Das Raise for free Showdown - neue Fassung

  • 8 Antworten
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Alle Achtung erstmal für die Geschwindigkeit, in der du gute Artikel raushaust!

      Kleiner Fehler: Seite 1, Warum solltest du for free Showdown raisen? Beispiel A2s Flop J73 rainbow

      In der Begründung heisst es, der Gegner hätte mit KJ oder TJ 6 Outs und könnte die folden. Gemeint sind wohl KT oder QT, denn der J ist top Paar.

      Verständnisfrage:
      Welche Hände kommen für ein Free-SD-Raise in Frage?
      Beispiel 1 T2s Flop Q74 rainbow

      Die Hand wurde wahrscheinlich nicht auf Party gespielt, weil SB hier Position auf BB hat und nicht umgekehrt? Vielleicht wäre es besser, SB in Button umzubenennen, damit es klarer ist.

      Was ist die Motivation für den Flop Call? Man hat selbst gegen random nur 29% Equity und gegen eine realistischere 85% Range unter 26%. Gegen eine 28-85% Range (Gegner hat preflop nicht ge-3-bettet) hat man 30%. Das ist doch kaum genug?

      Beispiel 2:

      33 auf TTT Flop.

      Gab's da nicht so ein Prinzip, nachdem die Gegner nie ein FH folden, egal wie schlecht es ist? Benannt nach einem 2+2 Spieler. Vielleicht ist das gegen Shorties im Turnier nahe der Bubblephase anders, aber im Cashgame würde ein Shortie hier nie eine bessere Hand folden. FL Shorties folden nicht, sie knallen ihr restliches Geld rein. So schnell sie können. Ich sehe das eher als Valueraise gegen A high, das hier selten folden wird, weil es keine Kickerprobleme mehr hat.


      Problem: Rangepolarisierung nach der 3-Bet

      Beispiel 44 Flop 99J

      Preflop Hand History stimmt nicht. Statt Hero calls muss es wohl heissen LAG calls.

      CO hat preflop nicht gecappt, aber kommt auch AQ/AK für CO mit live Kicker in Frage?


      Raise for free Showdown 3-handed+

      Beispiel A6s Flop 752 rainbow


      Selbst wenn der SB nie eine bessere Hand foldet, hast du dich gegen die schlechtere Hand isoliert und so den ganzen Pot gewonnen.
      Klingt für mich etwas widersprüchlich, denn wenn der Gegner eine bessere Hand nicht foldet, haben wir uns gegen eine bessere Hand isoliert und er gewinnt den Pot. Sowas klappt auch nur, wenn der Gegner nicht zu den Donkeys gehört, die auch den River auf Angstkarte donken und ansonsten ein Paar schmerzfrei immer donken. Eine sich paarende Karte betrachten solche Spieler z. B. als Angstkarte, ebenso hier z. B. 3, 4, 6, A, Karo. Oft haben sie mit dem Kram auch was getroffen. Anschaungsmaterial bietet das nächste Beispiel.

      Never bluff a donkey ;)


      Wie spielst du, wenn der Gegner oft einen Draw hat?

      Ein Vorteil des Freeshowdownraises gegen Draws ist, dass man seine Hand auf Boards gewinnt, auf denen mehrere Draws möglich sind. Einer davon kommt am River häufig an, aber nicht notwendigerweise der, den der Gegner hat. Callt man den Turn würde der Gegner seinen nicht angekommenen Draw am River bluffen und man hat ein Problem, das man mit dem Freeshowdownraise vermeiden kann. Nach einem Turnraise checken viele den River, unabhängig davon, ob ihr Draw angekommen ist oder nicht. Man muss natürlich gegen die Gefahr einer 3-bet abwägen. Bei Boards mit mehreren Draws muss man aber berücksichtigen, dass die Foldequity gegen bessere Hände stark eingeschränkt ist, weil die Gegner einen selbst oft auf einen Semibluff setzen, gegen den sie nicht folden. Der Freeshowdownraise hat hier mehr den Charakter eines Valueraises gegen Draws.
    • petebull1107
      petebull1107
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2007 Beiträge: 1.120
      Original von cjheigl

