SH | Vom PFR auf die Openraisingrange schließen ? Advanced Spielertüpen unterscheiden

    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.275
      Shorthanded | Wenn ich von einem Spieler genug Hände habe, um einen relativ korrekten Aussagewert über seinen PFR zu haben habe ich ein Problem damit ihm dann eine grobe Range zu geben.

      Ich spiele 19/16, mit dem PFR von 16 kann ich mir ja jetzt in etwa meine Ranges UTG MP CO BU SB geben und weiß mit den 16PFR etwas anzufangen.

      Die erste Frage wäre ab welchem PFR kann ich davon ausgehen das mein Gegner MP2 ( UTG ShortHanded ) Any Pocket Openraised ? Ich habe etwas davon gehört das man beim PFR für UTG und MP ( ShortHanded ) in etwa /1,5 vom PFR rechnen soll um die Openraisingrange zu bekommen und beim BU und SB *1,5 oder so. ( Wie lautet die richtige Formel ? )

      In meinem Fall würde das jetzt heißen das ich ( 16 /1,5) 11% UTG ( Mp2 ) raise, was auch mit eigentlichen ~13% recht gut hinkommt.


      Meine Frage ist halt ob ich dieses Konzept auch auf die Extrembeispiele anwenden kann, oder in wieweit ich beim Schätzen der Range dort zwischen 40/10 "Fish" und 14/10 "Rock" eventuell von der Formel abweichen sollte um die Ranges etwas genauer zu definieren.

      ( z.B. das der Rock dann doch eher bereit ist vom CO/BU ein wenig zu Stealen und somit seine UTG-Range stärker sein könnte als der Fish der eigentlich AnyPosition den gleichen PFR ( JJ+ AQo AQs ) hätte. )
  • 3 Antworten
    • Metter3330
      Metter3330
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2007 Beiträge: 5.569
      Wie willst du denn von pfr auf position stats schließen? Es gibt genug schlechte Spieler, die z.B. gar nicht auf Position achten. Die raisen UTG genauso viel wie vom BU.
      Manche raisen vom BU nur etwas mehr als UTG, das ist doch bei jedem verschieden. Dadurch gibts auch keine Formeln dafür.

      Also deine Formeln da können halt auf jeden Fall nur bei bestimmten Spielertypen zutreffen, wahrscheinlich irgendwas Richtung "standard" TAG.


      Original von D4niD4nsen
      Die erste Frage wäre ab welchem PFR kann ich davon ausgehen das mein Gegner MP2 ( UTG ShortHanded ) Any Pocket Openraised ?

      Auch da kann man praktisch nix zu sagen. Selbst wenn du weißt, dass er z.B. 10% aus UTG raist, kennst du ja die Zusammensetzung der 10% nicht. Vllt. foldet er z.B. 22-66 und raist dafür A2s etc.

      Original von D4niD4nsen
      Meine Frage ist halt ob ich dieses Konzept auch auf die Extrembeispiele anwenden kann, oder in wieweit ich beim Schätzen der Range dort zwischen 40/10 "Fish" und 14/10 "Rock" eventuell von der Formel abweichen sollte um die Ranges etwas genauer zu definieren.
      Hast du dir doch eigentlich schon selbst beantwortet. Für jemanden, der viel steal, dafür aber sonst extrem tight ist, gelten die Formeln natürlich überhaupt nicht. Genauso wie für nen Fisch, der in jeder Position gleich spielt.
    • crt32
      crt32
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 15.895
      Wenn du genauere Infos über die Ranges haben willst, musst du einfach deine Gegner beobachten.
      zB Bei einem Spieler der UTG geraist hat und dann am Showdown 44 zeigt, kannst du davon ausgehen, dass er any Pocket any Position raist.

      Bei Fischen ist es im Übrigen sowieso sinnlos sich da über Ranges gedanken zu machen, weil die raisen was sie gerade Lust haben.
      Das einzige was da interesannt ist, ist wie sie ihre starken Hände preflop spielen. Manche Fische raisen jeden Müll, aber slowplayen ihre Aces preflop etc.

      Bei reasonablen Spielern kannst du zudem noch den ATS zu Rate ziehen. zB Extrem tighte Spieler mit (verhältnismäßig) sehr hohem ATS bekommen den großteil ihres PFRs durch die Steals, sodass du bei denen schonmal von noch tighteren UTG/MP Ranges ausgehen kannst.
    • saTa
      saTa
      Bronze
      Dabei seit: 06.10.2006 Beiträge: 73
      Der Trick liegt am Verhältnis zw. PFR und ATS (Attempt to Steal) - wenn jemand 19/16 spielt, aber 40% am Button und 30% am CO stealt, wird seine UTG Range folglich sehr, sehr tight sein.