Denken in relativen Ranks Heads Up?

    • SunTzu81
      SunTzu81
      Black
      Dabei seit: 08.08.2006 Beiträge: 1.646
      Mir ist mal in den Sinn gekommen, dass man beim Pokern pre-flop sehr gut in Standardsituationen denken könnte.
      Ich meine damit, dass man die wenigen möglichen Konstellationen, die Heads Up möglich sind, abstrahiert, indem man vorerst Suitedness und Connectedness ignoriert und statt absoluten Ranks in relativen Ranks denkt.

      Aus einer Situation wie z.B. AJ vs. KQ macht man dann AD vs. BC usw.
      Ich denke, sowas könnte sinnvoll sein, da es in der Regel nur einen sehr kleinen Unterschied macht, was A, B, C und D im Einzelfall sind.

      AJ vs. KQ unterscheidet sich in der Equity nur marginal von T2 vs. 74 oder J4 vs. 96 usw.

      Wenn man die so abstrahierten Situationen nun in einer Tabelle zusammenstellt, könnte man dann Faktoren wie Suitedness und Connectedness evtl. über Modifikatoren wieder reinrechnen und hätte so eine hoffentlich leichte Möglichkeit, pre-flop Heads Up Equities zu bestimmen.

      Ich frage mich nun, ob
      1. So ein System vielleicht schon in der Literatur existiert und
      2. ßberhaupt sinnvoll nutzbar wäre

      Die resultierenden möglichen Situationen wären ja folgende:

      AA vs. BB
      AA vs. BC
      AA vs. AB

      AB vs. CD
      AB vs. CC
      AB vs. BC
      AB vs. BB
      AB vs. AC

      AC vs. BD
      AC vs. BB
      AC vs. BC

      AD vs. BC

      Wenn ich nichts vergessen hab, bleiben also 12 abstrahierte Grundsituationen.
  • 2 Antworten
    • FastFourier
      FastFourier
      Bronze
      Dabei seit: 04.11.2005 Beiträge: 804
      Ist ne nette Idee, aber was bringt das?
      Wenn man die Karten des Gegners nicht kennt nützt einem eine solche Aufstellung relativ wenig. Ist ja im Prinzip nichts anderes als eine Tabelle mit Einträgen a la "Pair vs. Overcards" usw... die Wahrscheinlichkeiten sollte jeder ungefähr kennen.
    • DestructOne
      DestructOne
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2006 Beiträge: 2.049
      Solche Systeme gibt es in der Literatur, wenn auch nicht so ausführlich. Da die Suitedness und Connectedness nicht soviel ausmacht bzw. sich schwer berechnen läßt brauch man nur die paar Standardfälle. So ist es z.B möglich die Equity von KQ gegen eine gewisse Range mit den unterschiedlichen Fällen Overpair, Underpair, higher Cards, 2 lower cards,1 high 1 low card, dominiert oder nicht etc. zu berechnen/abzuschätzen, aber ob die Undercards jetzt eher JTs oder 76s oder 54o sind ist einfach nicht so relevant.