Profitabilität von Starthänden

    • DekoAce
      DekoAce
      Bronze
      Dabei seit: 02.12.2007 Beiträge: 302
      Hallo, ich hab jetzt mit FL angefangen und benutze im Moment noch das Einsteiger SHC. Im Einsteigervideo von Cornholio wird gesagt, man solle sich erstmal an das SHC halten, da dort nur die Starthände gespielt werden, die einen positiven Erwartungswert haben. Nur wie kann man diesen jeweiligen Erwartungswert ausrechnen?
      Ich meine man kann ATo spielen, aber nicht mehr A9o, kann
      jemand mal rechnerisch darstellen wieso man diese Hand nicht mehr spielen kann? Und fortgeschrittene Spieler weichen ja immer mehr von den vorgegebenen Starthänden ab.
      Aber wie können die das denn machen? haben die etwa bestimmte werte im Kopf was den Erwartungswert jeder einzelnen Starthand betrifft, oder wird das nach Gefühl gemacht? Ich meine wenn jemand sagt, dass man z.B K8o spielen kann, aber nicht mehr K7o, dann muss sich diese Person doch was bestimmtes dabei denken oder?

      Gruß DekoAce
  • 3 Antworten
    • spiv
      spiv
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 75
      Das hat hauptsächlich was mit den calling ranges der gegner zu tun.
      Und wenn spieler dort auch schlechtere karten raisen hat es damit zu tun das er die blinds stehlen will und dann auch nur wenn gegner in den blinds sitzen die sehr tight sind und viel folden.
    • Gyokurou
      Gyokurou
      Bronze
      Dabei seit: 20.09.2008 Beiträge: 2
      Die Grenzen sind teils sicher schwer zu erklären, aber das SHC soll möglichst einfach zeigen was man sehr wahrscheinlich gewinnen kann und was nicht...
      Die späteren "Verfeinerungen" ergeben sich auf der Erfahrung und besseren Einschätzmöglichkeiten in den Grenzbereichen...
      Man wird den SHC nicht komplett umkehren, sondern aufgrund von Erfahrungen mit seinen Gegnern, vielen vielen Händen und vll auch eigenem Geschmack leicht abweichen.
      Ich glaube kaum, dass jemand mit ner Gemischten Hand (z.B. A2s) gegen 2 Erhöhungen aus früher Position callen wird. Aber man stuft innerhalb der Handgruppen noch ab und überlegt sich besser was die Gegner wohl haben könnten...
      Dinge, die man als Einsteiger noch nicht drauf hat, da muss es erstmal simpel werden und man muss gewinnen, sonst macht es keinen Spass und man lässt es wieder bleiben.
    • sonnensb
      sonnensb
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 2.545
      Im Poker gibt es oder sollte es zumindest "nach Gefühl" nicht geben. Entscheidungen sollen rational sein.

      Fortgeschrittene Spieler passen lediglich ihr Spiel an den Gegner / die Gegner an, indem sie diese beobachten und stats benutzen.

      Bsp: Du weißt, dass jmd. 50 % seiner Hände spielt. Dann kannst du natürlich gegen diesen Spieler mehr Hände spielen als gegen jmd., der nur 20 % spielt. Gegen die range des zu loosen Spielers hat man eben auch schon mit eher schlechten Karten gute Karten^^.

      Wenn du ein wenig rumspielen möchtest: klick. Es spielen jedoch noch weitere Faktoren wie playability eine Rolle, ob man eine Hand spielt oder nicht.

      Bsp: Kleine Aces haben eine schlechte playability, da man nie genau weiß, wo man steht, d.h. man foldet oft die beste Hand oder kann nicht genug aus der Hand rausholen.

      Für den Anfang ist das SHC eben ganz gut, weil es von durchschnittlichen (schlechten) Gegnern ausgeht und dich nicht in zu knappe Situationen bringt, welche du ohnehin nur als guter Spieler meistern kannst.