Handranges beurteilen und anpassen.

    • FineFlavaP
      FineFlavaP
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2008 Beiträge: 2.043
      Immer wieder hört ich in den videos, les bei handbewertungen oder in den strategieartikeln, dass man seine handranges mit reads an die gegner anpassen kann. ich spiele jetzt seit 8 monaten poker. aber irgendwie bin ich mir unsicher was diesen bereich angeht. wenn ich in den videos höre: "der hat eine etwas loosere range also kann ich jetzt auch diese schwächere hand raisen bzw. callen". wenn mein gegner unknown is, kann man ja gut nach den vorgegebenen charts spielen, aber wann weiß ich genau wann ich meine range bei gegner erweitern bzw verkleinern kann.

      z.b. der standard lag sh raist mehr hände. woher kann ich entnehmen wie ich meine range erweitern kann mit 3bets gegen ihn. an was macht man das aus. ich spiele ohne statistik software. seh also nich, wie oft er wirklich raist anhand von zahlen. seh also ab und zu seine holecards. wie kann ich das auf mein preflop spiel einfließen lassen, besser gesagt auf meine range? wieviel hände nehm ich dazu und was für welche??

      also das thema bereitet mir immer wieder viele gedanken, nicht nur gegen lags, auch gegen laps. gegen tags kann ich das chart ja gut benutzen.

      hat mir jemand beispiele oder erfahrungen, wie ich meine ranges anpassen kann? oder auch möglichkeiten, wie ich es selbst "erlernen" kann. ich denke erfahrung spielt natürlich eine rolle, aber logik bzw. mathematik auch!!
  • 9 Antworten
    • Schnullerbacke
      Schnullerbacke
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2007 Beiträge: 524
      Original von FineFlavaP
      Immer wieder hört ich in den videos, les bei handbewertungen oder in den strategieartikeln, dass man seine handranges mit reads an die gegner anpassen kann.
      Also ich behaupte jetzt einfach mal, dass das ohne Software bzw. Stats kaum darstellbar ist, wenn du mehrere Tische spielst.
      Sicher kannst du mal sehen, mit was die Gegner so zum Showdown gehen. Aber da ist die "samplesize" eben so dürftig, dass man daraus nur schwerlich einen read ableiten könnte.

      Vielleicht merkt man es noch, wenn ein Gegner preflop auffällig viel callt oder auffällig agessive ist, aber mehr?
      Vielleicht habe ich aber auch die Frage nicht verstanden... ?(
    • GoodFellaGO
      GoodFellaGO
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2007 Beiträge: 1.004
      60/5 typenn erkennt man zum glück ja auch ohne stats.
      bzw wenn leute extrem aggro preflop spielen gibts direkt die note und dementsprechend auch die loose 3bet.

      mit stats wird das ganze allerdings wirklich um einiges erleichtert, aber das man ohne stats gar nix machen kann stimmt so finde ich auch nicht.
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      Man kann auch ohne Stats seine Range etwas anpassen, aber es ist immer sehr ungenau. Ein Spieler kann im Moment einfach Glück haben und man schätzt ihn als Maniac ein, außerdem wird man ohne Stats nie genau sagen können ob er z.B. 25% oder 40% raised.
    • Malone32
      Malone32
      Silber
      Dabei seit: 04.10.2006 Beiträge: 2.899
      Original von Alph0r
      Man kann auch ohne Stats seine Range etwas anpassen, aber es ist immer sehr ungenau. Ein Spieler kann im Moment einfach Glück haben und man schätzt ihn als Maniac ein, außerdem wird man ohne Stats nie genau sagen können ob er z.B. 25% oder 40% raised.
      dito
    • kracher80
      kracher80
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2008 Beiträge: 1.077
      Hmmm, ich persönlich finde aber, dass gerade das Sehen der Holecards sehr sehr gut Auskunft über teile des Spielverhaltens gibt...

