adaption wenn die gegner sich comitten wollen

    • Halozination
      Halozination
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 1.618
      erstmal geh ich nur auch oop play ein irgendwie kann man das evtl. auf ip übertragen.

      ich hatte letztens eine situation dass jemand im rr pot sehr hoch gecbetted hat und sich damit offensichtlich comitten wollte. das gleiche gilt auch für flopraises mit (guten) draws im normlen raised pot.

      bsp1)

      ich {4x, 99, qq, aq}, villian ak
      ich raise, villian 3bet, ich call

      flop 235r
      ich check, villian bet close to pot, ich?


      in dem fall wo er einen korrekten potodds call macht mit genügend vielen outs wollen wir da wirklich dass er callt? oder ist es uns lieber dass er seine potequity in verschiedensten situationen aufgeben muss.

      eine counterline aus dem beispiel1 wäre call flop donkpush bei blanks mit schwächeren draws (4x, AQ o.ä.) und mit verwundbaren made hands (77-qq). ist diese line in diesem exakten spot besser als ein crai flop?

      das gleiche könnte man auch im normalen raised pot wo man draw vs draw szenarios befürchtet fragen wo man den schwächeren draw hat. muss man dann natürlich auch mit made hands machen.

      bsp2)
      hero raise {56ss,jj}, bu calls kqss

      flop 3s4s9c
      hero bets, bu raises

      turn Td
      hero bet(/calls), bu folds

      macht diese call flop, donk turn line eurer meinung nach sinn?
      das 2. bsp ist jetzt nicht so optimal weil wir am flop noch genug fe haben. aber auf die schnelle hab ich nichts besseres konstruieren können
  • 3 Antworten
    • BReWs7aR
      BReWs7aR
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 7.740
      Ich find die Überlegungen eigentlich nicht schlecht. Nur im ersten Beispiel imo zu ideal gedacht, da wir immer von einer Range ausgehen müssen. Wenn wir also den Flop callen, wird unser Turnplay auch oft irgendwas knappes zwischen Bluffbet, Valuebet und Protectionbet, da wir keine potenziellen Freecards verteilen wollen, weil sich Villain dann mit seiner Flopbet 2 Karten erkaufen würde. Wie denkst du, sieht unsere Line bei einem A, K oder 4 Turn aus?

      Beim zweiten Beispiel find ich grad keinen Haken, bis auf die FE, die wir ja am Flop haben. :)
    • Halozination
      Halozination
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 1.618
      um den thread nochmal zu pushen.

      nen a und ne 4 check ich logischerweise nochmal zu ihm (egal was ich habe) weil wenn ich was hätte mit dem ich broke gehen möchte würde ich ihn auch nochmal bluffen lassen. könnte sein dass manche leute desshalb auf ne donk looser broke gehen, denke aber eher nicht dass das in der speziellen hand der fall ist.

      bei nem k würd ich nur denken WTF X( und keinen plan haben was ich mache ^^. der k hat meine hand ja quasi nie verbessert und nur seine. denek auch nicht dass er jj da jemals auf ne donk folded.
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      Ich nehme jetzt einfach mal die erste Situation:

      Am flop haben wir folgende Equity (ich habe 4x auf ein paar Kombis begrenzt):

      Text results appended to pokerstove.txt

      696,960 games 0.006 secs 116,160,000 games/sec

      Board: 2c 3d 4h
      Dead:

      equity win tie pots won pots tied
      Hand 0: 59.446% 55.91% 03.53% 389695 24617.00 { QQ, 99, 44, AQs, 64s, 54s, 43s, AQo, 54o }
      Hand 1: 40.554% 37.02% 03.53% 258031 24617.00 { AKs, AKo }

      Damit ist schon mal klar, dass wir broke gehen, die Frage ist ob wir den Pot mit oder ohne SD wollen. Nehmen wir an, wir raisen 3x, villain rr auf das 3-fache. Mit blinds sind das dann ein Pot von ~20BB am Flop. Schauen wir uns mal die 2 Alternativen (balancing ausser acht gelassen) an:

      Alternative 1: Wir pushen, Hero&Villain haben 90BB left. Am 200BB Pot haben wir 59.5% Equity was 119BB entspricht. Wenn Villain foldet (max EV play für ihn) gewinnen wir 20BB. Wenn Villain callen würde gewinnen wir 119-90=29BB.

      Alternative 2: Wir checken, er pottet, wir raisen all-in. Bei seiner letzten Entscheidung hat Villain noch 70BB left und der Pot ist 130BB groß. Er muss also callen (EV call > EV fold für ihn). Unser EV entspricht also 29BB.

      Entsprechend will ich als Fav hier max. Value reinbringen. Jeder zusätzliche Dollar der am Flop reinwandert macht mich glücklich.

      Anders sieht es aus, wenn man nicht Fav ist, sondern Flip-Spots hat. Hier profitieren wir davon, dass Villain foldet. Der Knackpunkt ist hier die Frage, inwiefern die Ranges bekannt sind. Wenn Du annimmst villain kennt auch Deine Range dann wird er unabh. von der Line immer callen, da er eben 50% vom dead money am Flop gewinnt. In Realität kennt Villain aber Deine Range nicht. Hier sollte man versuchen so zu spielen dass Du den Gegner zum Folden bringst, was natürlich nicht geht wenn er sich durch eine Bet commited.