Ghostmaster zum Schweigen bringen? [ big thx inside]

    • yaf
      yaf
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2007 Beiträge: 1.200
      Original von Ghostmaster
      Vergesst die Diskussion. Reraise Preflop ist "richtig" und damit ist die ganze Sache erledigt.


      [QUOTE]Original von yaf
      hat das mit der vereinfachung der handbewertungen zu tun? dass du nicht mehr über bronzecontent hinaus erzählen sollst?[/quote][QUOTE]Original von Ghostmaster
      Mehr oder weniger ja. [/quote]
      Hallo liebe Pokergemeinde.

      Der oben genannte Sachverhalt ist Grund für mich, diesen Thread zu erstellen. Dem allseits beliebten, durch seine didaktischen Methoden mir als hervorragend aufgefallen Handbewerter Ghostmaster, wird der Mund gefesselt. Er schrieb nie eine Standardantwort wie "pf mehr, fold turn" hin, sondern fragte nach Ranges, eigenen Einschätzungen, ging auf die Fragen ein, erläuterte Sachverhalte und erweiterte so manchen Horizont. Die, die lernen wollten, unterstütze er besonders.(Hier an dieser Stelle ein großes Dankeschön, einen Großteil meines Pokerwissens verdanke ich ihm.)

      Nun soll er im Nl0.05/0.1 Handbewertungsforum vereinfachte Handbewertungen abgeben, damit manche nicht überfordert werden. Dies ist meines Erachtens der falsche Schritt. Damit lehrt er zwar gutes Spiel, aber halt nicht das beste, sondern das einfachste(bestes Beispiel ist der SHC). Natürlich ist vielen damit geholfen, aber man kann sich ab einem bestimmen Punkt nicht mehr weiterentwickeln. (Außer im Status)

      Ich fand gerade das Miteinbeziehen und direkte Fördern von Lernwilligen besonders gut und hilfreich. Bei ihm habe ich einen Grund für die jeweilige Line erfahren, und nicht, dass ich sie einfach spielen soll.


      Zusammenfassung für tl;dr flamer :
      -lasst Ghostmaster weiter so gut lehren
      -andere Handbewerter sollen sich eine Scheibe von seinen Lehrmethoden abschneiden


      mfg yaf
  • 39 Antworten
    • NattyDread
      NattyDread
      Bronze
      Dabei seit: 10.06.2006 Beiträge: 6.656
      Erzähl das den ach so tollen Coaches! Die können anscheinend nicht damit klarkommen, wenn ihr einen besseren Wissensstand habt als er für normale NL10 Spieler typisch ist.
    • Adstriker87
      Adstriker87
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2007 Beiträge: 4.848
      der Mann ist mir auch bereits positiv bei Handbewertungen aufgefallen!
    • payback
      payback
      Global
      Dabei seit: 24.09.2006 Beiträge: 2.985
      der mann ist ne lebende legende :D
    • crt32
      crt32
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 15.895
      Original von hasenbraten
      zitat:
      "Okay ich weiss das sich das jetzt wahrscheinlich verwirrend anhört, aber der SHC ist natürlich nicht die Optimallösung sondern nur eine Notfalllösung, um möglichst viele Entscheidung zu vereinfachen bzw. schwierigen Entscheidungen aus dem Weg zu gehen."

      sorry aber das kann nicht im sinne der community sein!
      ... O'RLY?
    • Mc8
      Mc8
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2008 Beiträge: 7.697
      Wenn ich es mir aussuchen könnte sollte Ghost alle meine Hände bewerten (so wie früher). Vor allem da Handbewertungen meine Hauptlernquelle ist. (In Coachings oder Videos bleibt bei mir nicht viel hängen)

      Was ich dazu zu sagen habe:
      Es gibt im NL10 Forum 2 grob unterteilte Kategorien an Spielern

      Die Bequemen und die Willigen (Auch wenn die Bezeichnungen etwas dumm anhören aber ich denke die treffens am besten)

      Der Bequeme stellt seine Hand in das Forum und will wissen ob richtig gespielt wurde oder nicht bzw ob er raisen, betten oder folden hätte sollen.