      Selbst wenn der SB nie eine bessere Hand foldet, hast du dich gegen die schlechtere Hand isoliert und so den ganzen Pot gewonnen.
      Klingt für mich etwas widersprüchlich, denn wenn der Gegner eine bessere Hand nicht foldet, haben wir uns gegen eine bessere Hand isoliert und er gewinnt den Pot.
      Nicht wenn er schlechtere Haende call und die nicht alle foldet. Aussage ist hier das SB nie einen winner foldet, der Umkehrschluss ist daraus aber nicht zu holen.
    • TobiasNRW
      TobiasNRW
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2006 Beiträge: 22.033
      Zum Bsp. mit den 44.

      Wie wäre hier ein FreeshowdownCAP ???
    • TobiasNRW
      TobiasNRW
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2006 Beiträge: 22.033
      Keiner eine Meinung dazu???
    • schnizm
      schnizm
      Black
      Dabei seit: 17.06.2006 Beiträge: 1.967
      Was willst du denn damit erreichen?
    • petebull1107
      petebull1107
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2007 Beiträge: 1.120
      Original von TobiasNRW
      Zum Bsp. mit den 44.

      Wie wäre hier ein FreeshowdownCAP ???
      Weil der mit seiner angenommenen besseren Range den River dann donken wuerde. Wenn du den SD sehen willst investierst du die 2BB eher in den Call-Down als 2BB+1BB fuer den FSD-Cap falls River blanked und du einer donkbet gegenueberstehst.

      Ausserdem kannst du bei Turn call den Rivercall dann auch weglassen wenn die draws ankommen.

      Den Turn-Raise unternimmst du ja um den Gegner dazu zu bringen 55-88 zu folden - wenn der weitermacht, hat der ne Madehand die besser ist als deine oder nen Draw mit vielen outs. Folden wird der die nie.
    • DerA1234
      DerA1234
      Gold
      Dabei seit: 15.04.2007 Beiträge: 181
      Original von cjheigl

      Beispiel 1 T2s Flop Q74 rainbow

      Die Hand wurde wahrscheinlich nicht auf Party gespielt, weil SB hier Position auf BB hat und nicht umgekehrt? Vielleicht wäre es besser, SB in Button umzubenennen, damit es klarer ist.

      Was ist die Motivation für den Flop Call? Man hat selbst gegen random nur 29% Equity und gegen eine realistischere 85% Range unter 26%. Gegen eine 28-85% Range (Gegner hat preflop nicht ge-3-bettet) hat man 30%. Das ist doch kaum genug?

      Die Hand ist für mich auch ein Fold am Flop. Vorne bin ich hier zu selten, und der c/r dürfte seine Range verbessern. Hier würde ja auch equitymäßig kaum ein calldown in Frage kommen.
    • DerA1234
      DerA1234
      Gold
      Dabei seit: 15.04.2007 Beiträge: 181
      Original von cjheigl

      Beispiel 1 T2s Flop Q74 rainbow

      Die Hand wurde wahrscheinlich nicht auf Party gespielt, weil SB hier Position auf BB hat und nicht umgekehrt? Vielleicht wäre es besser, SB in Button umzubenennen, damit es klarer ist.

      Was ist die Motivation für den Flop Call? Man hat selbst gegen random nur 29% Equity und gegen eine realistischere 85% Range unter 26%. Gegen eine 28-85% Range (Gegner hat preflop nicht ge-3-bettet) hat man 30%. Das ist doch kaum genug?


      Die Hand ist für mich auch ein Fold am Flop. Vorne bin ich hier zu selten, und der c/r dürfte seine Range verbessern. Hier würde ja auch equitymäßig kaum ein calldown in Frage kommen.