Suche Thema aus Pokerbereich für Seminararbeit

    • schummelpilz
      schummelpilz
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2007 Beiträge: 786
      Hallo!

      Ich nehme im Moment an einem Arbeitstechniken Seminar an der Uni teil.
      Am Schluss dieses Seminars wird eine Abschlussarbeit verlangt, welche dann für die Bewertung heran gezogen wird.

      Ich habe mit dem Dozenten etwas Glück, ich darf nämlich irgendein Thema nehmen, also wirklich praktisch alles.
      Weiter darf ich auch die Zielgruppe des Artikels / der Arbeit frei bestimmen, auch zB. an euch "Pokerpros".
      Er ging sogar soweit zu behaupten, dass es nicht allzu wichtig wäre, ob er den Inhalt wirklich verstünde.
      Es geht hier viel mehr darum zu zeigen, dass man "wissenschaftlich" arbeiten kann, also formal ordentlich vorgeht, korrekt mit Quellen und Zitaten umgeht etc.
      Das sollte deshalb mit dem Thema dann auch möglich sein, bei manchen wird es schwer sein wirklich ordentliche "zitierbare" Quellen anzugeben (im Prinzip sind Online Publikationen erlaubt) oder für den Dozenten ansatzweise verständlichen Inhalt zu produzieren.

      Bewertet wird das vom Dozenten, einem Pädagogen, der wohl vor Ewigkeiten auch mal Mathe studiert haben soll.
      Allerdings hat der Mensch noch nie gepokert. Der Fokus der Bewertung wird also stark auf der Form und die Visualisierung liegen.
      Selbstverständlich ist mir das Thema aber nicht ganz unwichtig, wenn das Ganze Spaß macht wird sie umso besser.
      Daher möchte ich nach Möglichkeit ein Thema wählen, was sich dafür besonders gut eignet.

      So, jetzt ist die Frage welche Themen für eine Arbeit in Frage kommen.
      Die Arbeit soll am Schluss schlanke ~15 Seiten umfassen, dh. für den eigentlichen Inhalt bleiben ca 10 Seiten oder so übrig.

      Es folgt eine Liste von den Themen, die mir und anderen bisher dazu eingefallen sind.
      Wenn euch noch weitere Themen einfallen sollten, gute Quellen (Literatur oder auch online) für ein Thema habt oder einfach nur allgemein ein Kommentar abgeben wollt wäre ich darüber sehr dankbar.


      - ein bestimmtes Pokerkonzept betrachten, wie zB Semibluffraise mit Mathe etc beleuchten oder über die Analyse bestimmter Spielweisen / Hände mit Ranges etc (kritisch, weil recht schwer mit Literatur etc zu belegen und sehr pokerbezogen/schwer verständlich für Korrektor

      - Warum "learning by doing" beim Pokern falsch ist. Wie man hier Lernen kann bzw sollte (analytisch usw.) Das wäre für einen Pädagogen ein sehr vertrautes Thema, für mich allerdings recht neu (Bin Informatiker, Bachelor, 2. Semester).

      - Nash Gleichgewicht. Spieltheorie (evtl Stein Schere Papier als Bsp). Evtl Anwendung mit SnG PushOrFold Situationen

      - Toy Games. Reduktion komplexer Probleme. Ein mMn sehr anschauliches Thema, was man gut verstehen könnte. Evtl Anwendung auf Poker mit Riverplay Beispielen oder ähnlichem

      - Glück / Risiko beim Pokern. Ein bisschen Mathe und darauf eingehen, was für Konsequenzen den Pokerspieler erwarten bzw auch wie er dem Ganzen begegnen könnte.



      Wie gesagt, ich bin für alles offen und sehr dankbar für jede Art von Anregung, sei es nun ein neuer Themenvorschlag, eine gute Quelle für einen bereits genannten oder ein Kommentar.



