Warum bleibt Backpapier kalt ?

    • IgorTheTigor
      IgorTheTigor
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2006 Beiträge: 5.423
      Hab mir eben ne Pizza gemacht und mir ist aufgefallen, dass das Backpapier im Gegensatz zur Pizza einfach total kühl geblieben ist. Wie kommt das?
      Google & co. haben mir nicht geholfen bzw. ich bin zu dumm dafür.

      Also warum bleibt das Backpapier beim Backen kalt? ?( ?(
  • 25 Antworten
    • Skorpinus
      Skorpinus
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2005 Beiträge: 2.047
      tut es nicht, es hat nur so wenig wärmekapazität, dass es direkt wieder abkühlt
    • IgorTheTigor
      IgorTheTigor
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2006 Beiträge: 5.423
      warum ist die wärmekapazität derartig gering?
    • Sasch0r
      Sasch0r
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2006 Beiträge: 1.253
      weil es so dünn ist ? ;)
    • Shatterproofed
      Shatterproofed
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 7.498
      Original von Skorpinus
      tut es nicht, es hat nur so wenig wärmekapazität, dass es direkt wieder abkühlt
      #2

      Es ist "super" dünn und hat eine sehr große Fläche. Kühlköper haben auch große Flächen um schnell wärme abzugeben... um das ganze aber möglichst klein zu halten ist es im PC daher in vielen Lamellen untergebracht ... wer will schon nen 1m² Kühler ... und das Papier kühlt innerhalb von 1-2 Sekunden ab.
    • IgorTheTigor
      IgorTheTigor
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2006 Beiträge: 5.423
      ah ja stimmt, gibt auch diese regel in der biologie, welche besagt, dass tiere in warmen regionen zwecks kühlung ein großes verhältnis (oberfläche/volumen) haben. kannte den begriff wärmekapazität aber als solchen noch nicht^^


      danke, habs jetzt verstanden :D
    • Phoonzang
      Phoonzang
      Bronze
      Dabei seit: 04.07.2007 Beiträge: 682
      Original von IgorTheTigor
      ah ja stimmt, gibt auch diese regel in der biologie, welche besagt, dass tiere in warmen regionen zwecks kühlung ein großes verhältnis (oberfläche/volumen) haben. kannte den begriff wärmekapazität aber als solchen noch nicht^^


      danke, habs jetzt verstanden :D
      Sorry, hast du nicht.

      Die Wärmekapazität hat nix mit der Oberfläche zu tun. Das ist eine stoffspezifische Eigenschaft. Nach obiger Definition würde z.B. Blechfolie genau der gleichen Abmessungen auch genau so schnell wieder abkühlen, wie Backpapier. Das ist aber nicht so, weil das Material "Blechfolie" eine weitaus höhere Wärmekapazität als Backpapier hat.
      Wärmekapazität hat allgemein die Einheit J K^-1 kg^-1 (bzw. J K^-1 mol^-1 bei molaren größen), da kommen Abmessung also nicht vor.
    • ZarvonBar
      ZarvonBar
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 21.03.2006 Beiträge: 33.550
      Original von IgorTheTigor
      ah ja stimmt, gibt auch diese regel in der biologie, welche besagt, dass tiere in warmen regionen zwecks kühlung ein großes verhältnis (oberfläche/volumen) haben. kannte den begriff wärmekapazität aber als solchen noch nicht^^


      danke, habs jetzt verstanden :D
      Iirc war es auch genau anders herum. Deshalb sind Schwarze auch so gut bestückt. :ugly:
    • KambiuM
      KambiuM
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2006 Beiträge: 364
      check ich auch nicht... einma meinte ne vorgesetzte zu mir "pass mit dem backpapier im backofen auf! nich dass das an den rand kommt!"

