Equity für c/r flop

    • DerA1234
      DerA1234
      Gold
      Dabei seit: 15.04.2007 Beiträge: 181
      Macht es Sinn irgendeine Equity für einen value c/r am Flop festzulegen?

      Beispielweise ich treffe Midpair und hab 65% Equity und sollte also c/r. Ich denke, es kommt immer ziemlich auf Board an, aber das könnte ja auch in der Equity drin sein.
  • 2 Antworten
    • Zinsch
      Zinsch
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2008 Beiträge: 11.800
      Glaub nicht, dass es Sinn macht, dafür eine bestimmte Grenze festzusetzen.

      Hängt zu sehr von der Situation (Board, Gegner) ab.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Da treten einige Probleme auf.

      Am Flop ist eben nicht nur Value entscheidend, sondern auch Protection. Du willst nicht, dass der Gegner billig die Turnkarte sehen kann und dich dann mit einem 3-Outer wie A2o ausdrawt. Der zweite Punkt ist die Initiative. Du willst oftmals nicht den Turn checken, da der Gegner sonst am Turn freie Wahl hätte. Er kann mit guten Händen betten und mit schwachen die Freecard nehmen. Daher willst du gern den Turn betten. Jetzt stehst du aber vor dem Problem, dass die Turnbet in dein Betting Pattern integriert werden muss. Du kannst ja nicht deine halb-starken Hände cc Flop, b Turn und deine starken cr Flop, b Turn spielen. In der Regel spielt man deswegen mit allen Händen cr Flop.

      Außerdem ist es immer schwer mit Equity zu rechnen. Nur weil deine Equity niedrig ist, heißt das nicht, dass cr -EV ist. Wenn der Gegner viele bessere Hände folden muss, dann kannst du auch mit relativ wenig EQ profitabel semibluffen. Auf der anderen Seite kannst du auch sehr viel EQ haben, aber wenn der Gegner seine schwächeren Hände foldet und dir nur mit besseren Action gibt, wäre ein cr kontraproduktiv. Manchmal hat Bluff Induce wesentlich mehr Value. Eine Form dieses Konzeptes ist WAWB.