SH-Cold callen.

    • hendr1k
      hendr1k
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2007 Beiträge: 6.169
      Mit was für Händen kann man gut cold callen?

      Erstmal fallen mir alle Pockets ein, wenn man auf Setvalue callen kann, aber dann hörts bei mir auch schon auf.

      Brauche mal eine paar kreative Anregungen, die sowohl das Cold callen IP und OOP behandeln.
  • 4 Antworten
    • jerky
      jerky
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2006 Beiträge: 2.957
      oop: keine
      ip: sc's s-Onegappers, bzw je nach range auch 2 oder 3-gappers.

      überleg dir aber lieber mal gründe warum du coldcallen willst, und auf welche villains du es abgesehn hast. solange dir keine einfallen, solltest du vielleicht nicht coldcallen nur weils cool ist.
    • hendr1k
      hendr1k
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2007 Beiträge: 6.169
      Cold Callen würde ich gegen recht loose Gegner um IP mit einer starken Hand eine Menge Value zu extrahieren, und ich auch oft gegen deren RaisingRange vorne bin.

      Aber kann man da nicht besser 3 Betten?
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Kannst du Hände readen, kannst du Bettingfrequencies/Blufftendenzen deiner Gegner gut einschätzen?
      Bist du bereit marginale Situationen zu spielen und Varianz in Kauf zu nehmen?
      Bist du in der Lage deine Gegner Postflop aufgrund deiner Position/Aggressivität auszuspielen?


      Ich könnte dir jetzt hier hinschreiben womit ich coldcalle in welchen Situationen. Das würde dir aber überhaupt nix helfen, weil du keine Ahnung hast wie ich Postflop spiele. Es ist total sinnlos mit Händen wie AJs z.b. nen CO Openraise zu callen, wenn du nicht in der Lage bist Postflop richtig auf deinen Gegner zu adapten und ihn mal zu floaten, im richtigen Moment zu bluffraisen, zu wissen wann man die bessere Hand hält etc.

      Grade auf den kleinen Limits wo fast niemand richtig drauf achtet was du treibst, ist es ausreichend seine Coldcallingrange auf Pocketpairs zu beschränken. Alles andere führt von mir gern genannten "Pseudo" +EV Situationen, die auf den angeblichen Positionsvorteil zurückzuführen sind. Viele Anfänger können diesen Positionsvorteil allerdings nicht ausnutzen, da sie nicht die geringste Idee haben, WIE der Button wirklich funktioniert.

      Aber zum Thema wie ich die Micros spielen würde:

      Wenn ich auf NL10 spiele (muss ich gelegentlich mal machen, damit ich ne groben Überblick über das Limit habe) und alle Gegner unkown sind, dann verfolge ich eine sehr simple Strategie. OOP (UTG, MP, SB, BB) wirklich extrem tight, weil die Grundaggressivität des Limits sehr gering ist (es also keinen Grund gibt marginale Defends oder Openraises zu machen) und ich so jede marginale Situation OOP vermeide.

      Am CO/MP3 oder BTN kann man dann auch schonmal aufdrehen und etwas aggressiver zu Werke gehen. Hier kommt es allerdings auch sehr stark auf den eigenen Postflopskill an, wenn ich aus dem BTN ne Hand wie 85s openraise, dann mache ich dies weil ich mir einen entsprechenden Skillvorteil gebe wenn ich IP gegen einen der Blinds spiele und nicht, weil ich den Blind klauen könnte.

      Du musst Postflop mit so marginalen Händen auch IP sehr wohl in der Lage sein die Situation richtig zu analysieren und kannst nicht pauschal sagen, wenn XY passiert, dann mache ich AB.

      Ich empfehle deswegen für den NL Einstieg folgendes immer:

      1. Lernt Fixed Limit. Fixed Limit ist ein Postflopgame und man lernt Situationen zu analysieren und das ohne jedesmal 100BB riskieren zu müssen

      2. Wenn ihr 1. nicht machen wollt, extrem varianzscheu seid und es nicht riskieren wollt/könnt broke zu gehen -> Spielt nach der SHC Stratgegie und haltet euch aus jeder marginalen Situation raus

      3. Wenn ihr 1. nicht machen wollt und kein Problem mit Varianz und ausprobieren habt (inkl. broke gehen), dann empfehle ich immer die Ausprobierstrategie. Dieser Rat geht natürlich gegen alles was die Strategiesektion empfiehlt, aber NL ist im Moment etwas mehr als ein paar Situationen auswendig zu lernen und ein paar Zahlen zu kennen. Man muss um irgendwann mal erfolgreich sein in der Lage sein Hände readen zu können. Und das klappt nur, wenn man weiss was die Gegner so treiben.

      Wenn du also meinst, dass du unbedingt irgendwo coldcallen musst, dann überleg dir einfach mal ein paar sinnvolle Handkategorien mit denen machen kann und überleg dir VORHER was du Postflop damit wie erreichen willst gegen bestimmte Gegnertypen. Es ist total sinnlos, wenn ich dir jetzt sage, dass man T9s gegen einen Buttonopenraise auch mal callen könnte im BB, wenn du nicht weisst was du Postflop aus welchem Grund machen sollst.
      Ergo probier einfach mal ein paar Sachen aus (beschränk dich auf eine kleine Auswahl und schmeiss nicht dein ganzes Spiel um, das geht garantiert in die Hose) und poste die Hände ins Forum, diskutier sie mit Freunden und vor allem BEGRÜNDE deine Spielzüge. Wenn du in NL Holdem nämlich für einen Spielzug eine gute Begründung hast, dann ist er meist +EV.
    • Shatterproofed
      Shatterproofed
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 7.498
      Ich liebe es wie Ghostmaster indirekt einen zusammenfaltet und doch tips gibt. Hör auf ihn er hat recht! Hat bei mir auch geholfen... Man kann viele Strategien lesen und Poker trotzdem nicht verstehen.

      Grundstrategien richtig zu versthen ist schön und gut, aber in den falschen situationen können sie dich auch einiges kosten. Hatte / Habe noch viele Fehler ... aber seitdem ich mehr auf meine Gegner eingehe und ihnen Handranges gebe anhand von Bauchgefühl History und bets gehts aufwärts ...
      :)