Die Psychologie des BRM

    • xVdVx
      xVdVx
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2007 Beiträge: 2.864
      Hallo zusammen,

      ich weiß nicht so recht wo ich meinen Beitrag hinpacken soll? Ich glaube hier im Forum "Allgemein" ist er für den Anfang vielleicht erstmal richtig.

      Wie sicherlich fast alle von euch, zeichne ich meine Spieldaten genau auf. Besonderen Augenmerk lege ich dabei darauf wie sich meine BR entwickelt, um rein vom Kopf her immer alles im Griff zu haben. Man will ja ein nachhaltig abgesichertes Spiel beitreiben. Eine Rücklage von 150 Buy-ins sollten dabei sicherlich erstmal ein gutes Gefühl der Sicherheit geben. Als SNG und MTT Spieler sieht mein Gewinn/Verlust-Graph dabei sehr "turbulent" aus. Es ist immer dasselbe. Ich falle, falle, falle, bis es dann durch einen Payout in einem MTT zu einem guten Anstieg kommt. Dann falle, falle, falle ich wieder. Es sieht aus wie ein ewiger Downswing, der dann durch einen mittleren Cash mal durchbrochen wird. Ob meine ganze SNGs Gamblerei überhaupt was bringt weiß ich garnicht abzuschätzen. Ich denke die tragen überhaupt nicht dazu bei, dass sich meine BR nach Oben verändert. Das kommt allenfalls mal durch einen rar gesähten Turniergewinn. Insgsamt liege ich aber ganz gut im Plus, so dass man im Prinzip von einem Luxusproblem sprechen könnte. Nun, ja, aber man will sich ja kontinuierlich verbessern.

      Jetzt zu meinem Problem:

      Es nervt mich tierisch dass ich kopfmäßig immer das Gefühl habe mich in einem Downswing zu befinden.

      Klar ist mir bewußt dass es sotetwas wie Varianz gibt.

      Hat von euch jemand ähnliche Erfahrungen gesammelt und kann mir vielleicht Tipps geben, wie ich das gedanklich am besten verarbeitet bekomme ? Poker soll Spaß machen und ich will gerne kontinuierlich meine BR weiter aufbauen. Bislang gelingt mir das aber nur durch MTT-Gewinne. Cash-Game spiele ich überhaupt nicht. Ich glaube dafür bin ich ohnehin nicht geeignet, ich stehe total auf das Feeling in coolen Turnieren.

      Nun, wer möchte hier in die "PSY"-Diskussion mit einsteigen ? Vielleicht finde ich ja ein paar Gleichgesinnte mit denen ich mich austauschen kann um meine Gesamtsituation weiter zu verbessern ?

      Für ein paar konstruktive Beiträge wäre ich echt dankbar.
  • 13 Antworten
    • Insaniac
      Insaniac
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 3.398
      vielleicht biste kein guter sng-spieler? samplesize?
      wenn du nur die coolen turniere magst, dann spiel doch nur die
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Was hat denn normale Varianz mit nem Downswing zu tun?

      Wenn du MTT spielst, ist es wohl normal, dass du viele verlierst und bei einem gut abräumst, um insgesamt im plus zu sein.

      Wenn du das Gefühl hast, in nem DS zu stecken, obwohl du kontinuierlich plus machst, hast du vielleicht einfach nicht die richtige Grundeinstellung. Das Wesen des MTT ist es nunmal, dass man nur einen Gewinn auf viele MTT braucht, um im plus zu sein.

      Keine Ahnung was du tun kannst, um dir das klar zu machen. Aber vielleicht solltest du auf deine entgültige BR gucken und nicht auf den Graphen?
    • xVdVx
      xVdVx
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2007 Beiträge: 2.864
      Original von Insaniac
      vielleicht biste kein guter sng-spieler? samplesize?
      wenn du nur die coolen turniere magst, dann spiel doch nur die
      Bei SNG 11 liege ich etwa bei einem ROI von 10% - 12 % gemessen an ca. 250 Games.

      Ab und an wollte ich mal SNG 22 angreifen. Da bekomme ich aber nur Packungen und habe deshalb dort auch ein negatives-ROI von rund 7%. Bin ich scheinbar noch nicht so weit und muss noch lernen.

      Nur MTTs spielen geht aufgrund der zeitlichen Komponente nicht. Ich muss also noch was anderes hinzupacken um meinen Pokertag auszufüllen. Cashgame geht aber nicht, das kann ich nicht.
    • xVdVx
      xVdVx
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2007 Beiträge: 2.864
      Original von BlackFlush
      Was hat denn normale Varianz mit nem Downswing zu tun?

      Wenn du MTT spielst, ist es wohl normal, dass du viele verlierst und bei einem gut abräumst, um insgesamt im plus zu sein.

      Wenn du das Gefühl hast, in nem DS zu stecken, obwohl du kontinuierlich plus machst, hast du vielleicht einfach nicht die richtige Grundeinstellung. Das Wesen des MTT ist es nunmal, dass man nur einen Gewinn auf viele MTT braucht, um im plus zu sein.

      Keine Ahnung was du tun kannst, um dir das klar zu machen. Aber vielleicht solltest du auf deine entgültige BR gucken und nicht auf den Graphen?
      OK, ja, stimmt ! Normale Varianz und Downswing sind in diesem Zusammenhang vielleicht nicht die richtigen Begriffe.

