range anpassen: 3-bets

    • gollo13
      gollo13
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2007 Beiträge: 1.176
      hi.. hab mir mal zu was gedanken gemacht und würd gerne drüber sprechen ob ich aufm holzweg bin...

      auslöser war hierbei ein nl50 villain der meine 3-bets mit allen pocketpairs und AQ+ coldcallte.. A spielt er hierbei meist wa/wb bei treffer und seine pockets spielt er (meistens) nur als set weiter(ausser premium hands natürlich). er war kein vollfisch ziemlich tagstats am loosen ende.

      natürlich lief ich ab und an in ein set gegen ihn und ich überlegte mir wie ich mich am besten auf ihn einstelle.

      eine art "reflex- adeption" war für mich tighter zu 3-betten. jedoch hab ich mir darüber mal gedanken gemacht und imo ist das ja eigenltlich schwachsinn oder? wenn ich noch tighter 3-bette d.h. QQ+ AQs+ gebe ich ihm ja erst rech die implieds die den käse für ihn profitabel machen... d.h. er kann ja locker lessig mit any pocket callen weil er mich eh stackt wenn er hittet (gut, bei AQ+ nich unbedingt aber im gesamten dennoch genug).

      meine überlegung hier ist nun gegen DIESEN typ spieler mehr hände zu 3betten. natürlich nicht potenziel dominierte hände alla AT usw... eher suitedconnectors 1 gaber etc. er würd ja oft seine pockets auf die conti folden müssen(oder second barrel). (soll kein aufruf sein jetzt darüber zu diskutieren das mans nicht übertreiben darf, ist logisch); mir gehts hier um den theoretischen ansatz)


      aufgrund dieser basis hab ich mir noch mehr gedanken gemacht:

      das würde heißen gegen reasonable villain der gerne suited connectors usw. auf ne 3-bet calld wären hände besser die sofort sd-value treffen können, d.h. AJ+ KQ+ 88+ usw(ich bin mir darüber bewusst dass ich auf die raisingrange des gegners achten muss um nicht zu oft dominiert zu werden) da man da gegen seine pushingrange am flop tendenziell vorne ist oder zumindest flipt(draws, combodraws etc.)


      dann hab ich mir noch mehr gedanken gemacht :D das würde doch heiß ich kann gegen sehr tighte 3-better pockets auf set-value callen( gut das ist jetzt nicht soo diiieee erkenntnis :D ) sofern der raise nicht zu groß war.

      das würde jedoch auch bedeuten gegen loose 3-better könnte ich ip sc callen um ihn aus dem pot zu bluffen(oder eben ne hand zum aggro play zu treffen) durch raises, floats etc.


      bitte sagt mir falls ich denkfehler habe oder müll erzähle =)

      mfg gollo
  • 11 Antworten
    • suitedeule
      suitedeule
      Black
      Dabei seit: 18.12.2006 Beiträge: 9.822
      Original von gollo13

      dann hab ich mir noch mehr gedanken gemacht :D das würde doch heiß ich kann gegen sehr tighte 3-better pockets auf set-value callen( gut das ist jetzt nicht soo diiieee erkenntnis :D ) sofern der raise nicht zu groß war.

      das würde jedoch auch bedeuten gegen loose 3-better könnte ich ip sc callen um ihn aus dem pot zu bluffen(oder eben ne hand zum aggro play zu treffen) durch raises, floats etc.


      mfg gollo

      ^^ ja stimmt, ich mach das auch so
      bei den scs kommt als weiterer wichtiger faktor imo dazu, wie villian in 3bet pots cbettet...
      wenn villian nen 4 :heart: 5 :diamond: 7 :heart: board auch mit AK cbettet (weil is ja rrpot...) wird das callen noch profitabler (bzw dann auch erst ueberhaupt profitabel)
      wenn er nur overpair und ocs + draw weiter spielt wirds schon schwieriger

      anderer faktor ist, wie villian in 3bet pots auf raises reagiert.. bet/foldet er TT auf nem A46rb board? etc pp...