      als ob das anbrennt.. dann wärs ja kein backpapier!
    • tomsnho
      tomsnho
      Silber
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Hab mal das Backrohr mit Heißluft vorgeheizt und das Backpapier dringehabt. Wegen der Luft hat's es hochgewirbelt und es ist an das glühende Metall gekommen ... dann sind ziemlich shcnell auch schon die Flammen gekommen - von wegen Backpapier wird nicht heiß^^
    • MagnumLemon
      MagnumLemon
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2008 Beiträge: 1.822
      Nachdem ich im 4. Semester entgegen aller Erwartungen in Wärme- und Stoffübertragung eine 1,0 geschrieben habe, will ich auch mal meinen Senf dazugeben.
      Wenn das Backpapier sagen wir mal 20-30 min in der Röhre war und man die Röhre aufmacht, um die Pizza aus dem Ofen zu holen, ist die Luft im Herd trotzdem noch immer ungefähr so heiß wie vor dem Öffnen. Das liegt zum einen daran, dass die Luft ihre Zeit braucht, um sich mit der Luft außerhalb des Herds auszutauschen, aber auch daran, dass der Herd selbst einiges an Wärme gespeichert hat, die mittels Wärmeübertragung zur Luft und auch thermischer Strahlung weiterhin abgegeben wird. Also der Herd bleibt einige Zeit warm, das Backpapier kann daher nicht einfach abkühlen und das ganze hat dann auch nur begrenzt mit Wärmekapazität zu tun.
      Ein einfaches Gedankenexperiment: Stellt euch vor, es ist Winter und arschkalt, -10 °C. Wie fühlt sich ein Stück Holz und ein Stück Eisen an, wenn ihr keine Handschuhe habt? Richtig..., beides ist zwar relativ kalt, aber das Holz ist wesentlich angenehmer in der Hand als das Eisen. Die Ursache liegt am sogenannten Wärmeübertragungskoeffizienten. Der besagt, wie schnell die Wärme zwischen zwei verschiedenen Stoffen, abhängig vom Temperaturunterschied, ausgetauscht wird.
      Das Backpapier ist sicherlich nicht total kalt (ich fasse auch regelmäßig Backpapier aus dem Ofen an), aber durch die Kombination aus geringer Wärmekapazität, geringer Dicke und einem geringen Wärmeübertragungskoeffizienten verbrennen wir uns nicht die Finger.
      Ich lasse mich gern eines anderen belehren, meinen Senf musste ich trotzdem mal dazu geben :-) .
    • DerHut
      DerHut
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.270
      Wer das ganze mal theoretisch genau betrachten möchte möge sich ein Buch zur Thermodynamik durchlesen. Gibt da schöne Theoribücher. ;) Danach wisst ihr dann auch, warum Metalle wesentlich bessere Wärmeleiter sind, als zum Beispiel Backpapier oder Holz.
    • Skorpinus
      Skorpinus
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2005 Beiträge: 2.047
      ich dachte eher, dass durch die geringe wärmekapazität und die geringe dicke des papiers der kontakt des Fingers mit dem Papier schon reicht um es lokal genug abzukühlen. Der Finger würde die geringe Wärmeübertragung nicht wirklich merken.

      Haltet euch mal ein blatt papier an die lippe. Das wird auch superschnell auf die temperatur der lippe angeglichen (ok, krudes beispiel).

      na, ich werd nachher mal pizza backen
    • ErikNick
      ErikNick
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 5.921
      Hä? Ich verbrenn mir jedesmal an dem §"$%§-Backpapier die Finger wenn ich damit meine Pizza rausziehe ...
    • JasonWynard
      JasonWynard
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 52
      Original von ErikNick
      Hä? Ich verbrenn mir jedesmal an dem §"$%§-Backpapier die Finger wenn ich damit meine Pizza rausziehe ...

      Das silberne ist aber meiner Meinung nach Alu-Papier!
    • Stealthed2
      Stealthed2
      Bronze
      Dabei seit: 01.12.2007 Beiträge: 733
      weils extra dafür erfunden wurde. punkt. TSCHO !
    • wettongl
      wettongl
      Bronze
      Dabei seit: 14.05.2007 Beiträge: 1.000
      Original von MagnumLemon
      Nachdem ich im 4. Semester entgegen aller Erwartungen in Wärme- und Stoffübertragung eine 1,0 geschrieben habe, will ich auch mal meinen Senf dazugeben.
      Wenn das Backpapier sagen wir mal 20-30 min in der Röhre war und man die Röhre aufmacht, um die Pizza aus dem Ofen zu holen, ist die Luft im Herd trotzdem noch immer ungefähr so heiß wie vor dem Öffnen. Das liegt zum einen daran, dass die Luft ihre Zeit braucht, um sich mit der Luft außerhalb des Herds auszutauschen, aber auch daran, dass der Herd selbst einiges an Wärme gespeichert hat, die mittels Wärmeübertragung zur Luft und auch thermischer Strahlung weiterhin abgegeben wird. Also der Herd bleibt einige Zeit warm, das Backpapier kann daher nicht einfach abkühlen und das ganze hat dann auch nur begrenzt mit Wärmekapazität zu tun.
      Ein einfaches Gedankenexperiment: Stellt euch vor, es ist Winter und arschkalt, -10 °C. Wie fühlt sich ein Stück Holz und ein Stück Eisen an, wenn ihr keine Handschuhe habt? Richtig..., beides ist zwar relativ kalt, aber das Holz ist wesentlich angenehmer in der Hand als das Eisen. Die Ursache liegt am sogenannten Wärmeübertragungskoeffizienten. Der besagt, wie schnell die Wärme zwischen zwei verschiedenen Stoffen, abhängig vom Temperaturunterschied, ausgetauscht wird.
      Das Backpapier ist sicherlich nicht total kalt (ich fasse auch regelmäßig Backpapier aus dem Ofen an), aber durch die Kombination aus geringer Wärmekapazität, geringer Dicke und einem geringen Wärmeübertragungskoeffizienten verbrennen wir uns nicht die Finger.
      Ich lasse mich gern eines anderen belehren, meinen Senf musste ich trotzdem mal dazu geben :-) .
      Wie ist das dann bei Wasser? Diese hat ne enorm hohe Wärmekapazität gepaart mit nem hohen Wärmeübertragungskoeffizienten und der Fähigkeit sich 100% ig an die Oberfläche z.b. meiner Hand anzupassen - das richtig? ?(
    • JasonWynard
      JasonWynard
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 52
      kann man eigentlich Wasser in einem aus (Back)-Papier geformten Becher zum kochen bringen?

