"gesunde" Varianz??

    • GoWithTheFlow
      GoWithTheFlow
      Bronze
      Dabei seit: 15.03.2008 Beiträge: 155
      mich würde mal interessieren ob es so etwas wie eine "gesunde" Varianz gibt!
      spieler x geht immer mit 100$ in eine 1h-session und hat danach immer zwischen 95$ - 110$. das wochenlang. (anzahl tische mal weggelassen und sind nur beispielwerte)
      spieler y mit 100$ ---> 80$ - 140$
      spieler z mit 100$ ---> 20$ - 300$
      usw...

      ich hoffe die eig fragestellung wird daraus ersichtlich.
      ist es somit besser während einer session mehr zu riskieren und 3 schritte zurück um dann 5 vor zu machen? oder lieber schön konservativ und alle 3 sessions einen schritt nach vorn, nie zurück??

      bitte nicht an den eig zahlenwerten aufhängen und das oben konkret durchrechnen, soll nur grob was verdeutlichen.

      kann man also anhand der varianzen eines spielers ebenso rückschlüsse auf sein spiel ziehen wie man das beim vp$ip-wert sagen kann (wenn der z.bsp. bei 30 liegt) oder hängt im endeffekt alles nur von solidem spiel ab und varianz ist egal??

      würde mich vor allem über antworten von erfahrenen spielern freuen, da ich mein spiel insgesamt auch auf den kleineren schon so verbessern möchte dass ich ich auf den etwas höherer dann nicht alles neu erlernen muss :)
  • 5 Antworten
    • Marinho
      Marinho
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2007 Beiträge: 3.574
      Naja also ich weiß gerad nicht wie du das beeinflussen willst, man kann nicht in eine Session gehen und sagen "OK heute mal n bissl varianzärmer bitte" Man nimmt halt einfach jeden +EV Spot mit. Du kannst dir lediglich aussuchen, ob du FR, SH oder HU oder was weiß ich spielen willst. FR ist nun mal das varianzärmste.

      Wenns dir darum geht nicht immer gleich n signifikanten Teil deiner BR zu verlieren, dann ist das alles ne Frage des BRMs. Ich glaub da gibts hier im Forum n Sim von Cyan, der berechnet dir den Risk of Ruin, eigtl ganz interessant, mit dem kannst du dann auch etwas rumspielen und wirst feststellen, desto marginaler deine Edge wird bzw deine Winrate, desto höher die Varianz. Und das ist ja mit dem Aufstieg in den Limits schon zwangsläufig der Fall, das die Gegner dann auch irgendwann ihr Hirn entdecken und versuchen werden es einzusetzen.
      Also ich würd nicht auf die Idee kommen AK oder QQ im Blindbattle wegzulegen, wenn der Gegner dort light broke geht, das ich mit AK auch "nur" 60% hab un relativ oft aufs Maul bekomme ist mir egal, longterm lohnt sichs halt. Das sind ja dann aber auch wieder so Sachen die halt aus nem guten Spiel meinmerseits resultieren und daher einfach kommen müssen. Ich mein vllt geht er ja auch mi AQ oder AJ da broke, da hab ich ne riesen Chance, das man dafür ab und an mal auch AA,KK zu sehen bekommt passiert mal. Im Mittel lieg ich aber immer vorn.
      Klingt vllt alles etwas wirr jetzt, es geht halt nur darum, das Poker halt n varianzreiches Spiel ist, entweder ich find mich damit ab oder ich lass es ganz. Aber irgendwelche Spots fallen zu lassen bloß, weil man die subjektive Wahrnehmung hat, da jetzt der Varianz gut aus dem Weg gehen zu können, find ich etwas mau. Man weiß es halt danach nie wirklich, dann lieber rein und nachher ne Note machen diese Reads dann bei der nächsten Situation mit einfließen lassen.

      Okay man kann natürlich verschieden Stile spielen, die halt für sich auch ne unterschiedliche Varianz mit sich bringen, aber ich geh mal einfach davon aus, das du schon den varianzärmsten ausgewählt hast. :)

      Warum der einzelne Stil im vergleich zum anderen varianzlastige ist oder nicht kann man sich ja selbst denken bzw wird glaub ich uh so am rande von n paar Artikeln aufgeschlüsselt.
    • BigAndy
      BigAndy
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 22.040
      Original von GoWithTheFlow
      ich hoffe die eig fragestellung wird daraus ersichtlich.
      ist es somit besser während einer session mehr zu riskieren und 3 schritte zurück um dann 5 vor zu machen? oder lieber schön konservativ und alle 3 sessions einen schritt nach vorn, nie zurück??
      Viel wichtiger als die Varianz einer Session ist die Winrate über alle Session.

      Wenn man nach 20 Session 100$ Gewinn gemacht hat, ist das besser, als nur $50.

      Und wenn man das nun durch die varianzreichere Spielweise erreicht, dann sollte man diese bevorzugen.

      Und "nie zurück" schafft nicht mal der beste Pokerspieler.

      Ich denke da nur an den 40k$ Downswing von nikonyo.
    • mirop
      mirop
      Bronze
      Dabei seit: 25.11.2007 Beiträge: 3.629
      also ich finde man sollte auf keinen fall auf kosten der winrate absichtlich varianzarm spielen (sprich: enge +ev spots auslassen).
    • Marinho
      Marinho
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2007 Beiträge: 3.574
      Kann man von zwei Seiten betrachten. Einige nehmen die closen Spots mit und die juckts dann auch nicht, wenn sie meinetwegen ab und an loosen. Aber wenn jmd leicht tiltet, naja da kanns uU mal Sinn machen dem aus dem Weg zu gehen, weil der Tilt sich ja aufs weitere Spiel auswirken kann und zu weiteren Verlusten führen kann, die man aber hätte vermeiden können. Bei der 2. Sorte Mensch, die ich beschrieben hab, muss man dann aber auch irgendwann n Schlussstrich ziehen (in Sachen Limit-Aufstieg), weil man denk ich mal auf höheren Limits schon kein Spot auslassen sollte.
    • Anuschka
      Anuschka
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2006 Beiträge: 1.768
      naja so einfach enge ev spots zu nutzen is halt au ned. Die musse erstmal korrekt erkennen und jede fehlkalkulation kostet dich ne menge.

      Umso mehr Varianz de bereit bist einzugehen desto schwieriger werdens deine gegner gegen dich haben ... jedoch kommst halt in viele situationen in denen der grad von +ev zu scheissdrecks aktion halt recht eng ist.