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Ackermann verzichtet auf Bonus

    • Cloakroom
      Cloakroom
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 581
      Original von TBone98

      Hast du dich eigentlich auch nur ein mal mit der Bankenkrise beschäftigt??? Anscheindend nicht, denn sonst wüßtest du, dass die Deutsche Bank nicht dafür verantwortlich ist, sondern nur mitgerissen wurde. Aber Hauptsache du kannst hier auf Bild-Zeitungs-Niveau dein Maul aufreissen.

      Und der Bonus steht ihm zu, weil die Deutsche Bank trotz der Krise im OPERATIVEN Geschäft nach wie vor schwarze Zahlen schreibt. Und das nicht zu knapp. An den Börsenkurs ist der Bonus zurecht nur sehr gering gekoppelt, weil ein Unternehmenschef noch so gute Arbeit machen kann, wenn die Branche gerade an der Börse "unbeliebt" ist. Das Unternehmen wird trotzdem immer mit der gesamten Branche nach unten gezogen werden.

      Und zu deinem tollen Arbeitsplatzargument. 5000 Mitarbeiter kosten nen Unternhmen inklusive aller Steuern, Abgaben etc. locker 200 Mio. Euro im Jahr. Wieso sollte er die Mitarbeiter behalten, wenn man sie nicht braucht??? Soll er sie zum Däumchen drehen behalten und damit das ganze Unternehmen und die anderen knapp 70.000 Mitarbeiter (soviel hat die Deutsche Bank) gefährden??? Sein Job ist es nun mal, die Einnahmen zu maximieren und die Kosten zu minimieren. Und weil er so gut ist und das jedes Jahr wieder schafft, werden seine Bezüge nun mal jedes Jahr erhöht. So ist nun mal Marktwirtschaft.
      Entschuldige, aber bevor Du jemanden so beschimpfst, solltest Du in Betracht ziehen, Dein eigenes Wissen ein wenig zu überprüfen.
      Richtig ist, dass noch schwarze Zahlen geschrieben werden. Diese sind aber im 3. Quartal kleiner, als erwartet.

      Und das sind sie deswegen, weil die Deutsche Bank Fehler gemacht hat und diese hat Ackermann auch in einem ZDF interview eingeräumt. Die Deutsche Bank habe - so Ackermann - sich zu Beginn des Jahres der allgemeinen Markeuphorie angeschlossen und übertriebene Kreditengagements eingegangen, die nun nicht mehrweiterverkäuflich seien und dementsprechend die Bilanz belasten.

      Insofern wurde die Deutsche Bank nicht "nur" mitgerissen, sondern hat selber auch dazu beigetragen.

      Insofern ist es selbstverständlich, dass Ackermann hier Gehaltseinbussen - sofern man das so nennen kann, schliesslich geht es nur um erfolgsbedingte Bonuszahlungen - in Kauf nimmt.

      Herr Ackermann hat natürlich in gewisser Weise das Problem, dass er als Chef der Deutschen Bank immer auch so eine Art Feindbild ist, zumal er teilweise an diesem Ruf ja auch mitgearbeitet hat. Insofern wird ihm sogar eine solche Geste nun um die Ohren gehauen.

      Ich denke nicht, dass das nun nötig ist, man kann auch mal anerkennen, wenn jemand etwas richtiges tut, den man nicht so mag.

      Allerdings ist aus meiner Sicht der Bonusverzicht schon beinahe selbstverständlich, nicht nur, weil die Bank auch Fehler gemacht hat.

      Sondern auch deswegen, weil Ackermann doch immer der Ansicht war, dass der Markt alles selber regelt. Dann kann es eben nicht sein, dass nun nur der Staat die Risiken trägt, während die anderen Marktteilnehmer die Gewinne einbehält.

      Hier müssen nun diejenigen, die vorher grosse Gewinne eingefahren haben, nun auch selber alles tum, um die Finanzwelt wieder in Ordnung zu bringen und da kann es nicht sein, dass Ackermann weiter 11 oder 12 Millionen Euro pro Jahr verdient.
    • brontonase
      brontonase
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 16.958
      Original von Cloakroom
      Hier müssen nun diejenigen, die vorher grosse Gewinne eingefahren haben, nun auch selber alles tum, um die Finanzwelt wieder in Ordnung zu bringen und da kann es nicht sein, dass Ackermann weiter 11 oder 12 Millionen Euro pro Jahr verdient.
      junge wo lebst du denn was sind schon 11 oder 12 millionen wenn man so einen riesigen konzern leitet
      erwartest du jetzt von jedem mitarbeiter der db das er auf teile seines lohnes verzichtet um die finanzwelt wieder in ordnung zu bringen
      glaubst du ernsthaft daran das herr ackermann von jedem kredit wusste den die deutsche bank vergeben hat ?
    • njaa
      njaa
      Global
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 4.414
      :heart: ackermann fanboys....wusste gar nich das es so viele gibt.
    • Cloakroom
      Cloakroom
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 581
      Original von brontonase

