Widerspruch zu PS.de

    • kennny
      kennny
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 114
      Ich lese gerade das Buch "Limit Hold'em:winning short-handed strategies" von Terry Borer und Lawrence Mak. Dabei fällt mir auf, dass es einen Widerspruch zu den PS-Lehrmaterialien gibt.
      Sind wir First in im SB wird laut PS sehr loose geraist, um den BB zu stealen. Borer und Mak vertreten hingegen die Meinung: "Don't see the small blind as an opportunity to steal. You are out of position and the big blind will call with most hands in any case." (S.83)
      Laut deren Startinghandchart werden im SB sogar weniger Händer gespielt als vom BU, wenn First in.
      Weshalb unterscheiden sich die Meinungen so stark?
  • 5 Antworten
    • StrategiegegenArchitektur
      StrategiegegenArchitektur
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2007 Beiträge: 223
      Meiner Meinung nach sieht es so aus, als ob es im Buch überbewerted wird, oop zu spielen. Wenn wir im SB sind haben wir einfach mit sehr vielen Händen eine bessere Equity als die Durchschnittshand, die BB hält. Daher müssen wir einfach Raisen, um den Pot groß zu machen, solange wir vorn sind.
      Und auch wenn ein Gegener sehr viele Hände im BB callt, schmeisst er oft auf unsere Contibet am Flop weg, da er meistens nichts getroffen hat. Und wenn Villain uns mit zu vielen Händen callt, macht er einfach für sich ein -EV Spiel, da er dann mit hoffnungslosen Händen noch Geld in den Pot ballert.

      Also: halte dich lieber nicht an die Tabelle aus dem Buch. Im SB weniger Hände als aus BU zu spielen, ist definitiv ein Fehler!
    • TursWolm
      TursWolm
      Bronze
      Dabei seit: 27.09.2006 Beiträge: 3.831
      Wenn du einen BB hast, der sowieso alles callt, kannst du auch mit deiner Stealing-Range runter gehen und andersrum. Ist also auch immer gegnerabhängig.
      Ich denk mal die ORC-Range ist auf einen BB-Defend-Wert von ca 50% ausgelegt. (Oder?)
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Und wie begründen die beiden ihr Spiel? Stoxtrader hat zum Beispiel versucht seine Preflop Standards mit empirischen Daten zu begründen. Ob dieser Ansatz gut ist, darüber läßt sich streiten. Er hat jedenfalls auch ca. ORC Range erhalten.

      Position ist zwar wichtig, aber auch nur zu einem bestimmten Teil. Dead Money und Pot Equity sind extrem nützliche Konzepte und die fallen nicht plötzlich weg, nur weil wir im SB sind. Gebe es die Postflop Runden nicht, könnte man sehr sehr viele Hände vom SB spielen und dann würde das Argument, dass der BB eh nie foldet nicht ziehen. Wichtig ist wie hoch die Reverse Implied Odds wirklich sind und das hängt auch vom Gegner ab. Jedenfalls ist das ORC schon eine gute Richtlinie und das zeigen auch empirische Daten wie zB die von Stxotrader.
    • kennny
      kennny
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 114
      In dem Buch wird nicht erläutert, weshalb welche Hände Preflop gespielt werden. Es sind die Empfehlungen der Autoren.
    • schnizm
      schnizm
      Black
      Dabei seit: 17.06.2006 Beiträge: 1.967
      Im SB tighter als am Button raisen ist schlichtweg falsch. War auch damals im Buchforum von 2+2 der größte Kritikpunkt, soweit ich mich erinnere.