Seminararbeit: Measuring risk aversion

    • Wanderprediger
      Wanderprediger
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2005 Beiträge: 239
      Hi Leute,

      ich hab nächstes Semester ne Seminararbeit mit dem obig genannten Thema. Dazu gehört auch ein "practical part":

      Practical part: Conduct an own survey (e.g. with other seminar participants), or try to analyze the behavior of individuals in online poker.

      Wie Risk aversion allgemein gemessen werden kann ist mir nach der Einführungsliteratur soweit klar, aber wie ich den practical part angehen soll, ist mir noch völlig unklar.

      - Welche Pokervariante würdet ihr analysieren, bzw. was macht da Sinn?

      - Ich habe mir gedacht ich werde nur ein paar Situationen analysieren, weil ich natürlich für ne 15 Seiten Arbeit nicht alles auseinanderklamüsern kann. (der Rest kommt dann vermutlich erst in meiner Diplomarbeit:-)) Denkt ihr es macht Sinn z.B. nur Situationen in NL zu analysieren, bei denen am Flop die Spieler all-in sind, oder sollte man das allgemeiner fassen?

      - Weiß evtl. jemand ob es zu diesem Thema schon papers gibt?

      Wäre für n paar Antworten echt dankbar! Oder falls jemand evtl. schon mal was in die Richtung gemacht hat und ich mich mit ihm austauschen könnte, wäre das natürlich auch nicht schlecht...

      Gruß, Markus
  • 6 Antworten
    • Tunneleffekt
      Tunneleffekt
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2007 Beiträge: 909
      Also mit 15 Seiten hast du zu wenig Platzt. Musst ja auch noch über den nichtpokerteil schreiben. Ich würde Situationen am Turn mit draws nehmen, wo man dann all in geht oder nicht, und am River, wobei der call dann auf die Einschätzung der Blufffrequancy und der Range basiert.
    • bahmrockk
      bahmrockk
      Bronze
      Dabei seit: 10.09.2005 Beiträge: 6.769
      wie immer bei sowas wuerd ich Texas Holdem nehmen, weils mathematisch einfach sehr leicht zu beschreiben ist, erst Recht wenn Du perfekte Information fuer eine Seite vorgibst.
      Dann spielst Du Dir fix Diamond und guckst Dir das aktuelle Ragen-Video an - kopierst ein paar Situationen daraus, quotest ihn, machst die Mathematik dazu, fertig sind 15 Seiten.
      Da das etwas utopisch ist, wie ich zugeben muss:
      Nimm Situationen, in denen Du ein paar % Equity bewusst aufgibst, um Deine Varianz zu druecken. Also ich bewege mich auf etwas geringerem +EV, dafuer habe ich aber high-risk-Situationen vermieden. Beispiel waere ne 45%/65% - Situation mit gerade genug Dead Money das es knapp ueber break even liegt.

      Als Kontrastpunkt wuerde ich nen fixed Limit Spieler nehmen, der auf scared money im HU sitzt, was man daran erkennt, dass er preflop 40% seiner Haende und postflop alles unter middle Pair top Kicker foldet - sprich, ich mache mit raise/bet als Gegner automatisch profit.
      Hier laesst seine Risikoaversion naemlich sein gesamtes Spiel in einen negativen Erwartungswert rutschen, was nen ganz anschauliches Beispiel ist, waurm Risiko noetig ist, um optimal zu arbeiten!

      - georg
    • waxnlovesAces
      waxnlovesAces
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2007 Beiträge: 861
      15 Seiten Seminararbeit? Neid! :(


      Also denke zumindest bei den richtigen Spielern ist die Risikoaversion bei genau 0. Schliesslich ist doch die Definition von Risikoaversion das man EV aufgibt um die Varianz klein zu halten oder nicht?
    • Tripper83
      Tripper83
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 4.381
      also imho passt der Thread "Wieviel Edge würdet ihr für weniger Varianz aufgeben" super dazu.

      Mach halt eine Umfrage draus und du hast deinen Praxisteil.
    • bahmrockk
      bahmrockk
      Bronze
      Dabei seit: 10.09.2005 Beiträge: 6.769
      @waxn das ist falsch. Durch seinen Spielstil beschneiden viele Spieler (ich zB auch) bewussst ihre winrate um die Varianz etwas zu druecken.
      Darunter fallen zB solche Extrem-Varianz-Handlungen wie Iso-3bet mit any two vs Blindposter der mit any two raised aber von dem man weiss, dass er postflop ca 20% der Haende aufgeben wird, vs agressive BB.
      Also es gibt Situationen, in denen ich bewusst 0,0xbb/100 aufgebe, wenn die Varianz, die durch die entsprechende Handlung zu gross werden wuerde.
      Lohn der Muehe: Swings, die um die 150bb liegen sind schon eher sehr selten.
      Kehrseite: nur 2,3bb anstatt 2,4bb / 100 (mwahaaha FISCHTEICH!!)

      - georg
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      ich finde das bubbleplay im turnier passt hier am allerbesten. passiert doch staendig, dass sich viele grad so ins geld folden und dafuer ev aufgeben. da braucht man auch nicht auf pokerregeln eingehen, sondern hat einfache kategorien, die unterschiedlich bewertet werden.