      junge wo lebst du denn was sind schon 11 oder 12 millionen wenn man so einen riesigen konzern leitet
      erwartest du jetzt von jedem mitarbeiter der db das er auf teile seines lohnes verzichtet um die finanzwelt wieder in ordnung zu bringen
      glaubst du ernsthaft daran das herr ackermann von jedem kredit wusste den die deutsche bank vergeben hat ?
      Junge, 11 oder 12 Millionen sind ne Menge Geld, jedenfalls da wo ich lebe, schön dass das für Dich Peanuts sind.

      Und ja, genau das erwarte ich. Schliesslich haben ja auch alle kräftig verdient und immer gefordert, der Staat möge sich raushalten aus der Wirtschaft. Und nun rufen sie alle -Ackermann vorne weg - nach dem Staat und dem Geld der Steuerzahler.

      Aber nicht nur der Steuerzahler kann für die Schäden aufkommen, das muss die Branche schon selber tun und dementsprechend natürlich auch der Vorstand.
    • Cloakroom
      Cloakroom
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 581
      Original von christian88
      Guter Zug von dem Ackermann. Hab leider noch nie ein Politiker gesehen der auf irgendwas verzichtet, auch nicht von denen die so große Töne gegen die Manager spucken. Ich versteh auch nicht was sich die Politk dort einmischt. Das ist nun mal purer Kapitalismus und nicht seit gestern. Ich sehs schon kommen, wenn die Entwicklung der Linken und Grünen so weiter geht haben wir nach der nächsten Bundestagswahl wieder ne DDR. :(
      Dann bist Du entweder sehr jung, oder hast nicht richtig hingeschaut. Die Politik hat in den 90'er Jahren viele Jahre auf Diätenerhöhungen verzichtet, gerade auf der Bundesebene.

      Und überhaupt: Vergleiche doch mal die Verdienste. Der/die Bundeskanzler/in verdient im Monat laut Spiegel 14893 Euro. Dazu kommen 810 Euro Ortszuschlag, sowie 1022 Euro Dienstaufwandentschädigung.

      Davon abziehen muss man die Kosten für den privat genutzen Fahrdienst, den die Kanzlerin aus Sicherheitsgründen nehmen muss.

      Damit kommt die Kazlerin auf etwa 200.000 Euro im Jahr als wichtigste Politikerin dieses Landes.

      Was denkst Du, wie viele aus der Privatwirtschaft mehr verdienen, als die Kanzlerin?

      Nur zum Vergleich: Vom Gehalt des Deutschen Bank Chefs Ackermann aus dem Vergangenen Jahr hätte man sich 70 Bundeskanzler leisten können, denn dieser verdient knapp 14. Millionen Euro.

      Selbst wenn Ackermann - wie der Spiegel schreibt - auf 50% verzichtet, verdient er immer noch 35 mal mehr, als die wichtigste Politikerin im Lande.
    • brontonase
      brontonase
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 16.958
      Original von Cloakroom
      Original von brontonase

      junge wo lebst du denn was sind schon 11 oder 12 millionen wenn man so einen riesigen konzern leitet
      erwartest du jetzt von jedem mitarbeiter der db das er auf teile seines lohnes verzichtet um die finanzwelt wieder in ordnung zu bringen
      glaubst du ernsthaft daran das herr ackermann von jedem kredit wusste den die deutsche bank vergeben hat ?
      Junge, 11 oder 12 Millionen sind ne Menge Geld, jedenfalls da wo ich lebe, schön dass das für Dich Peanuts sind.
      wo lebst du denn?
      in bangladesh
      natürlcih ist das in deutschland viel geld aber er ist nunmal topmanager
      er kann woanders ein mehrfaches davon verdienen
    • 666morpheus
      666morpheus
      Bronze
      Dabei seit: 22.06.2006 Beiträge: 465
      Original von inflamespoker
      Wirtschaftliche Gerechtigkeit ist nen Fremdwort was?
      Sehr geil, etwas mit sog. "Gerechtigkeit" (womit man so ziemlich alles rechtfertigen kann) zu begründen, ist für jeden, der etwas in Richtung bwl/vwl studiert nen absolutes no-go und kommst dafür in die Hölle!
    • christian88
      christian88
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2006 Beiträge: 1.508
      Original von Cloakroom
      Original von christian88
      Guter Zug von dem Ackermann. Hab leider noch nie ein Politiker gesehen der auf irgendwas verzichtet, auch nicht von denen die so große Töne gegen die Manager spucken. Ich versteh auch nicht was sich die Politk dort einmischt. Das ist nun mal purer Kapitalismus und nicht seit gestern. Ich sehs schon kommen, wenn die Entwicklung der Linken und Grünen so weiter geht haben wir nach der nächsten Bundestagswahl wieder ne DDR. :(
      Dann bist Du entweder sehr jung, oder hast nicht richtig hingeschaut. Die Politik hat in den 90'er Jahren viele Jahre auf Diätenerhöhungen verzichtet, gerade auf der Bundesebene.