      also generell sind deine annahmen (zumindest meiner meinung nach richtig...) (btw: calle auch gerne mal oop mit scs um dann viele flops zu c/rsen, wenn er viel cbettet)
    • DiscoStu85
      DiscoStu85
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 4.144
      grundsätzlich ist die adaption natürlich korrekt:
      wenn du mit mehr crap raist gibtst du ihm keine implieds, da du dich nicht oft stacken lassen willst. eine bessere adaption wäre aber einfach normal weiterraisen aber auf action von ihm zu folden.

      wenn es wirklich ein so "konstruierter" gegner wäre wäre es doch megaeasy ihn zu exploiten. wenn er nur mit SET+ weiterspielt, exploitest du ihn eben durch folden. so easy
    • Ecsmo
      Ecsmo
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2007 Beiträge: 3.262
      Original von gollo13
      das würde jedoch auch bedeuten gegen loose 3-better könnte ich ip sc callen um ihn aus dem pot zu bluffen(oder eben ne hand zum aggro play zu treffen) durch raises, floats etc.
      Naja ich mach es eher umgedreht das ich gegen tighte Gegner mit SCs calle, da ich gut gegen die RR-Range spielen kann.
      Kann man daraus schließen das es immer profitabel ist SC IP auf ein RR zu callen?
    • gollo13
      gollo13
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2007 Beiträge: 1.176
      Original von Ecsmo
      Original von gollo13
      das würde jedoch auch bedeuten gegen loose 3-better könnte ich ip sc callen um ihn aus dem pot zu bluffen(oder eben ne hand zum aggro play zu treffen) durch raises, floats etc.
      Naja ich mach es eher umgedreht das ich gegen tighte Gegner mit SCs calle, da ich gut gegen die RR-Range spielen kann.
      Kann man daraus schließen das es immer profitabel ist SC IP auf ein RR zu callen?
      hmm... keine ahnung :)

      ich hätte halt gesagt wir callen tighte 3-bets eher mit pockets da wir sie öfter stacken können

      .. und bei loosen 3-bettern callen wir mit sc´s da wir bei z.b. nem semibluff die benötigte fold equity gegen ihre, öfters auch mal, marginalen hände...


      aber das was du sagst hört sich auch nicht schlecht an :D

      @suitdeule

      ahh.. interessanter punkt mit dem cbetten... danke, werds mir nochmal durch kopf gehen lassen....

      @discostu85

      hab ihn auch mal flop ui mit callen sehen(small pocket).... ka. wie weit ers durchzieht.....
    • PommesPapst
      PommesPapst
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2007 Beiträge: 11.609
      der kann dich nicht profitabel auf set value callen mit seinen kleinen pockets, außer du 3bettest sehr klein oder ihr seid deep.

      im prinzip ist das mit den 3bets so:



      mehr 3betten, wenn:

      - er viel auf 3bets foldet
      - er wenig bluff4bettet
      - er viele 3bets callt und oft auf die cbet foldet
      - er straight foward spielt



      weniger 3betten, wenn:

      - er viel 4bet-blufft
      - er oft callt und viele flops moved
      - er ne station ist bzw. starke calldowns machen kann
    • HeldvomFeld
      HeldvomFeld
      Bronze
      Dabei seit: 24.10.2006 Beiträge: 1.556
      Original von Ecsmo
      Original von gollo13
      das würde jedoch auch bedeuten gegen loose 3-better könnte ich ip sc callen um ihn aus dem pot zu bluffen(oder eben ne hand zum aggro play zu treffen) durch raises, floats etc.
      Naja ich mach es eher umgedreht das ich gegen tighte Gegner mit SCs calle, da ich gut gegen die RR-Range spielen kann.
      Kann man daraus schließen das es immer profitabel ist SC IP auf ein RR zu callen?
      Imo auf keine fall +EV da du SCs ohne foldequity nicht ordentlich spielen kannst. Gegen lighte 3better kannst du gute flops pushen und kriegst sie oft genug zum folden. Also PPs wenn überhaupt gegen tighte 3better, da implieds. SCs bringen nicht viel, da sie dich am flop zu oft callen werden.
    • tomsnho
      tomsnho
      Silber
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Original von HeldvomFeld
      Original von Ecsmo
      Original von gollo13
      das würde jedoch auch bedeuten gegen loose 3-better könnte ich ip sc callen um ihn aus dem pot zu bluffen(oder eben ne hand zum aggro play zu treffen) durch raises, floats etc.
      Naja ich mach es eher umgedreht das ich gegen tighte Gegner mit SCs calle, da ich gut gegen die RR-Range spielen kann.
      Kann man daraus schließen das es immer profitabel ist SC IP auf ein RR zu callen?
      Imo auf keine fall +EV da du SCs ohne foldequity nicht ordentlich spielen kannst. Gegen lighte 3better kannst du gute flops pushen und kriegst sie oft genug zum folden. Also PPs wenn überhaupt gegen tighte 3better, da implieds. SCs bringen nicht viel, da sie dich am flop zu oft callen werden.
      QFT

