Diskussion zum Artikel Stop-Loss-Limits - Rettungsanker setzen

  • 12 Antworten
    • TimeHasCome
      TimeHasCome
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2007 Beiträge: 1.074
      http://de.pokerstrategy.com/news/content/Kenne-deine-Grenzen_09690

      Der Link auf der Seite zu dem Artikel ist iwie falsch..

      e: jez gehts alles
    • SanWogi
      SanWogi
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2008 Beiträge: 2.259
      In dem Artikel heißt es:

      Die Grenze verschiebt sich ebenfalls weiter, wenn du die Shortstackstrategie spielst.


      Ja, wohin verschiebt sie sich?

      10 Stacks down bei einer Session könnte eine vernünftige Grenze sein.

      Auf einzelne Tische kann man bei der SSS schwer umrechnen, weil man auch einem fischigen Tisch mal zwei oder gar drei Bad Beats hintereinander bekommt. Ich würde an dem Tisch dann trotzdem dran bleiben, sofern ich noch nicht zu sehr im Minus bin, weil ich lieber von Fischen All-In gesetzt werde als von ausgemachten TAGs, die dann an anderen Tischen lauern.
    • oblom
      oblom
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2005 Beiträge: 1.733
      Ich halte diesen Artikel für recht zweifelhaft.

      Es stimmt - man braucht an der Börse Mechanismen, um aus Positionen wieder auszusteigen. Stop-Loss ist eine Methode und in der Regel keine besonders gute.

      Beim Pokern ist es genauso. Gute Gründe, eine Session zu beenden, sind: Müdigkeit, Tilt, Tische sind schlechter geworden, Bankrollmanagement legt Levelabstieg nahe uvam.

      Jemand, der diese Faktoren auch in einer Verlustphase mit kühlem Kopf abwägen kann, sollte sich Stop-Loss-Geschichten sparen.

      Stop-Loss taugt IMO nur als Krücke für Tilt-anfällige Spieler, die dazu neigen, den Kopf zu verlieren, wenn es schlecht läuft. Nur - ob die dann auch die Disziplin haben, sich auch ans Stop-Loss zu halten ... ?
    • emophiliac
      emophiliac
      SuperModerator
      SuperModerator
      Dabei seit: 08.03.2005 Beiträge: 4.535
      Original von oblom
      Jemand, der diese Faktoren auch in einer Verlustphase mit kühlem Kopf abwägen kann, sollte sich Stop-Loss-Geschichten sparen.

      Stop-Loss taugt IMO nur als Krücke für Tilt-anfällige Spieler, die dazu neigen, den Kopf zu verlieren, wenn es schlecht läuft.
      jeder ist anfällig. manche wollen es nur nicht wahr haben.
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      naja im Grunde hat der Artikel schon recht. Jeder muss halt selber sehen, wie er genau mit solchen Situationen umgeht. Ich halte von starren Stop-Loss-Limits wenig. Ich merke einfach, wenn ich mein A-Game aus irgendeinem Grund nicht mehr spiele (sei es zu viel Looses; zu viel winnings[klingt komisch, ist aber so]; gegner die mich einfach tilten, weil es drecksäcke sind, die gegen mich super performen; usw) und dann höre ich auf. Es gibt durchaus sessions, bei denen spiele ich nach -5stacks noch perfektes A-Game und spiele weiter. Dann gibst sessions, da verlier ich nach 10 Händen einen stack in nem setup, merke aber sofort, wie übel mich das tiltet und höre auf.
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Ich glaube, man würde die Absicht des Artikels falsch verstehen, wenn so eine Stop-Loss-Regel völlig starr gehandhabt werden sollte. Im Poker gibt es doch selten Regeln, die zu 100% gelten.

      Trotzdem: wenn ich an einem Tisch oder in einer Session kräftig verliere, hat das normalerweise eine Ursache. Es fragt sich nur, ob ich die auch so schnell ermitteln kann (vor allem wenn ich im multi tabling sowieso ständig hin- und herklicke).

      Stop-Loss, wie ich den Artikel verstehe, heißt: innehalten, abregen, neu orientieren. Das kann eigentlich niemals verkehrt sein.

      Ich glaube, dass die Ausbildung der Psyche genauso wichtig ist wie die der Spieltechnik. Hätte ich diesen Artikel vor vier Monaten gelesen gehabt, so wäre ein kräftiger Down Swing wahrscheinlich etwas milder ausgefallen.
    • jackoneill
      jackoneill
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 2.480
      Zum Thema Tilt fand ich die StoxPoker-Videos von Jared Tendler wirklich sehr hilfreich. Er beschreibt dort im Wesentlichen, wodurch Tilt entsteht und wie man ihn abstellen kann.

