Passiv defenden im BB?

    • cetchmoh
      cetchmoh
      Bronze
      Dabei seit: 26.08.2007 Beiträge: 707
      Folgende Situation:

      2.00 / 4.00 Fixed-Limit Hold'em (6 - handed)
      Created by: Texas Hold'em Hand Editor - Fixed Limit 1.0

      Preflop: Hero is BB with K:diamond: , 8:diamond:
      4 folds, SB raises, Hero ?

      Final Pot: 1.50 BB


      SB Stats sind 28/21/2.2/36

      Wenn wir seinen PFR mit 3.5 multiplizieren raist er hier ~70% seiner Hände. Dagegen haben wir natürlich ne dicke Equityedge. Also easy3bet wahrscheinlich. Wann denkt man denn eher darüber nach passiv zu defenden?
  • 9 Antworten
    • petebull1107
      petebull1107
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2007 Beiträge: 1.120
      Wenn der WTS deutlich hoeher liegt
    • storge
      storge
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2005 Beiträge: 22.519
      Insbesondere aus dem SB spielen Gegner sehr unterschiedlich, weshalb ich nicht unbedingt auf den PFR achten würde. Wenn du allerdings denkst, dass der Gegner im Laufe der Hand bessere Hände folden kann oder du alternativ SDvalue hast und selten gecheckraised, aber von vielem schlechteren runtergecalled, wirst, solltest du 3-betten.
    • cetchmoh
      cetchmoh
      Bronze
      Dabei seit: 26.08.2007 Beiträge: 707
      Also sollte ich grundsätzlich mit Händen 3betten die mehr als 50% Equity haben?

      Wie steht es mit Babyaces? Call for deception um noch nen Payoff auf Ahigh-Boards zu bekommen?
    • opabumbi
      opabumbi
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 22.396
      Je besser die playabiltiy einer Hand umso weniger wichtig ist die Initiative, je schlechter die playability umso wichtiger ist die Initiative.

      Baby-Aces defende ich meist passiv, da wir halt sonst auf Ace-high boards nur action bekommen, die wir nicht wollen. Je nach Gegner muss man halt dann auf Balancing achten, auf 2/4 wohl eher weniger
    • tzare
      tzare
      Black
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 5.316
      Original von opabumbi
      je schlechter die playability umso wichtiger ist die Initiative.
      Original von opabumbi
      Baby-Aces defende ich meist passiv
      Mach ich zwar genauso , aber irgendwie wiedersprechen sich die beiden Aussagen :D
    • Tracoy
      Tracoy
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2007 Beiträge: 955
      Ab K9s oder KTs würde ich hier 3betten. Alle suited Kings darunter würde ich callen, und die meisten Flops raisen.
    • opabumbi
      opabumbi
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 22.396
      Original von tzare
      Original von opabumbi
      je schlechter die playability umso wichtiger ist die Initiative.
      Original von opabumbi
      Baby-Aces defende ich meist passiv
      Mach ich zwar genauso , aber irgendwie wiedersprechen sich die beiden Aussagen :D
      ich weiss, aber mit den Equitycalldowns spielen sich die aces imho gar nicht mehr schlecht IP. Aber dass die beiden Aussagen nicht ganz zusammenpassen ist mir bewusst, nehme aber bei den Baby-Aces die Nachteile in Kauf, weil die Vorteile eines passiven Defends diese imho mind. aufwiegen.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Mit Baby Aces nur passiv zu defenden hat imo nur den Sinn auf A-high Boards entweder Action zu bekommen oder bluffen zu können. Wenn die Calling Range aus gar keinem A bestünde, wäre das ein zu großer Informationsvorteil für den Gegner.

      Eine Beobachtung, die ich häufig mache ist, dass die Gegner nach preflop 3-Bets auf A-high Boards tight folden. Selten spielt ein Gegner mal zurück und setzt einen Bluff an. Schon allein deshalb lohnt es sich seine Range IP etwas aufzulockern. Auch erweitert man seine Range falls das Board connected mit middle Cards kommt, wenn man ab und zu mal suited Conenctors 3-bettet. Ich bin ein großer Freund davon IP die 3-betting und capping Range aufzulockern. Immer in Anbetracht der Range des Gegners. Der Gewinn der Initiative hilft oftmals gut weiter. Nur gegen Gegner die gerne donken (insb. beides: Bluffs und made Hands) ist diese Strategie nicht zu empfehlen. Auch gegen Gegner mit viel WTS sollte man stärker auf Equity achten.

      Eine andere Strategie ist eher passiv zu bleiben und dann am Flop bzw. sogar erst am Turn Action zu geben. Das ist ok, wenn der Gegner eine echte Fixed Betting Sequenz spielt. Ist etwas Geschmackssache, ich persönlich mag es mehr IP die Initiative zu behalten und OOP erst den Flop/Turn abzuwarten. Auf jeden Fall sollte man bei den passiven Defends beachten, dass man sich nicht in eine zu passive/predictable Line zwängt. Also auch mal auf Boards raisen bzw. check/raisen, die man nicht getroffen hat. Seine weite und teils stärkere Range sollte man dann dazu nutzen, sowohl Bluffs als auch made Hands aggressiv zu spielen und so den Gegner vor knifflige Entscheidungen zu stellen.

      Korn hat in einem seiner Videos gesagt, dass es im SB vs BB IP besser ist zu 3-betten als zu delayen. Weil wenn der SB die Initiative zurück will, muss er den Flop check/raisen und den Turn leaden und dann haben wir den gleichen Spot als wenn wir Pre nur gecalled hätten, nämlich, dass wir am Turn entscheiden können wieviele Big Bets in den Pot wandern. Bzw. wenn wir passiv defenden um den Flop zu raisen, haben wir am Turn die Initiative ohne zu wissen wo wir stehen.

      Ist aber alles Gegnerabhängig und auch davon welchen Style man lieber hat. Es lohnt sich auf jeden Fall damit herumzuspielen und Erfahrungen zu sammeln. Du wirst mit der Zeit schon merken in welchen Situationen du mit welcher Linie Vorteile bzw. Nachteile hast und gegen welche Gegner du deine Edge wie am besten pushen kannst.

      Konkret zu deinem Beispiel: Ich 3-bette K8s.
    • SeN
      SeN
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 600
      Original von kombi
      Korn hat in einem seiner Videos gesagt, dass es im SB vs BB IP besser ist zu 3-betten als zu delayen.
      http://de.youtube.com/watch?v=ll3JyQU5UN8, ~bei 2:55, die Kings