Allg. für Pre-Flop play 5/10 SH + (calls)

    • FiSheYe
      FiSheYe
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 429
      1.
      Der Openraise Chart ist ja sehr klar definiert. Meine erste Frage geht in Richtung, wann es dennoch +EV ist mit Händen wie 55, A7 mp2 oder 44, A5 zu open limpen, bzw. nach 1nem limper mit Händen wie a5s Mp2 oder 33 CO zu callen. Natürlich setze ich voraus, dass die Gegner hinter mir sowohl viel Vp$ip haben, als auch einen niedrigen Agressionwert (passiert mir sehr oft auf 5/10 bei guter Tableselection).

      Ich habe das Gefühl, wenn ich solche Hände immer folde verspiele ich EV, weil die Gegner oft zu loose passiv sind. Gibt es da eine Art Grenze ab der man diese Hands spielen kann, sprich wie schlecht müssen meine Gegner sein oder kann ich die Hands immer folden ohne ein schlechtes Gewissen zu haben?
      Es geht hierbei nicht um Ratschläge die anfängerfreundlich sind, sondern um eine EV bezogene Analyse der Hände, sprich Maximum aus den Startinghands rauszukitzeln.

      2. Mir passiert es öfters, dass ich in der SB gegen mehrere limper in unraised pots spiele und Hands wie J9o, T8o, 86o, 65o, 54o, 54s, 43s, 32s halte.
      Wenn die BB einen gerigen PFR Wert hat sind viele Hände spielbar. Ich bin aber in einem gewinnorientierten Spiel wie es Poker nunmal ist ungern auf reines "Gefühl" limitiert. Wann macht es Sinn bei einer Blindstruktur wie 5/10 solche Hände zu callen? Bzw. gibt es dort eine klare Grenze? Equityanalysen für 3bets vs raise und Raises gegen Limper kann ich in Eigenregie durchführen, aber bei vielen Hands die Borderline sind (s.o.) fühl ich mich unsicher ob ich callen oder folden sollte. Abschließend kommen auch oft noch Situationen wie z.b. mp2 raised, mp3 und BU coldcallen (fische) und ich bin in BB. Ich halte viele Hände aufgrund der Potgröße für Spielbar (T9o, T8s, usw.), allerdings hab ich wenig ßbersicht, wann es wirklich richtig ist zu callen.

      Natürlich gibt es nun viele die wie im IRC wieder auf Pre Flop Strategieartikel verweisen wollen oder einfach sagen Raise or Fold o.ä. aber bevor ihr sinnlose Sachen postet, denkt erstmal ne Sekunde drüber nach, weil es betrifft alle SH Spieler und könnte jedem von uns der nicht 100% das optimale Pre-flop rausholt helfen.

      So eine Art SB BB -when to call- Guide wäre vielleicht sinnvoll.

      *edit*
      Also natürlich kann man auch Equityanalysen bezüglich limpen aus SB gegen X-Gegner machen usw. aber ich kann schwer abschätzen wie viel der Postflop Nachteil in SB oder BB wiederum ausmacht. Desweiteren find ich es sehr schwer selbst abzuschätzen inwiefern was noch +EV ist.
      Die 75% Regel ist bei 5/10 anwendbar? Sorry es ist etwas unübersichtlich geworden, allerdings ist das ein sehr wichtiges Thema und es wird im Pre-Flop 1.0 Artikel für meinen Geschmack zu kurz behandelt.
  • 1 Antwort
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      1. Im Grunde nie. Gegen einen limper vor dir spielst du konsequent Raise oder Fold. Je schlechter der Limper ist, desto mehr Hände kannst du raisen.

      Erst gegen zwei Limper vor dir kannst du einige Hände, die zwar keinen Equity edge, dafür aber gute implied Odds haben, limpen - vor allem kleine Pocket Pairs.


      2. In einem raised Pot behandelst du die SB wie den Button. T9o und T8s sind definitiv nicht gegen einen Raise und 2 Cold Caller spielbar. An einer Equityanalyse führt leider nichts vorbei, je mehr von diesen Analysen du machst, desto präziser wird dein "Gefühl" für richtiges pre-flop Spiel. Das Durchführen solcher Analysen ist ja recht simpel.

      Die 75% Regel ist bei 5/10 anwendbar.