      Vielen Dank für eure Mithilfe
      schummelpilz
  • 7 Antworten
    • AKI307
      AKI307
      Black
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 1.642
      hi find die themen schon alle ganz interessant. Würd mich über ne veröffentlichung hier freuen.
      zum topic "learning by doing": ist auch beim pokern das A und O. Du kannst noch so viel theorie drauf haben, wenn du keine spielerfahrung hast, bist du jedem halbwegs guten spieler unterlegen. Vielleicht hab ichs aber auch nur falsch aufgefasst....
    • schummelpilz
      schummelpilz
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2007 Beiträge: 786
      Original von AKI307
      hi find die themen schon alle ganz interessant. Würd mich über ne veröffentlichung hier freuen.
      zum topic "learning by doing": ist auch beim pokern das A und O. Du kannst noch so viel theorie drauf haben, wenn du keine spielerfahrung hast, bist du jedem halbwegs guten spieler unterlegen. Vielleicht hab ichs aber auch nur falsch aufgefasst....
      Das mit der Veröffentlichung lässt sich bestimmt irgendwie regeln, ist ja kein Problem. Für ganz eifrige würde ich auch noch nen Korrekturleseposten anbieten ;-) Aber soweit bin ich ja noch lange nicht.

      Zu deinem Kommentar: Kommt vielleicht nicht so gut rüber, aber ich meinte damit das ergebnisorientierte Spielen. Also aus den Ergebnissen seiner Handlungen zu lernen, was beim Pokern ziemlich falsch ist, für den Menschen in sehr vielen anderen Bereichen allerdings ganz natürlich.
    • Salokin
      Salokin
      Black
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 1.002
      Einfach wegen Belegbarkeit mit Literatur würde ich an deiner Stelle mich auf Nashgleichgewichte oder Toygames festlegen.
      Was Nash betrifft kannst du dich hier bei den Lecture Materials mal umschauen, das war ein Workshop zu Spieltheorie in Bezug aufs Pokern bei uns an der Uni, die Quellen passen teilweise super zum Thema Nashgleichgewichte im Pokern und teilweise auch zum Thema Toygames.
    • schummelpilz
      schummelpilz
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2007 Beiträge: 786
      Original von Salokin
      Einfach wegen Belegbarkeit mit Literatur würde ich an deiner Stelle mich auf Nashgleichgewichte oder Toygames festlegen.
      Was Nash betrifft kannst du dich hier bei den Lecture Materials mal umschauen, das war ein Workshop zu Spieltheorie in Bezug aufs Pokern bei uns an der Uni, die Quellen passen teilweise super zum Thema Nashgleichgewichte im Pokern und teilweise auch zum Thema Toygames.
      Vielen Dank für den Link, sieht sehr vielversprechend aus!
      Dein Argument ist sehr wichtig, das gleiche dachte ich mir auch bzgl Nashgleichgewichten. Allerdings habe ich bzgl Toygames schon die Aussage gehört, dass es dazu praktisch null Literatur gäbe, die nur in Mathematics of Poker sehr oft angewendet würden.
      Kennst du / ihr irgendwelche Quellen rund um Toygames?
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Nash bitte.
    • dieclaudi
      dieclaudi
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2007 Beiträge: 21
      in 15 seiten kannst du doch einiges machen.
      da ich selber nen seminarvortrag über minmax-satz halten musste kann ich sagen, dass stein-schere-papier für die einführung von optimalen strategien gut geeignet ist.
      weiter kannst dann auch auf ein vereinfachtes pokermodell eingehen, und das dann auf das wirkliche spiel anwenden.

      gute literatur dazu ist:bewersdorf-logik und bluff
    • Salokin
      Salokin
      Black
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 1.002
      Original von schummelpilz
      Vielen Dank für den Link, sieht sehr vielversprechend aus!
      Dein Argument ist sehr wichtig, das gleiche dachte ich mir auch bzgl Nashgleichgewichten. Allerdings habe ich bzgl Toygames schon die Aussage gehört, dass es dazu praktisch null Literatur gäbe, die nur in Mathematics of Poker sehr oft angewendet würden.
      Kennst du / ihr irgendwelche Quellen rund um Toygames?
      Quellen, die sich darum handeln, wie man am besten sinnvolle Toygames zu komplexen Problemen aufstellt, sind mir leider auch nicht bekannt. :(
      Und die Lösung der Toygames sind halt wieder nash equlibrium strategies oder etwas verfeinert proper strategies. :/