      Der Willige stellt seine Hand ins Forum und will wissen wie man die Hand am profitabelsten spielen kann. Er will natürlich wissen wie, aber auch warum. Auch will er wissen wann man so spielen soll und wann man es nicht so spielen soll.

      Klar ergeben sich Probleme wenn der Willige seine etwas komplexere Antwort bekommt und der Bequeme diese vielleicht nur kurz überfliegt oder nicht versteht( er is ja auch zu faul zu hinterfragen ;) ) und dann in den falschen Spots schlechte Entscheidungen trifft.

      Wer jetzt schneller lernt, versteht und eher erfolgreicher wird muss ich euch glaub ich nicht sagen.

      Ich finde es ein bischen unfair den Willigen gegenüber die aus Status, Bankroll etc. Gründen sich auf NL10 auf halten müssen, denen man sozusagen verbietet zu lernen.

      Gibt es keine Möglichkeit das Ghostmaster seine Standardbewertung abgibt und zusätzlich die Hände derer, deren Skill es zulässt(was er wohl sicher am besten Einschätzen kann) tiefgründiger zu Bewerten/Diskutieren?

      Oder gebt einfach den bequemen ein eigenes Forum :D
    • SleepyCat06
      SleepyCat06
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 2.137
      Es gibt eine ganz einfache Möglichkeit:
      Wer einfach nur eine Hand postet, ohne jeden Kommentar, bekommt auch nur eine standard Antwort.
      Wer seine Hand sorgfälltig postet, mit Angaben zu den Gegnern, deren vermutete Ranges, eigene Gedanken hinzufügt und damit zeigt, daß er sich ausführlich mit dieser Hand beschäftigt hat, der sollte eine entsprechende Antwort bekommen, auch wenn diese über den Bronzecontent hinausgeht.
      Sollte der Handbewerter auf Anweisung von "Oben" an so einer Antwort gehindert werden, so wäre das schlichtweg eine Unverschämtheit (und eine Verarschung der User).
      Das Argument mit der "Überforderung" scheint mir nur ein Scheinargument zu sein. Ausführliche Antworten nehmen mehr Zeit in Anspruch, in dieser Zeit könnten weitaus mehr Hände bewertet werden, wenn sie eben nur knapp bewertet werden. Da scheint wohl der wahre Grund zu liegen, viele Hände werden bewertet und alles ist gut. Quantität statt Qualität ist das Motto.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Es gibt keine Anweisung von "oben". Die einzige Anweisung die ich habe ist, dass mein Bereich abgedeckt wird und das ich/die anderen HBs den Usern keinen scheiss erzähle.

      Es gab nur eine sehr intensive Diskussion ausgelöst durch 2 Situationen (für die User die es mitbekommen haben - es geht um das Preflopspiel mit Suited Connectors und das Preflopspiel mit AK/QQ).

      Ich vertrete dort eine andere Meinung als die Strategiesektion und propagiere diese auch und spreche die Problematiken mit der Strategiesektion auch an. Bisher bin ich immer so vorgegangen, dass ich mich komplett unabhängig von der Strategiesektion größtenteils bewegt habe und versucht habe die User direkt auf NL10 zu selbstdenkenden Pokerspielern auszubilden.(ich verlinke auch kaum auf Strategieartikel)

      Ich habe die User mit keinen allzukomplizierten Konzepten konfrontiert, sondern habe zugesehen, dass die User einfach und fortgeschrittene Situationen in Zukunft selbstständig lösen können. Ich wollte einfach dafür sorgen, dass die User die NL10 verlassen und auf NL25 aufsteigen genug Werkzeug in der Hand haben, um die Microlimits mit einer guten Winrate zu schlagen und sicherer im eigenen Spiel zu werden und sich nicht nur auf irgendwelche vorgefertigten Strategietipps zu verlassen.

      Ich bin derjenige der seit 10 Monaten fast täglich mit Anfängern von unterschiedlichen Wissenständen zusammenarbeitet und ich muss irgendwie unterschiedliche motivierte User betreuen. Yak hat das ganze schon angesprochen und ich hab das auch immer grob überblicken können wo ich bei welchen Usern ansetzen muss.