      Stats können gerade mit rel. kleiner Samplesize falsch sein, wenn aber einer immer wieder UTG raised und du ab und an mal 89s oder ähnlichem Scheiss siehst im SD, weisst eigtl. schon ziemlich genau über sein preflopverhalten bescheid, da bringt dir nen PFR von 60% auch nicht viel, wenn du erst 30 Hände kennst^^ In diesem Fall ebend locker ne 3Bet mit ATs usw.

      Oder gerade heute (spiele btw. auch ohne Stats mangels Elephant :P ), ein Spieler Coldcalled einen Raiser direkt vor ihm, was allein ja schon momisch ist...im SD gewinnt er und zeigt J8o mit getroffenem Toppair Jacks...in ein zwei nächsten Händen, die ich mit ihm spiele, zeigt er mir, dass er JEDES Bild preflop mitgeht und auch bis zum River nicht folden kann, ausser, das Board paired sich...also easy exploid in den nächsten Händen ;)

      Jede vierte Hand oder so sucked er mich aus, aber das ja auch gut, sonst spielt er nicht weiter gegen mich hrhr
    • FineFlavaP
      FineFlavaP
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2008 Beiträge: 2.043
      ja das stimmt mit dem beobachten der hände, das man dann ja mit den standard raising ranges vergleichen kann und sich notizen macht. also darauf werde ich in zukunft mehr achten, um die gegner besser einschätzen zu können :)

      thx for the answers
    • Caramba1988
      Caramba1988
      Bronze
      Dabei seit: 12.05.2008 Beiträge: 89
      du musst halt darauf achten wie oft deine gegner bluffen, wie aggro sie spielen, wie oft gehen sie mit overcards zum showdown, wie oft raisen sie preflop usw, deswegen am besten stats benutzten und notes machen :)
    • FineFlavaP
      FineFlavaP
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2008 Beiträge: 2.043
      hab da mal noch ne frage!!

      - z.b. beide blinds sind rocks!! da sie ja mehr hände folden, wird ja gesagt das man da looser die blinds angreifen kann, wenn ich dann im BU o. CO bin. wenn jetzt die blinds beide callingstations sind und fast alles callen, muss ich dann meine blindsteals tighter machen?? da man ja bei steals mit T9s davon lebt das auch bessere hände folden wie JT im SB. aber die callingstations würden das ja callen?? oder gleicht sich das wieder aus, da sie postflop sehr schwach sind und nur gegen maniacs die blinds tighter angreifen sollte???

      wär klasse wenn mir jemand hilft!!
    • cetchmoh
      cetchmoh
      Bronze
      Dabei seit: 26.08.2007 Beiträge: 707
      Es gibt einen netten Graphen in diversen Büchern (zB Small Stakes Holdem, Winning in Tough HoldEm Games, usw), der anzeigt wieviel man durchschnittlich mit welcher Hand gewinnt. Wenn man genau hinschaut erkennt man, dass Hände unter 99 und QTs weniger Gewinnerwartung als 0,75 BB/Hand haben. Wir raisen vom CO und BU allerdings deutlich mehr Hände weil viele Gegner ihre Blinds nicht richtig verteidigen. Häufig sacken wir direkt die 0,75 BB ein, oder eben mit einer Contibet am Flop. Damit haben wir meistens mehr Gewinn gemacht als die Hand eigentlich im Durchschnitt Wert ist.
      Wenn die Spieler nun ihren Blind overdefenden, sollten wir etwas tighter werden. 76s openraisen wir vom normalerweise vom Button. Wir werden mit der Hand auch mit haufenweise Flops connecten, aber so eine Hand lebt auch davon, dass wir gut Bluffen können auf Scarecards oder mit einem starken Draw Semibluffen können. Wenn ein Gegner aber ungern foldet, verliert diese Hand enorm an Value. Kleine Asse würde ich aber immernoch openraisen, da sie in Position gegen passive Gegner sehr angenehm zu spielen sind.
      Mach dir doch einfach selbst mal ein paar Gedanken in was für Situationen man mit welchen Handtypen kommt. Am besten noch bevor du einen Button klickst beim spielen - sowas hilft ungemein.
      Es ist sowieso eine gute Idee schon preflop eine Idee davon zu haben wie die Hand postflop weitergehen wird ;)