Playability und Prefloplay

    • DerA1234
      DerA1234
      Gold
      Dabei seit: 15.04.2007 Beiträge: 181
      Die Playability meiner Hand beeinflußt ja mein Entscheidung, wie ich preflop spiele.

      Nehmen wir jetzt mal an, ich bin im BB und habe einmal KQo und einmal A8o. Mit beiden Händen habe ich gegen einen bestimmten Spielere beim button raise eine Equity von knapp über 50%. Mit welcher Hand soll ich eher 3-betten?

      Für KQo spricht die gute playabilty, womit ich die Equity laut Preflop und Equity Artikel um bis zu 3,5% hochsetzten kann. Andererseits möchte ich mit KQo den Flop erstmal sehen, weil ich dann oft optimal weiterspielen kann und nicht zu der contibet komittet bin (Stand so im Artikel).
      Allerdings kann ich mit einer 3-bet ja noch zusätzlich Foldequity von Ah Händen bekommen, was für mich für die 3-bet spricht.

      Bei A8o drückt die schlechtere playabilty die Equity eventuell unter 50%, was dann auch gegen die 3-bet spricht.
  • 2 Antworten
    • tzare
      tzare
      Black
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 5.316
      KQ zu 3-betten macht am meisten Sinn wenn der gegner leicht von A high zu bekommen ist oder wenn man ne wirklich gute Equity edge hat .
      durch die 3-bet macht man sich ja die Playability erstmal kaputt , da man sich ja quasi dazu verpflichtet den Flop und meistens auch den Turn zu Contibetten .

      A high lässt sich mit ini dagegen einfacher spielen da man bei ekligen Boards halt seltener die beste hand foldet .(Und man hat ui häufiger die bessere hand).
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Jo, tzare hats schon gesagt. Playability ist eigentlich nur dann entscheidend, wenn du deine Hand passiv defendest. Wenn du mit einer 3-Bet die Führung übernimmst, zwingst du dich oftmals in die FBS bet flop, bet turn und hast daher nicht viel Spielraum. Mit manchen Händen wie A-high ist das auch gut, weil du ohne Initiative oft nicht weißt wo du stehst. Mit den K-high (oder auch den Q-high) Händen, weiß man am Flop aber oftmals besser Bescheid und es lohnt sich preflop nur passiv zu defenden und das Geld nur in die Mitte zu schieben, wenn der Flop gut ist.

      Equity und Playability sind aber nicht die einzigen Entscheidungshilfen preflop. Deine Range darf natürlich auch nicht zu A-high lastig werden, da ein thinking Gegner sonst ausgezeichnet dagegen spielen kann. Auch hängt die Preflop-Entscheidung von deinem Gegner ab. Je mehr der Gegner fit-or-fold spielt, desto mehr kann man for implied Foldequity 3betten (zB QTs). Gegen blufffreudige Gegner ist es dagegen sinnvoller mehr Hände passiv zu defenden.