      Für meinen Stil muss ich die User natürlich regelmässig mit anspruchsvolleren Tatsachen konfrontieren (dazu gehörte dann mal eine EV Rechnung oder Basics des Handreadings), aber ich habe meinen Weg gefunden um mein Wissen möglichst effektiv an die User weiterzugeben und bisher waren wohl die meisten damit zufrieden, dass ich sie nicht unvorbereitet auf NL25 loslasse.

      Jetzt ist der Stand allerdings so, dass ich höflich aber bestimmt darauf angesprochen wurde. Die 2 Hände um die es geht haben wohl für Aufruhr in einem Coaching gesorgt und es wird von dieser Seite die Meinung vertreten, dass ich die User mit falschen/communityunfreundlichen (weil nicht SHC konform) Tatsachen versorge und ich dies unterlassen solle, da anscheinend (ich weiss es nicht) viele User nicht in der Lage wären das richtig aufzufassen und viele User das einfach Blind übernehmen würden was ich da erkläre.

      Da ich mir in Zukunft solche uneffektiven Diskussionen ersparen möchte (weil sie sonst auf jeden Fall wieder auftreten wird) muss ich vorerst auf eine sehr viel sparsamere Bewertungsmethode zurückgehen, da ich mir erstmal genau Gedanken drüber machen muss was ich den Usern denn jetzt zutrauen kann, damit ich in Zukunft wieder näher an der Strategiesektion bleiben kann.

      In der Zwischenzeit werde ich ein bisschen singen und mit meinen Kollegen aktuelle Kuchenrezepte austauschen.
    • Shove
      Shove
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2008 Beiträge: 2.570
      Wenn man nur die Stragiesektion befolgt wird man nur zu einem nittigen Low-max. Smallstakes Rakeerzeuger.

      Leute wie Ghostmaster öffnen den meisten Micro-Spieler die Augen, regen sie zu selbstständigem Denken an und helfen ihnen mehr als es irgendein Strategieartikel jemals tun wird.

      Ich finde es lächerlich gerade so Leuten, "zum Schweigen" zu bringen...
    • cYde
      cYde
      Black
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 12.690
      Ich hab jetzt die eine Hand um die es geht nur grob im Hinterkopf, allerdings finde ich es absolut richtig, dass die Bewertung "communityfreundlich" erfolgen soll. Spielweisen die selbst einem NL100 Spieler sehr geläufig sein mögen, überfordern einen NL10 Spieler u.U schon völlig. Inwieweit dieser spezielle Fall nun von der gelehrten Spielweise abweicht, weiß ich nicht.
      Was vielen scheinbar nicht klar zu sein scheint ist die Tatsache, dass sich der EV einer Hand oder einer Spielweise nach den Fähigkeiten des Spielers bemisst. Logischerweise unterscheiden sich somit das theoretisch EV-höchste und das vom jeweiligen Spieler realisierbare EV-höchste Play. Ja ich weiß, in Wirklichkeit will niemand vereinfachte Antworten sondern die ganzen kleinen Kniffe lernen um coole Moves zu machen (;) ) aber man muss die Kirche im Dorf lassen und erkennen, dass ein Microlimitspieler einfach weder das Wissen, noch die Erfahrung hat um einschätzen zu können was genau diese oder jene Spielweise ändert und wie er sich anpassen muss. Es ist ihm dann einfach nicht geholfen wenn er eine Spielweise, die als "optimal" propagiert wird (unabhängig ob sie es tatsächlich ist oder nicht), einfach in sein Spiel übernimmt, weil er einfach viel zu oft damit baden gehen wird. Leider ist die Winrate meistens nicht so groß, dass er sich derartige "Leaks" vermehrt leisten kann. Es kommt zur Stagnation und Frustration (man spielt ja so wie einem gesagt wurde).

      Folglich finde ich es absolut gut, wenn in erster Linie die "Lehrbuch"-Methode dargelegt wird und bei Interesse dann die vom Handbewerter bevorzugte Line, da aber auch mit deutlichem Hinweis, dass die "Nutzung" auf eigene Gefahr geschieht. Das ganze gilt logischerweise nur für die micro und lower lowstakes, das dürfte klar sein.

