Bankroll Management in den Microlimits

    • MagnumLemon
      MagnumLemon
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2008 Beiträge: 1.822
      Nachdem ich heute endlich wieder mein Konto auf $50 durch FL $0.05/$0.10 gebracht habe, was ich mir hauptsächlich mit dieser superdämlichen Shortstackstrategie versaut habe, habe ich mal den Limitaufstieg mit nur 250 Big Bets in Angriff genommen.
      Nachdem ich an zwei Tischen erst mal zwei Runden lang nur für Blinds und weniger erfolgreiche Limps bezahlt habe, kam endlich der Moment, wo ich mal richtig mitspielen konnte. Nach ein paar Händen war mein Hauptgedanke: "Kann es sein, dass die Gegner hier noch dümmer sind als auf den beiden niedrigeren Limits?"

      Daher würde mich mal interessieren, ob es wirklich sinnvoll ist, die 300 Big Bets - Regel schon so konservativ auf den Microlimits zu befolgen, oder schon ein wenig früher, sagen wir mit 200 Big Bets das Limit zu wechseln?
  • 4 Antworten
    • philwen
      philwen
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2007 Beiträge: 5.601
      bei dem brm muss nicht nur fishigkeit miteinbezogen werden

      wohl viel wichtiger ist der eigene skill (auf den micros halt nicht wirklich ausgeprägt) , die varianz (gegen manche gegner hat man einfach ne große varianz , egal ob die edge größer ist) und es kann gut passieren dass man zwar denkt gut gespielt zu haben , sogar gewonnen hat, aber einfach doch nur ein 0,5BB winningplayer ist und kein 2BB. und dann wirds schon recht eng wenn mal mr.downswing vorbei schaut...

      ganz anders ist es natürlich wenn man wirklich KEINE probleme hat wieder abzusteigen (es machen sich zwar viele vor , aber trotzdem wird dadurch ihr spiel geeinflusst bevor/nachdem sie abstiegen sind), oder wenn einer mal NL200 gecrusht hat und nur auf den micros abkürzen will...


      btw: 300BB sind sogar recht knapp bemessen - grinde dich einfach hoch. so wie du es beschreibst du und wirklich das limit crushst steigst ja auch so bald auf
    • Deradon
      Deradon
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2007 Beiträge: 1.653
      Ich kann es auch nochmal sagen,
      das Problem ist die Varianz.
      Wenn du es schaffst rechtzeitig abzusteigen kannst du auch ein 200BB-BRM fahren.
      Allerdings musst du dabei wirklich rechtzeitig absteigen. Und wenn du, sagen wir mir 150BB absteigst, kann es durchaus vorkommen das du in einer Session mit 1000 Händen 2 Limits absteigen musst.
      Das sollte man dann auch verkraften können ;)
    • MagnumLemon
      MagnumLemon
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2008 Beiträge: 1.822
      Ich muss sagen, am Anfang hatte ich wirklich eine ziemlich große Varianz (mal abgesehen von den unnötigen Kosten, die diese bescheuerte NL-SSS verursacht haben). Das lag wohl daran, dass wenn ich eine Madehand hatte, immer 100% Vollgas gegeben habe und diese selten folden konnte, obwohl ich nicht mehr sicher vorne war.
      Es geht zwar immer wieder mal nach unten, dass sind dann aber meistens die Blinds und wenigen Preflopcalls und -raises, wenn ich mal über längere Zeit keine gute Hand bekomme. In der Regel hole ich das Geld mit gewonnen Pötten mittlerweile sehr schnell wieder rein. Ich denke, im Wesentlichen geht es darum, die Verluste gering zu halten und die Gewinne zu maximieren. Wenn ich 10 BigBets an einem Tisch verloren habe, wechsle ich auch den Tisch und das hat sich bisher auch ganz gut bewährt.
      Ich werde bestimmt jetzt nicht mit meiner $55-BR gleich FL $0.25/$0.50 spielen, aber wenns gut läuft, könnte man doch sicher bei $120 sich mal im nächsten Limit umschauen. Da dürfte ja auch noch eine sehr hohe Fischigkeit gegeben sein, habe ich gehört.
    • Deradon
      Deradon
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2007 Beiträge: 1.653
      Gutgemeinter Tip:
      Vertrau auf das BRM, es hat wirklich einen Sinn.
      Auch gute Spieler können innerhalb weniger Hände (wenig: 500-1000) auch mal 100-200 BigBets verlieren. Das hat nichts mit können zu tun. Es gibt Phasen in denen gewinnt man einfach nicht weil man fast immer die Zweitbeste Hand hat.
      Ich gehe davon aus das du frisch angefangen hast und noch nich Zehntausende Hände Erfahrung auf FL hast.
      Irgendwann wirst du auch so einen Down erwischen und evt. nur 100PtBB evt. aber auch 300PtBB verlieren. Setz dich frühzeitig damit auseinander und vorallem, lass es dir bewusst werden das so etwas durchaus vorkommen kann.

      Und damit zurück zum Topic: BRM
      Da irgendwann so ein Down kommen wird (ausser du bist ne geborene Luckbox), ist es wichtig ein sinnvolles BRM auch strikt zubefolgen. Wenn du dir vornimmst: "Bei 200BB steig ich ab" dann steigst du auch bei 200 ab und nicht erst bei 190. BRM strikt befolgen, das ist fundamental wichtig!
      Selbst das 300BB-BRM ist imo schon sehr aggresiv. Und auch aus Rakegründen sollte man meist mit den $50 schon bei 0.10/0.20 anfangen (was 250BB sind).
      Also, gut gemeinter Tip: Bleibt bei dem 300BB-BRM und steig ab wenn es Zeit dafür ist. Den Abstieg nicht hinaus schieben.

      Und zur Fischigkeit: Es bleibt noch mindestens bis 0.50/1 genauso fischig wie auf 0.10/0.20.

      Wichtig für dich:
      * Strategieartikel (auch die in der Psychologiesektion)
      * Videos anschauen! (hat mir sehr geholfen)
      * Coachings (muss ich auchmal machen ... )
      * Deine Hände im Handbewertungsforum bewerten lassen!

      Achja, wenn du an einem Tisch mal 10 PtBB verlierst nich gleich vom Tisch gehen, man kann ja auchmal in einer unglücklichen Hand 12PtBB verlieren ;)
      Einfach Wissen das es passieren kann und weiterspielen.
      Den Tisch brauchst du nur verlassen wenn du denkst das du gegen den Tisch keine Edge mehr hast. (Zuviele Tags, zuwenig Fische, du auf Tilt, ... )

      So, das wars dann auch.

      mfg Dera