      SCs gegen Leute die sehr oft Hände haben mit denen sie am Flop broke gehen wollen zu callen ist spew. Volltreffer sprich MadeFlush, Madestraight oder auch 2pair, Trips macht man mit SCs viel zu selten. Wenn dann hast (falls überhaupt) einen Draw, meistens auch "nur" mit 8 oder 9 Outs und nicht 12 bzw. 15. Die ~30 % Equity (nur mal eine Schätzung) im Schnitt hat wenn man broke geht sind quasi der "Rettungsanker" damit man keine so große FE braucht um +EV zu sein (da man wenn man gecallt wird immer noch passable Chancen hat die beste Hand bis zum River zu kriegen). Wenn Villain dagegen zu 70 % TP/OP hat und gewillt ist am Flop alles reinzustellen, wären die SCs bestensfalls dann knapp profitabel falls man immer Straightdraw+ oder eine starke Madehand treffen würde.

      Pockets dagegen brauchen keine FE, sondern machen entweder einen Volltreffer (sprich Set) wo man Villain gerne broke gehen sieht, oder man trifft nicht und hat auf Action meistens einen easy fold.

      Deshalb PPs wenn man genug Implieds hat (größere Stacks, Villain tight und somit oft eine gute Hand am Flop) und SCs wenn man viel FE hat (größere Stacks, Villain looser 3better und somit oft eine marginale Hand die für AIs am Flop oft zu schwach ist)
    • Ecsmo
      Ecsmo
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2007 Beiträge: 3.262
      Ok klingt sehr einleuchtend. Noch ne Frage hierzu:


      dann hab ich mir noch mehr gedanken gemacht großes Grinsen das würde doch heiß ich kann gegen sehr tighte 3-better pockets auf set-value callen( gut das ist jetzt nicht soo diiieee erkenntnis großes Grinsen ) sofern der raise nicht zu groß war.
      Was heißt hier groß?
    • HeldvomFeld
      HeldvomFeld
      Bronze
      Dabei seit: 24.10.2006 Beiträge: 1.556
      Naja wenn er so groß ist, dass du noch nichtmal 1:7,5 implieds hast wenn du seinen ganzen stacks kriegen würdest, dann kannst du logischerweise nicht auf setvalue callen ;) . "Gross" ist hier natürlich relativ, hängt von den stacks, seiner range usw ab..........
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Auf "Set Value" callen hört sich ja quasi wie ein Standard an, bei dem man mit einem getroffenen Set häufig genug den gegnerischen Stack gewinnt und ohne Hit easy c/f kann.

      Dies ist nach einer 3-bet natürlich nicht als Standard gegeben. Aber es gibt sicherlich Situationen wo man auch mal eine 3-bet mit einem PP callen kann, sei es nun ein wahnsinnig tighter Gegner wo du dir einfach die implied Odds geben kannst oder sei es ein Gegner, gegen den du Postflop auch mal moven kannst/willst. In Position ist das mit Sicherheit ab und an möglich. ;)

      Schöner ist natürlich, wenn man selber 3-betten kann.
    • TreterPeter
      TreterPeter
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2007 Beiträge: 3.540
      Original von PommesPapst
      der kann dich nicht profitabel auf set value callen mit seinen kleinen pockets, außer du 3bettest sehr klein oder ihr seid deep.

      im prinzip ist das mit den 3bets so:



      mehr 3betten, wenn:

      - er viel auf 3bets foldet
      - er wenig bluff4bettet
      - er viele 3bets callt und oft auf die cbet foldet
      - er straight foward spielt



      weniger 3betten, wenn:

      - er viel 4bet-blufft
      - er oft callt und viele flops moved
      - er ne station ist bzw. starke calldowns machen kann