      Just my 2 cents.
    • SleepyCat06
      SleepyCat06
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 2.137
      Warum sind die NL10 Spieler wohl überfordert? Weil man ihnen beibringt, ein Chart abzulesen, statt ihnen zu erklären, welche Hände man in welcher Position in welcher Situation wie spielt. Traut den Microlimit Spielern mehr zu, fordert sie mehr. (und genau das macht Ghostmaster)
      Wenn ich in einem Coaching einen Satz wie " Wir folden hier xy nach Chart" höre, kann ich nur lachen. Soll das die Begründung für einen Fold sein?
      Gebt euch mehr Mühe!

      Ps. Wer profitiert denn wohl am meisten von den "nittigen Low-max. Smallstakes Rakeerzeugern"? Mal überlegen, wer das wohl sein könnte....
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich versuche den Jungs ganz normales Valuepoker aufzuzeigen und das beinhaltet keine marginalen Spots, sondern ich erkläre ausführlich wieso sie sich aus diesen sogar raushalten sollen.

      Es sind ganz normale Basics die ich da erläutere und im Gegensatz zu manch anderem spiele ich regelmässig an FR Tischen und habe mir äussert ausführlich Gedanken darüber gemacht, ob ich die beiden Dinge wirklich an die User weitergebe und bin zu dem Schluss gekommen, dass es für Anfänger sinnvoller meiner Meinung nach ist.

      Im Gegensatz zu den Leuten die meinen das Beurteilen zu wollen habe ich jeden Tag mit den Leuten zu tun und bin mittlerweile in der Lage die typischen Problemsituationen der Microlimitspieler zu erkennen und zu entschärfen. Dies gelingt mir nicht, wenn ich nach der Strategiesektion vorgehe.
    • Mc8
      Mc8
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2008 Beiträge: 7.697
      Wenn ich den Kommentar von cyde so lese komme ich irgendwie zu dem Schluss, das die Sache zwei Paar Stiefel hat

      Des eine ist dass Ghostmaster in den beide Händen Spielweisen empfiehlt die einen Anfänger überfordern und des andere ist die Art seiner Bewertung.

      Des erstere kann man euch Recht geben dass Anfänger eine Advancedere Spielweise blind übernehmen und dadurch Fehler machen. Aber des andere, was ist an der Art der Bewertungen von Ghostmaster schlecht für einen Anfänger ? Was ist schlecht daran ihm zu erklären warum man hier und da, raised, called oder folded ? Was ist schlecht daran das er einem hilft den Gegner auf Ranges zu setzen und danach frägt ? Was ist falsch daran einen Anfänger an selbstständiges Denken/Handeln heran zu führen ? So lange es nicht von der Strategie abweicht ?

      Sture Bewertungen wie raise Flop fold preflop etc bringen einen Anfänger genauso Fehler zu machen, da dieser einfach nur Muster/Standarlines erkennt und diese einfach anwendet ohne den Hintergrund zu kennen. Oft ist es doch nur eine eine andere Karte oder Gegner der den ganzen Spielverlauf ändert was aber der Anfänger nicht erkennt und einfach so spielt weil in der Bewertung einer "ahnlichen" Hand das so stand dass er es machen soll.
    • Aulinator
      Aulinator
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 1.303
      Original von Ghostmaster
      Es gibt keine Anweisung von "oben". Die einzige Anweisung die ich habe ist, dass mein Bereich abgedeckt wird und das ich/die anderen HBs den Usern keinen scheiss erzähle.

      Es gab nur eine sehr intensive Diskussion ausgelöst durch 2 Situationen (für die User die es mitbekommen haben - es geht um das Preflopspiel mit Suited Connectors und das Preflopspiel mit AK/QQ).

      Ich vertrete dort eine andere Meinung als die Strategiesektion und propagiere diese auch und spreche die Problematiken mit der Strategiesektion auch an. Bisher bin ich immer so vorgegangen, dass ich mich komplett unabhängig von der Strategiesektion größtenteils bewegt habe und versucht habe die User direkt auf NL10 zu selbstdenkenden Pokerspielern auszubilden.(ich verlinke auch kaum auf Strategieartikel)

      Ich habe die User mit keinen allzukomplizierten Konzepten konfrontiert, sondern habe zugesehen, dass die User einfach und fortgeschrittene Situationen in Zukunft selbstständig lösen können. Ich wollte einfach dafür sorgen, dass die User die NL10 verlassen und auf NL25 aufsteigen genug Werkzeug in der Hand haben, um die Microlimits mit einer guten Winrate zu schlagen und sicherer im eigenen Spiel zu werden und sich nicht nur auf irgendwelche vorgefertigten Strategietipps zu verlassen.

