poker stove für postflop-entscheidungen

    • DarkWizard
      DarkWizard
      Silber
      Dabei seit: 12.05.2006 Beiträge: 2.021
      hallo freunde der sonne...

      mir ist mal folgende idee gekommen.

      ist es bisweilen nicht einfach fahrlässig karten wie AKo bei nem flop von 552 oder 248 bei einem gegner der donkt zu folden, bzw auf einen raise oop hin zu folden?
      pokerstove spuckt mir hier werte aus von 60% ev u höher wenn ich meinem gegner eine preflop calling range auf meinen raise von 10% gebe.

      was ich sagen will ist...

      macht so etwas sinn, wie zb. grenzen setzen, abhängig vom aggression factor am flop (AF) meines gegners, ab welcher equity ich pushe?


      also mit hud, stove u wenigen tischen ist es machbar diese equity mir schnell berechnen zu lassen.

      ich dachte dabei an eine tabelle die etwa so aussehen könnte:

      PUSH gegen donkbet/raise am flop bei:

      villian flopAF ----- Equity

      >0 ----------------- 65%
      >1 ----------------- 63%
      >2 ----------------- 61%
      >3 ----------------- 59%
      >4 ----------------- 57%
      >5 ----------------- 55%



      macht sowas sinn?

      über eine diskussion und anregungen ggf von einem coach wäre ich sehr dankbar

      gruss
  • 5 Antworten
    • IngolPoker
      IngolPoker
      Black
      Dabei seit: 05.09.2006 Beiträge: 10.467
      Wenn er 10% preflop callt heißt das nicht, dass er die gleichen 10% am flop donkt.

      Prinzipiell.....du sollest immer pushen wenns +EV ist, deine benötige EQ also auch gegeben ist.

      Bei 2:1 odds brauchst du z.b. 33% EQ.

      Dann kannst du natürlich pokerstove benutzen:
      Du gibst deinem Gegner eine Range (aber nicht seine preflop range, die is weit daneben) , du gibst dir deine Hand und schaust obs reicht.

      Beispiel: du hast AK, flop is 222, du hast exakt potsize left. Der Gegner hat preflop limp/call gespielt.
      Gegner pusht all in. Hero ???

      Welche range geben wir ihm? Tja, hier wirds schwierig, und wer die Range immer richtig einschätzen kann hat die SSS gemeistert ;)
      Er könnte pockets halten, er könnte bluffen, selten hat er AA extrem dämlcih gespielt, sehr selten hat er die 2....prinzipiell ist alles möglich.

      Den AF kannst du auch nicht wirklich verwenden, dazu bräuchtest du andere stats wie z.b. donk flop in agressor :) (gibts bei HM z.b.)
    • DarkWizard
      DarkWizard
      Silber
      Dabei seit: 12.05.2006 Beiträge: 2.021
      ok mit der gegnerrange, dass ist mir auch schon aufgefallen, dass diese nicht leicht zu ermitteln ist, daher habe ich mir als groben richtwert angenommen, dass ich da wir bei der SSS ja meist preflop agressor sind, seine VPIP um 1/3 reduziere...

      ok also an die pushs nach odds habe ich auch schon gedacht, aber ist es dann nicht eigentlich immer so dass wir wenn wir am flop trash betten und geraist werden comitted sind, so dass wir eigentlich nicht mehr folden können?

      bsp: AK flop QJ2 gegnerrange 10% ... wir machen contibet u werden geraist... nach preflop raise unsererseits um min 5BB u contibet von etwa 5BB sind wir doch a)pot commited und b) sollte laut odds doch sicher schon eine equity von 20% hier reichen um den rest auch noch zu investieren...

      wenn der gegner in uns hineindonkt haben wir ja am flop noch nichts investiert, da braucht man dann sicherlich bessere odds.
    • DarkWizard
      DarkWizard
      Silber
      Dabei seit: 12.05.2006 Beiträge: 2.021
      ok folgendes konkretes beispiel nochmal:

      mein stack 2$ bei NL10


      - ich raise preflop auf 0,40 cent

      - 1 call, rest fold (blinds auch)

      - 0,95 cent im pot am flop

      - ich bette 2/3 also etwa 0,60cent er raist mich allin...

      größe des pots wenn ich calle ist ja dann 4,15 $ und der einsatz den ich dafür noch bringen muss ist 1$ der verblieben ist.

      also 1 : 4,15 sind meine pot odds, oder anders ausgedrückt: 24%

      also brauche ich für den call einen EV von min 24%


      so u der knackpunkt ist... mit karten wie AK habe ich im headsup doch bei 90% aller flops mindestens noch eine equity von 24% eher besser...

      klar ich weiss es hängt von der gegnerischen handrange ab, aber wenn die nicht gerade bei 5% liegt sollte unser call gegen einen raise am flop doch aus commitment-gründen schon immer gerechtfertigt sein...

      also daher passt das gerade nicht ganz in meinen kopf rein, warum die standard SSS strategie sagt, wir müssen auf einen raise mit trash folden...

      mein rechenansatz ist doch ok von oben, oder?
    • IngolPoker
      IngolPoker
      Black
      Dabei seit: 05.09.2006 Beiträge: 10.467
      a) es gibt rake was den pot kleiner macht, du brauchst also bissl mehr eq
      b) deine outs sind nicht alle immer clean, er kann dich ja gut "reverse dominiert" haben, z.b.

      board 672, er hat A7, du AK

      jetz hast auf einmal nur noch 3 outs

      er kann auhc two pair oder n set haben wo du 0 outs hast.
    • SanWogi
      SanWogi
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2008 Beiträge: 2.259
      Aber dein Beispiel ist doch gar keine Donkbet, sondern ein Raise...

      Man muß natürlich bedenken, daß die Range einer Donk-Bet am Flop nicht nur einfach die oberen x Prozent ist, sondern du stutzt seine Preflop-Callingrange dann auf die Hände zusammen, mit denen er am Flop donken würde. Dazu gehören die Hände, die getroffen haben, die welche gute Draws ermöglichen und sicherlich auch einige overcards. Und umso mehr Hände, je öfter er allgemein reindonkt. Gegen diese Range kannst du dann deine Equity berechnen.

      Bei einem Raise auf deine Conti-Bet mußt du seine Range noch mehr reduzieren als bei der Donk-Bet, denn niemand der einigermaßen bei Verstand ist, verballert freiwillig seine Chips um gegen einen SSS, der eh gern am Flop All-In geht und nicht selten mit einem Pocket Pair daherkommt, einen Bluff durchzubringen. Daher kannst du bei einem Re-Raise auch mal davon ausgehen, daß er wenigstens einen Draw hat. Und da wird man dann doch noch oft zum Fold finden, weil die Equity in den Keller sinkt.