Rechtsfrage: Als Dealer strafbar

    • TomGrill
      TomGrill
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2005 Beiträge: 1.842
      Hallo,

      mal eine Frage an die (angehenden) Juristen:

      Mache ich mich strafbar, wenn ich in Deutschland (Bayern) bei privaten Turnieren und Cashgames als Dealer arbeite und quasi Trinkgeld kassiere.

      Könnte man das sogar als Gewerbe anmelden?

      Danke für die Antworten.
  • 10 Antworten
    • Albatrini
      Albatrini
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 15.126
      im Prinzip bietest du noch nur die Dienstleistung des Kartengebens an, was ja nicht strafbar sein kann.

      Solange sich des restliche Rahmen im legalen Bereich aufhält (spiel im Spielgeld bzw. Turniere mit Sachpreisen im geregelten BuyIn Bereich) ist es hier halt die Frage, ob du dafür eine Lizenz brauchst.

      Alles andere wär halt Anbieten illegalen Glückspiels. (kein gefährliches Halbwissen, eher selbst logisch zusammengedacht)


      ~Alex
    • Whitelord
      Whitelord
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 3.323
      Mhh wenn ich jemanden einstelle zum Auto fahren und der weiß, dass es ein Fluchtwagen ist, dann ist es für ihn doch sicher auch strafbar. Wenn du bei einem illegalen Pokerspiel den Dealer gibts, dann ist das bestimmt auch strafbar. Zumindesten in einer Art Mittäterschaft.

      Wenn die Veranstalltung vollkommen legal ist, dann gibts 100% auch keine Probleme mit dem dealen.
    • Seekorn
      Seekorn
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 496
      Wenn es um Cashgames geht (also Geldgewinne) dann ist es strafbar und fällt mind. unter Beihilfe.
    • Mirigom
      Mirigom
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2006 Beiträge: 2.021
      wenns privat und nicht regelmäßig ist ist es doch eh erlaubt
    • OhDaeSu
      OhDaeSu
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2006 Beiträge: 331
      habe mich das auch mal gefragt. habe als dealer bei sit n go s (sachpreistunieren) gearbeitet. dann hat mich son typ gefragt ob ich bei ihm im "club" dealen will.... habe mir das einen abend angeschaut und es gelassen.

      es ist sicher nicht veranstalltung und wahrsch. auch nicht teilnahme an illegalem glücksspiel. denke sowas wie beihilfe zu illegalem glücksspiel (so wie raum zu verfügung stellen). und wenn ein staatsanwalt dann noch "regelmäßig" hört und es um größere summen geht kanns bestimmt auch etwas ärger für dich geben.
    • klopa
      klopa
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2006 Beiträge: 1.916
      Achtung halbwissen:
      In dem Bericht von frontal 21 kam ja dass private! runden um geldeinsatz ja erlaubt sind in deutschland und das man es nicht unter illegales glücksspiel fällt. Also dürfte es doch auch erlaubt sein als Dealer bei soner privaten runde zu arbeiten, weil das spiel ja nich illegal ist?
    • Arutha1
      Arutha1
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 101
      Bei legalen Turnieren überhaupt kein Problem, ein Gewerbeschein ist aber sinnvoll.

      Kommst Du aus München? Ich suche gelegentlich Dealer. Melde Dich mal unter zuzuzu1@yahoo.com.
    • Eric84
      Eric84
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2007 Beiträge: 6.962
      Sofern es für den Eigenbedarf ist können sie dir nichts.
    • Marcin885
      Marcin885
      Silber
      Dabei seit: 19.01.2008 Beiträge: 1.646
      hehe ich dachte beim Topic jetzt kommt was mit Drogen ;)
    • Seekorn
      Seekorn
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 496
      Original von klopa
      Achtung halbwissen:
      In dem Bericht von frontal 21 kam ja dass private! runden um geldeinsatz ja erlaubt sind in deutschland und das man es nicht unter illegales glücksspiel fällt. Also dürfte es doch auch erlaubt sein als Dealer bei soner privaten runde zu arbeiten, weil das spiel ja nich illegal ist?
      Auch das private Glücksspiel ist illegal. Die Frage ist nur, wird es verfolgt? Und das ist in den allermeisten Fällen des "Wohnzimmerglücksspiels" zu verneinen. Entweder begründet durch eine fehlende Gewinnerzielungsabsicht, durch die Geringfügigkeitsgrenze und/oder durch die fehlende Regelmäßigkeit/"Gewerblichkeit". Des Weiteren müsste die Staatsanwaltschaft natürlich auch erstmal davon erfahren, und solange niemand plaudert...

      Die Pokerrunde im Wohnzimmer um ein paar Euro ist also aufjedenfall auch illegal, wird eben nur nicht verfolgt. Sorgen würde ich mir da nur machen, wenn es um richtig große Beträge geht oder jemand mit der Veranstaltung dessen Gewinn erzielen will ("Rake").