      Ich bin derjenige der seit 10 Monaten fast täglich mit Anfängern von unterschiedlichen Wissenständen zusammenarbeitet und ich muss irgendwie unterschiedliche motivierte User betreuen. Yak hat das ganze schon angesprochen und ich hab das auch immer grob überblicken können wo ich bei welchen Usern ansetzen muss.

      Für meinen Stil muss ich die User natürlich regelmässig mit anspruchsvolleren Tatsachen konfrontieren (dazu gehörte dann mal eine EV Rechnung oder Basics des Handreadings), aber ich habe meinen Weg gefunden um mein Wissen möglichst effektiv an die User weiterzugeben und bisher waren wohl die meisten damit zufrieden, dass ich sie nicht unvorbereitet auf NL25 loslasse.

      Jetzt ist der Stand allerdings so, dass ich höflich aber bestimmt darauf angesprochen wurde. Die 2 Hände um die es geht haben wohl für Aufruhr in einem Coaching gesorgt und es wird von dieser Seite die Meinung vertreten, dass ich die User mit falschen/communityunfreundlichen (weil nicht SHC konform) Tatsachen versorge und ich dies unterlassen solle, da anscheinend (ich weiss es nicht) viele User nicht in der Lage wären das richtig aufzufassen und viele User das einfach Blind übernehmen würden was ich da erkläre.

      Da ich mir in Zukunft solche uneffektiven Diskussionen ersparen möchte (weil sie sonst auf jeden Fall wieder auftreten wird) muss ich vorerst auf eine sehr viel sparsamere Bewertungsmethode zurückgehen, da ich mir erstmal genau Gedanken drüber machen muss was ich den Usern denn jetzt zutrauen kann, damit ich in Zukunft wieder näher an der Strategiesektion bleiben kann.

      In der Zwischenzeit werde ich ein bisschen singen und mit meinen Kollegen aktuelle Kuchenrezepte austauschen.
      solider backdoorflame :D
    • Xantos
      Xantos
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2005 Beiträge: 9.751
      Ich kenne die Hintergründe hier nicht wirklich (also evtl. Standards/Richtlinien, die eingeführt wurden), kann hier daher nicht en detail mitreden.

      Für mich wirken zunächst beide Positionen nachvollziehbar:
      1. Dass Anfänger "geschützt" werden sollten vor zu komplexen Themen/Gedanken - denn es lernt sich nunmal am besten Step-by-Step.
      2. Dass flexible Gedankengänge gerade auf Anforderung hin oder wenn sich auch der Ersteller einer Hand Mühe gegeben hat sinnvoll & auch "erlaubt" sein sollten.

      Jedoch ist das ja in sich nicht widersprüchlich, so dass mir ein Teil des Konfliktes so vorkommt, als wäre er eher auf der Anfängerstrategie selbst beruht.
      Und für diese haben wir Diskussionsforen, in denen es sehr wünschenswert ist, wenn bspw. die Vertreter alternativer Spielweisen diese begründet darlegen - und dadurch evtl. auch die Anfängerstrategien erweitern & modifizieren.

      Im Endeffekt möchten wir ja alle das Gleiche: Den Lerneffekt optimieren.
      Dabei müssen wir nur berücksichtigen, dass auf der einen Seite eben die Ressourcen zu optimieren sind und auf der anderen Seite nicht jeder Lernende gleich ist, d.h. sowohl die ausführliche Variante als auch die Variante "von der Stange" beim einen besser, beim anderen schlechter sind.
    • SleepyCat06
      SleepyCat06
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 2.137
      Original von Ghostmaster
      Ich versuche den Jungs ganz normales Valuepoker aufzuzeigen und das beinhaltet keine marginalen Spots, sondern ich erkläre ausführlich wieso sie sich aus diesen sogar raushalten sollen.

      Es sind ganz normale Basics die ich da erläutere und im Gegensatz zu manch anderem spiele ich regelmässig an FR Tischen und habe mir äussert ausführlich Gedanken darüber gemacht, ob ich die beiden Dinge wirklich an die User weitergebe und bin zu dem Schluss gekommen, dass es für Anfänger sinnvoller meiner Meinung nach ist.