      Im Wesentlichen geht es darum, dass sobald unsere Emotionen zu stark werden unser Gehirn nicht mehr im Stande ist logisch zu denken - wir wissen dann zwar noch was in einer bestimmten Situation das korrekte Spiel ist, koennen aber nicht mehr auf diese Information zugreifen. Man hat dann nur noch das zur Verfuegung, was man bis ins Unterbewusstsein trainiert hat (er nennt es "unconscious competencies")

      Dann zeigt er auf wie man nach einer Tilt-Session sein Spiel analysieren soll um herauszufinden, was man anders gemacht hat als sonst und bestimmte Verhaltensmuster und Gedankengaenge zu finden, die nicht mehr vorhanden waren. Das sind dann die Dinge, die man noch nicht ausreichend trainiert hat um sie auch unterbewusst ausfuehren zu koennen.

      Also guckt euch die Videos an, die sind echt sehr gut.

      Ich hab' es dadurch schon geschafft auch nach 7 Stacks down in einer Session noch konzentriert weiterzuspielen, mir hinterher mein Spiel anzuschauen und zu sehen dass ich trotzdem noch immer gut gespielt habe.

      Trotzdem hab' ich den Tilt noch lange nicht voll im Griff, lediglich meine "Tilt-Resistenz" hat sich jetzt von ca. 5-6 Stacks aus ca. 10 Stacks erhoeht.

      Anfang des Monats hab ich auch damit angefangen, bewusst auf Tilt weiterzuspielen - dann aber nicht mehr mit "echtem" Geld, sondern ich hab' Sit&n Go's mit Full Tilt Points gespielt und versucht damit den Tilt in den Griff zu kriegen und wieder zum normalen Spiel zurueck zu finden. Ergebnis bis jetzt: ich hab' ca. 30k Points "verdonkt", dabei aber $165 und einen $26-Token gewonnen - ich denke mal das ist ein akzeptabler Preis fuer die Points.

      Was die Stop-Loss-Limits betrifft, ich hab' meistens nur 10-15 Stacks auf der Site wo ich gerade spiele, d.h. spaetestens nach 10 Stacks down muesste ich anfangen Tische zuzumachen und das ist dann der richtige Zeitpunkt aufzuhoeren.

      Jack
    • SanWogi
      SanWogi
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2008 Beiträge: 2.259
      Find ich auch einen interessanten Ansatz, das man weiterspielt, wenn man tiltet, aber dann nur noch mit Points oder notfalls auf dem Spielgeldaccount. Da kann man dann seinen Frust rauslassen und mal so richtig scheiße spielen :D
      Und wenn man sich beruhigt hat und gesehen hat, was man auf Tilt mit den Points oder dem Spielgeld gemacht hat, hat man auch wieder Bock auf sein A-Game. ;)
    • Feldjaegerheld
      Feldjaegerheld
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2007 Beiträge: 722
      Original von SanWogi
      In dem Artikel heißt es:

      Die Grenze verschiebt sich ebenfalls weiter, wenn du die Shortstackstrategie spielst.


      Ja, wohin verschiebt sie sich?
      # 2!

      Gute Frage, die ich mir auch gerade stelle. Was sagt denn das Kompetenzteam dazu? =)
    • liafu
      liafu
      Black
      Dabei seit: 20.02.2007 Beiträge: 3.439
      ITS ALL ONE BIG SESSION - wer das noch nicht verstanden hat ist raus imo
    • aaaRt
      aaaRt
      Black
      Dabei seit: 15.08.2007 Beiträge: 17.605
      Gerade, weil viele nach ein paar Bad Beats nicht mehr an diesen Spruch denken können, finde ich Stop Loss Limits für (noch) undisziplinierte Spieler eine sehr gute Methode. Man muss ja nicht für den ganzen Tag aufhören aber wenn man merkt, dass von Anfang an nichts läuft, ist es immer gut nochmal zu verschnaufen und von Vorne anzufangen. Vorher sich vielleicht ein wenig ablenken etc. Ich hätte mir wohl selber Stop Loss Limits setzen sollen, ich hab oft genug einfach gedacht "Das hol ich jetzt wieder rein etc." und stand am Ende mit Nichts da. Der Weg zu verstehen, dass alles eine große Session ist, ist zumindest bei mir ein langer gewesen und diese Methode hätte mir sicherlich dabei geholfen.

      mfg
    • dwdb
      dwdb
      Black
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 2.748
      Original von liafu
      ITS ALL ONE BIG SESSION - wer das noch nicht verstanden hat ist raus imo
      Gibt trotzdem Leute die immer schlechter spielen je mehr sie verlieren und für die es dann gut is wenn sie iwann aufhören..