      Wenn die eigene Hand nicht stimmt, ist das schlicht falsch!
      mir nützt es nichts, gegen einen Fisch zu spielen, wenn ich nicht Preflop mit nem guten EQ-Edge ins Rennen gehe. Viele überschätzen imho die Möglichkeiten, einen Fisch mit Initiative postflop "outplayen" zu können. Die meisten ballern dann einfach Flop und Turn und schauen am River weiter und nehmen dem Fisch seinerseits die Valuebets ab. Da ist nicht viel mit outplayen, sondern eigentlich nur beten, dass der Preflop Edge auch hält.

      Die in dem Beispiel gewählten Hände hätten vielleicht genug EQ, aber es ist so knapp, dass man auch auf nen echten Edge warten kann, tut sich nichts.
    • dwade1984
      dwade1984
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 8.292
      Und je öfter ich minimalste Edges versuche zu spielen, desto höher die Varianz, korrekt?
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      richtig! wobei man sich vor der varianz auch nicht zu sehr fürchten sollte. edge ist edge, wobei der schnell postflop flöten geht, wenn man da nicht aufmerksam spielt.