      Auf Induktion, Ceran oder Offener Feuerstelle? Oder gar nicht?
    • DerHut
      DerHut
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.270
      Original von MagnumLemon
      Nachdem ich im 4. Semester entgegen aller Erwartungen in Wärme- und Stoffübertragung eine 1,0 geschrieben habe, will ich auch mal meinen Senf dazugeben.
      Wenn das Backpapier sagen wir mal 20-30 min in der Röhre war und man die Röhre aufmacht, um die Pizza aus dem Ofen zu holen, ist die Luft im Herd trotzdem noch immer ungefähr so heiß wie vor dem Öffnen. Das liegt zum einen daran, dass die Luft ihre Zeit braucht, um sich mit der Luft außerhalb des Herds auszutauschen, aber auch daran, dass der Herd selbst einiges an Wärme gespeichert hat, die mittels Wärmeübertragung zur Luft und auch thermischer Strahlung weiterhin abgegeben wird. Also der Herd bleibt einige Zeit warm, das Backpapier kann daher nicht einfach abkühlen und das ganze hat dann auch nur begrenzt mit Wärmekapazität zu tun.
      Ein einfaches Gedankenexperiment: Stellt euch vor, es ist Winter und arschkalt, -10 °C. Wie fühlt sich ein Stück Holz und ein Stück Eisen an, wenn ihr keine Handschuhe habt? Richtig..., beides ist zwar relativ kalt, aber das Holz ist wesentlich angenehmer in der Hand als das Eisen. Die Ursache liegt am sogenannten Wärmeübertragungskoeffizienten. Der besagt, wie schnell die Wärme zwischen zwei verschiedenen Stoffen, abhängig vom Temperaturunterschied, ausgetauscht wird.
      Das Backpapier ist sicherlich nicht total kalt (ich fasse auch regelmäßig Backpapier aus dem Ofen an), aber durch die Kombination aus geringer Wärmekapazität, geringer Dicke und einem geringen Wärmeübertragungskoeffizienten verbrennen wir uns nicht die Finger.
      Ich lasse mich gern eines anderen belehren, meinen Senf musste ich trotzdem mal dazu geben :-) .
      Ohne jetzt den Klugscheißer raushängen zu lassen hat der Wärmeübertragungskoeffizient mit dem Backpapier überhaupt gar nichts zu tun. Den gibt es meiner Meinung nach nur für Flüssigkeiten und Gase. Bei Festkörpern, wozu auch das Backpapier zählt kommt es wie schon gesagt auf die Wärmeleitfähigkeit des Stoffes an.
    • DerHut
      DerHut
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.270
      Original von JasonWynard
      kann man eigentlich Wasser in einem aus (Back)-Papier geformten Becher zum kochen bringen?

      Auf Induktion, Ceran oder Offener Feuerstelle? Oder gar nicht?
      Müsste rein theoretisch gehn, wenn dir nicht vorher das Backpapier nen Abgang macht. Mit Induktion natürlich nicht.

      Achja, nochmal OT, man verbrennt sich an Backpapier nicht die Finger, weil es eine niedrige Wärmekapazität und eine geringe Wärmeleitfähigkeit hat.
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