      Im Gegensatz zu den Leuten die meinen das Beurteilen zu wollen habe ich jeden Tag mit den Leuten zu tun und bin mittlerweile in der Lage die typischen Problemsituationen der Microlimitspieler zu erkennen und zu entschärfen. Dies gelingt mir nicht, wenn ich nach der Strategiesektion vorgehe.
      Richtig, marginale Spots erfordern ein fortgeschrittenes postflop Spiel, das Anfänger noch nicht haben.
      Den typischen Problemsituationen von Microlimitspielern kannst du auch niemals gerecht werden, wenn du nur nach Strategiesektion vorgehst. Poker ist nun mal ein dynamisches Spiel, das sich nicht in Strategiesektionen oder Charts pressen lässt. Also lass dir nix vorschreiben und mach dein Ding weiter, so wie du es für richtig hälst. Wenn du deshalb Probleme bekommst, solltest du dich fragen, ob du für die richtige Seite arbeitest.
    • Xantos
      Xantos
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2005 Beiträge: 9.751
      Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass er deswegen Probleme bekommen hat bei uns bzw. fände das auch nicht gut.

      Wenn, dann geht es wohl eher um Kleinigkeiten, die sich evtl. hochgeschaukelt haben und sicher ausräumen lassen. Denn wie gesagt: Das Interesse sollte 100% deckungsgleich sein.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von Xantos
      Im Endeffekt möchten wir ja alle das Gleiche: Den Lerneffekt optimieren.
      Dabei müssen wir nur berücksichtigen, dass auf der einen Seite eben die Ressourcen zu optimieren sind und auf der anderen Seite nicht jeder Lernende gleich ist, d.h. sowohl die ausführliche Variante als auch die Variante "von der Stange" beim einen besser, beim anderen schlechter sind.
      Passiert alles, aber ich bin kein starker Freund von "von der Stange". Ich hab selber monatelang mein Glück mit von der Stange-Strategie probiert und war damit maximal Break Even Spieler und bin froh gewesen, dass ich eine Konkurrenzseite (ausländisch und vollkommen unbekannt) gefunden habe die sich auf die typischen Beginnerprobleme spezialisiert hatte.

      Ich habe irgendwann selber Spaß daran gefunden mein Wissen weiterzugeben.(und 95% von dem was ich weitergebe ist vollkommen anfängergerecht) Da ich hier so manchen Post in der Sorgenhotline vollkommen nachvollziehen kann und ich auch weiss worauf die Problematik basiert.

      Das was ich den Usern vermittel und wie ich es vermittel ist das Ergebnis aus meinen Bemühungen die Microlimithölle zu schlagen. (ich habe in dieser Zeit unglaublich viel theoretische Unterlagen angesammelt)

      Diese Ergebnisse stimmen leider nicht vollkommen mit dem überein was über die Strategiesektion und die Coachings vermittelt wird. Dort werden zwar keine falschen Sachen beschrieben, aber es sind meiner Meinung nach nicht die optimalen Konzepte./vor allem Preflop worum es ursprünglich geht, aber es gibt auch Postflopspielweise wo ich abweiche (und ich habe den Usern bei denen ich es für den richtigen Zeitpunkt erachte gesagt wo die Lücken in der Strategiesektion sind und aus welchen Gründen ich davon das abweichen empfehle - was der User im Endeffekt macht ist seine Sache)

      Edit: Die ganze Sache ist kein großes Ding, ich finde nur, dass WIE die Sache an mich rangetragen wurde absolut unangemessen. Es ist für mich persönlich aber wichtig, dass die User wissen warum in den nächsten Wochen nur noch "von der Stange" Bewertungen erfolgen werden. Ich muss nämlich mein ganzes Education-Konzept überdenken, da es nicht 100% konform mit dem ist wie ps.de vorgeht und ich nicht ständig mit den Coaches kollidieren kann.
    • Xantos
      Xantos
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2005 Beiträge: 9.751
      Wir wollen niemandem vor den Kopf stoßen, schon gar nicht einem so profilierten & guten Handbewerter wie dir. Auch wenn ich nicht weiss, wie es an dich herangetragen wurde, möchte ich mich an dieser Stelle stellvertretend für PokerStrategy entschuldigen, falls es bei dir z.B. als respektlos angekommen ist.