      Mir ist auch schon verständlich dass ich nur bei wenigen MTTs abräumen kann und meist halt meinen Buy-in zahle und damit den Pricepool für andere fülle.

      Gut, dann lass es mich anders formulieren.

      Gehen wir mal auf die Art der Spiele die ich angehen sollte.

      Mir fehlt so der richtige Ansatzpunkt wo ich mit meiner Spielweise eigentlich rihtig aufgehoben bin?

      Mit welcher Strategie empfiehlt es sich denn den Pokertag anzugehen, wenn ich einen erfolgreichen Tag hinlegen möchte ?

      Erstmal paar SNGs und wenn ich da im Plus liege ein MTT angehen ?

      Nur MTTs wenn es die Zeit zulässt ?

      Nur SNGs spielen und ggf. auch direkt auf SNG 5 umswitchen wenn ich merke ich habe bei SNG 11 keinen Erfolg ?

      Ist es besser Gewinn Token zu erspielen um damit größere MTTs anzugehen ?
    • R4ph4
      R4ph4
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2007 Beiträge: 1.933
      Ich denke du musst dich daran gewöhnen, dass du NICHT jeden Tag/Session im Plus abschließt - scheißegal welche Pokervariante du spielst... Sieh das ganze als eine große Lebenssession^^

      Einfach nochmal ein paar SNG Vids anschaun, Theorie büffeln etc. Die MTTs scheinen ja zu klappen bei dir.
    • xVdVx
      xVdVx
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2007 Beiträge: 2.864
      Sollte man die SNGs denn täglich einstellen, wenn man ein bestimmtes Plus erzielt hat ? Hab das mal in einem Buch von Felix Clivus gelesen.
    • Julian2503
      Julian2503
      Bronze
      Dabei seit: 02.06.2006 Beiträge: 1.893
      Ist auf jeden Fall nciht sooo schlecht sich Stop-win und stop-loss marken zu setzen. Bei mir hat es immer recht gut funktioniert, aber Disziplin ist halt wie immer das große Problem.

      Und nein, das Buch sagt mir nix.
    • R4ph4
      R4ph4
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2007 Beiträge: 1.933
      Ich spiel so lange wie ich ne Edge habe oder bis ich wiede im Plus bin hahahaha^^

      Spiel aber Cashgame und da warn knapp 4k Hands das Maximum was ich an einem Tag ma gespielt habe....

      SNGs hab ich glaub ich ma 150 oder so an einem Tag gezockt aber schon ne ganze Weile her
    • xVdVx
      xVdVx
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2007 Beiträge: 2.864
      Original von Julian2503
      Ist auf jeden Fall nciht sooo schlecht sich Stop-win und stop-loss marken zu setzen. Bei mir hat es immer recht gut funktioniert, aber Disziplin ist halt wie immer das große Problem.

      Und nein, das Buch sagt mir nix.
      Welche Marken bevorzugt ihr denn da so ?
    • R4ph4
      R4ph4
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2007 Beiträge: 1.933
      Für SNGs schwer zu sagen, aber bei SH Cashgame wüd ich mir so 5-7 stacks setzen warhscheinlich....
      warum so viel? Ich hatte schon öfters sessions wo ich soweit gedropt bin und am Ende Even oder sogar noch ein paar Stacks plus hatte... aber wenn ich mal eben in 20 Minuten 6 Stacks hole oder so hör ich dann meistens doch auf weil mir das dann reicht für den Tag^^
    • grinse1981
      grinse1981
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2008 Beiträge: 1.252
      bin zwar kein sng spieler,und mtt spiel ich auch nur mal nebenbei,aber imo hat op die falsche grundeinstellung..

      man sollte nicht versuchen seinen erfolg an kurzfristigen entwicklungen seiner bankroll zu messen,sondern an der qualität seiner entscheidungen..

      hatte letzte woche im sh cashgame über 3tage nen swing von knapp -16stacks..

      hab mir anschließend alle großen verlust hände im pt angeguckt,und bin zum schluß gekommen,das ich die meisten hände wieder genauso gespielt hätte,und in dem mom mit den informationen die ich hatte,die für mich richtigen entscheidungen getroffen habe..

      das zusammen mit einer komfortablen bankroll für mein limit,hat mich vor tilt und schlechter laune bewahrt..

      bin im mom auf knapp 30k hands für diesen monat grade mal ~3stacks up,wobei mir pokerev ca 17stacks under expectation anzeigt..

      und ich bin trotzdem glücklich :D

      ein guter pokerspieler kristallisiert sich über gute entscheidungen auf eine große samplesize heraus,im short-term kann selbst der größte donk die limits crushen...
    • xVdVx
      xVdVx
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2007 Beiträge: 2.864
      Schonmal schönen Dank für die teils sehr anregenden Beiträge. Gibt mir auch neue Denkanstösse. Ich weiß ja auch das man Longterm denken muss. Es ist aber verdammt schwer Shorterm alles auszublenden. Man kommt halt zügig an den Punkt wo man an sich zweifelt. Gibt es eigentlich auch Fachbücher die sich im wesentlichen nur auf BRM und Psy konzentrieren ?
    • grinse1981
      grinse1981
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2008 Beiträge: 1.252
      jop gibts..

      sind aber nur auf englisch soweit ich weiß..

      google mal nach "the poker mindset" oder "your worst poker enemy"

      das erste hab ich selber gelesen,und kann es sehr empfehlen,das zweite kenn ich nicht weiter,soll aber auch sehr gut sein..