Organtransplantation in Österreich

    • christian88
      christian88
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2006 Beiträge: 1.508
      Hi, hab mal folgende Frage:

      Mein Vater ist schon seit 3 Jahren Dialysepatient. Da es in Deutschland ja mindestens 5-8 Jahre dauert bis man ein neues Organ bekommt hat er sich überlegt nach Österreich zu gehen und sich dort ein neues Organ einbauen zu lassen, weil dort ja eine andere Gesetzeslage herrscht. Ich mein dort wird jedem die Organe ausgebaut wenn er dies nicht vorher schriftlich verboten hat. Ich wollte mal wissen ob einer Erfahrung mit der Gesetzeslage hat und ob man extra Staatsbürger werden muss um ein neues Organ zu bekommen? Wenn nein, was muss man dann machen? Im Internet findet man dazu nicht so viel brauchbares.

      Ich danke euch schon mal für eure Antworten
  • 6 Antworten
    • kearney
      kearney
      Global
      Dabei seit: 13.04.2007 Beiträge: 6.694
      Ich bezweifle mal stark dass die Situation in Österreich um so viel besser ist, auch bei uns warten die Leute jahrelang auf Spenderorgane - deine Idee finde ich zwar verständlich, aber eigentlich... naja lassen wir das.

      Allgemein läufts so, dass man nur dann Sozialleistungen eines Staates in Anspruch nehmen kann wenn man auch Versicherungsbeiträge einbezahlt hat - macht auch Sinn sonst würde dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Einfach so kommt man auch nicht an eine andere Staatsbürgerschaft, dein Vater ist ja schon EU-Bürger, also wenn ihm die deutsche Krankenkasse da nicht helfen kann, wirds wohl wenig legale Lösungen geben.
    • christian88
      christian88
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2006 Beiträge: 1.508
      Original von kearney
      Ich bezweifle mal stark dass die Situation in Österreich um so viel besser ist, auch bei uns warten die Leute jahrelang auf Spenderorgane - deine Idee finde ich zwar verständlich, aber eigentlich... naja lassen wir das.

      Allgemein läufts so, dass man nur dann Sozialleistungen eines Staates in Anspruch nehmen kann wenn man auch Versicherungsbeiträge einbezahlt hat - macht auch Sinn sonst würde dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Einfach so kommt man auch nicht an eine andere Staatsbürgerschaft, dein Vater ist ja schon EU-Bürger, also wenn ihm die deutsche Krankenkasse da nicht helfen kann, wirds wohl wenig legale Lösungen geben.
      Ich mein zu wissen das wenn dort ein Organ fehlt wird dem nächsten Unfall toten der nichts schriftlich hinterlassen hat, das benötigte Organ entnommen. Weißt du das sicher mit den Sozialleistung. Es geht ja hier nicht um Missbrauch, er ist ja bereit auch Sozialleistungen oder sonst was an Österreich abzugeben. Deshalb ja meine Frage ob man Staatsbürger sein muss.
    • kearney
      kearney
      Global
      Dabei seit: 13.04.2007 Beiträge: 6.694
      Original von christian88
      Original von kearney
      Ich bezweifle mal stark dass die Situation in Österreich um so viel besser ist, auch bei uns warten die Leute jahrelang auf Spenderorgane - deine Idee finde ich zwar verständlich, aber eigentlich... naja lassen wir das.

      Allgemein läufts so, dass man nur dann Sozialleistungen eines Staates in Anspruch nehmen kann wenn man auch Versicherungsbeiträge einbezahlt hat - macht auch Sinn sonst würde dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Einfach so kommt man auch nicht an eine andere Staatsbürgerschaft, dein Vater ist ja schon EU-Bürger, also wenn ihm die deutsche Krankenkasse da nicht helfen kann, wirds wohl wenig legale Lösungen geben.
      Ich mein zu wissen das wenn dort ein Organ fehlt wird dem nächsten Unfall toten der nichts schriftlich hinterlassen hat, das benötigte Organ entnommen. Weißt du das sicher mit den Sozialleistung. Es geht ja hier nicht um Missbrauch, er ist ja bereit auch Sozialleistungen oder sonst was an Österreich abzugeben. Deshalb ja meine Frage ob man Staatsbürger sein muss.
      Ich hab als Zivi einige Dialysepatienten betreut und die haben auch schon mehrere Jahre auf Spenderorgane gewartet, Österreich ist nicht das Schlaraffenland wo man menschliche Organe im Supermarkt bekommen kann - ich glaube dass du da schon überzogene Vorstellungen hast was die Verfügbarkeit von Spendern angeht. 3 Jahre Dialyse ist ja mal gar nichts im Vergleich zu den Fällen die ich gekannt habe.

      Wie stellst du dir denn das vor dass dein Vater jetzt nach Österreich kommt und Sozialabgaben leistet? Ist er überhaupt arbeitsfähig?

      Ich glaube kaum dass die Staatsbürgerschaft ausschlaggebend ist aber die österreichischen Krankenkassen werden sich mit Sicherheit weigern einen Patienten anzunehmen der weniger Sozialabgaben geleistet hat/leisten wird als er konsumieren wird - alleine daran wirds scheitern.
    • christian88
      christian88
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2006 Beiträge: 1.508
      Geld spielt hier in diesem Fall keine Rolle. Wie sieht das denn damit aus das die deutschen Krankenkasse die Kosten übernehmen, da es für die ja wesentlich billiger ist. Ja klar sind drei Jahre nichts im Vergleich, aber leidet da sehr drunter nicht nur physisch.
    • kearney
      kearney
      Global
      Dabei seit: 13.04.2007 Beiträge: 6.694
      Original von christian88
      Geld spielt hier in diesem Fall keine Rolle. Wie sieht das denn damit aus das die deutschen Krankenkasse die Kosten übernehmen, da es für die ja wesentlich billiger ist. Ja klar sind drei Jahre nichts im Vergleich, aber leidet da sehr drunter nicht nur physisch.
      Wenn du wirklich so daran interessiert bist frag doch mal bei einer österreichischen Krankenkasse an:

      http://www.wgkk.at (Wien)
      http://www.noegkk.at (Niederösterreich)

      Wenn Geld wirklich keine Rolle spielt würde ich mal bei diversen Krankenhäusern in China anfragen, wenn es wahr ist was man so hört sollte da so einiges möglich sein...
    • christian88
      christian88
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2006 Beiträge: 1.508
      Danke für die Links.