      Mein Vorschlag ist, dass wir die beiden Ebenen trenne:

      1. Die Art & Weise, wie es an dich herangetragen wurde, kannst du gerne sehr kritisch diskutieren - am besten persönlich. Wir respektieren jeden unserer Mitarbeiter und sind auch für Kritik "von unten nach oben" absolut offen und lernen gerne dazu!

      2. Die inhaltliche Diskussion, inwiefern dein Stil besonders gut ist oder spezielle Probleme mit sich brachte (Widerspruch mit den Coaches), kann ich kaum führen. Aber ich schlage vor, dass du das offen zur Diskussion stellst, z.B. im ShortStack-Strategieforum für Einsteiger (http://de.pokerstrategy.com/forum/board.php?boardid=1520) oder auch an anderer Stelle, wo es dir angemessen zu sein scheint.
      Denn vielleicht sind ja auch beide Positionen gar keine Gegensätze oder eine dritte Position die einvernehmliche Lösung.
      Ich denke, dass es eine Herausforderung ist, einen Kompromiss zu finden, bei dem sowohl deine wertvollen Gedanken bei den richtigen Anfängern landen, aber auch die Konformität mit einer guten "Basic-Strategie" für absolute Anfänger gewährleistet ist. Aber eben eine lösbare & interessante Herausforderung!

      Beispielmeinung, die auf meiner subjektiven und nicht besonders in Handbewertungen erfahrenen Sicht beruht:
      "Offenheit ist für mich oberstes Gebot! Die Standard-Strategie von PokerStrategy für SSS-Anfänger ist natürlich nicht immer das absolute Optimium, aber mutmaßlich die beste Lösung für den unbekannten "random" Anfänger. Daher hat sie ihren hohen Stellenwert und sollte auch bei Handbewertungen und in Coachings berücksichtigt werden.
      Weist man darauf hin, so kann es aber sehr sinnvoll sein, in Überlegungen & Analysen davon abzuweichen - insbesondere dann, wenn derjenige, dessen Hand bewertet wird, sich als interessierter Spieler beweist, z.B. indem er Ranges und eigene Überlegungen dazugeschrieben hat."


      Insofern finde ich den Vorschlag von SleepyCat06 eigentlich sehr gut. Auch wenn das nicht heisst, dass ich recht habe - ich bin wie gesagt nicht unser Experte dafür. SleepyCat06 sei nochmal gequoted:
      Wer einfach nur eine Hand postet, ohne jeden Kommentar, bekommt auch nur eine standard Antwort.
      Wer seine Hand sorgfälltig postet, mit Angaben zu den Gegnern, deren vermutete Ranges, eigene Gedanken hinzufügt und damit zeigt, daß er sich ausführlich mit dieser Hand beschäftigt hat, der sollte eine entsprechende Antwort bekommen, auch wenn diese über den Bronzecontent hinausgeht.
    • housebesuch
      housebesuch
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2008 Beiträge: 2.149
      Das Problem ist doch, dass die Mehrheit der Zielgruppe Ghostmasters Konzepte als revolutionäre "Neuerung" und als Quasi-Standard nach dem SHC ansehen. Hasenbraten verfolgt in seinem Coaching (Es war im Übrigen ein Einsteiger-Coaching) ein Ziel, den Neulingen einen soliden Zugang zum Spiel zu verschaffen. Wenn dann ein Coaching-Besucher, der offensichtlich nicht mehr Einsteiger ist, unreflektiert Ghostmasters Konzepte zum Besten gibt, dann ist das kontraproduktiv für ein Einsteiger-Coaching. Im Grunde müßten sich Ghostmaster und hasenbraten blendend verstehen, beide wollen den "mündigen" Pokerspieler, der sich Gedanken zum Spiel macht und weiß warum er so spielt, wie er spielt. Davon sind die Anfänger (ich auch) aber noch weit entfernt.
      Ich finde es gut, dass sich hier im Thread die Handbewerter nicht dazu instrumentalisieren lassen, gegen Coaches herzuziehen, ohne selbst zu Kreuze kriechen zu müssen.
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