      Und überhaupt: Vergleiche doch mal die Verdienste. Der/die Bundeskanzler/in verdient im Monat laut Spiegel 14893 Euro. Dazu kommen 810 Euro Ortszuschlag, sowie 1022 Euro Dienstaufwandentschädigung.

      Davon abziehen muss man die Kosten für den privat genutzen Fahrdienst, den die Kanzlerin aus Sicherheitsgründen nehmen muss.

      Damit kommt die Kazlerin auf etwa 200.000 Euro im Jahr als wichtigste Politikerin dieses Landes.

      Was denkst Du, wie viele aus der Privatwirtschaft mehr verdienen, als die Kanzlerin?

      Nur zum Vergleich: Vom Gehalt des Deutschen Bank Chefs Ackermann aus dem Vergangenen Jahr hätte man sich 70 Bundeskanzler leisten können, denn dieser verdient knapp 14. Millionen Euro.

      Selbst wenn Ackermann - wie der Spiegel schreibt - auf 50% verzichtet, verdient er immer noch 35 mal mehr, als die wichtigste Politikerin im Lande.

      Ok, was in den 90er alles so los war kann ich viel zu sagen. Ist ja nicht mehr so relevant für heute bzw. für die Krise. Ich weiß nur, dass sie sich bei der letzten "Gehaltserhöhung"(kp wie man das nennt bei Politker) der Beamten ordentlich zugelangt haben. Und ob ein Mensch ca.5000€ (Politker) verdient oder etliche Millionen ist meiner Meinug egal, denn zum leben sind beide Gehälter übertrieben. Abgesehen davon ist es meistens eh nur Neid der Menschen. Seid mal ehrlich wer will kein Ackermann sein? Ich kenn zwar seinen Lebenslauf nicht, aber der hat sich bestimmt auch den Arsch aufgerissen in seinem Leben um an so einen Posten zu kommen.
    • nosense
      nosense
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2007 Beiträge: 496
      Original von inflamespoker
      l0l. Wo lebst du denn Junge? Geiler Vergleich mit Müllmännern. Der scheiss Mongo Ackermann kriegt soviel Geld in den Arsch geblasen, das wird er in 100 Jahren nicht sinnvoll (!) ausgeben können. Hauptsache horten und in die eigene Tasche wirtschaften und dann sich toll fühlen weil man, obwohl man eh schon 20Millionen hat, nen Bonus ablehnt.

      Warst du auch eins von den Kindern das nach der 10ten Portion Eis, obwohl es schon total voll war, immernoch mehr wollte? Scheinbar Ja :rolleyes:

      Wirtschaftliche Gerechtigkeit ist nen Fremdwort was?
      Ist dir mal aufgefallen das du nicht ein vernünftiges Argument angebracht hast warum Ackermann weniger verdienen sollte.

      Und wirtschaftliche Gerechtigkeit... rofl :D

      Imho ist es ungerecht wenn jemand für unertragreiche Arbeit Geld verdient. Ackermann fährt jedoch einen Gewinn für seine Bank ein was im Endeffekt dem ganzen Unternehmen + Mitarbeiter hilft, bzw ihnen zu Gute kommt (ich gehe jetzt einfach davon aus das sich langfristig die Gehälter uä. erhöhen). Warum sollte er weniger Geld verdienen ?

      Und warum zum Teufel ist es lächerlich ?! Hallo ? Ist doch auch net lächerlich wenn ich nem Kollegen der grad wenig Geld hat nen 20er schenke, auch wenn ich 20 mio aufm Konto hab ?

      Immer wenns Geld geschenkt gibt schreien alle "Wie lächerlich ! Wir wollen mehr ! Du hast es doch !"
    • Cloakroom
      Cloakroom
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 581
      Original von christian88
      Ok, was in den 90er alles so los war kann ich viel zu sagen. Ist ja nicht mehr so relevant für heute bzw. für die Krise. Ich weiß nur, dass sie sich bei der letzten "Gehaltserhöhung";( kp wie man das nennt bei Politker) der Beamten ordentlich zugelangt haben. Und ob ein Mensch ca.5000€ (Politker) verdient oder etliche Millionen ist meiner Meinug egal, denn zum leben sind beide Gehälter übertrieben. Abgesehen davon ist es meistens eh nur Neid der Menschen. Seid mal ehrlich wer will kein Ackermann sein? Ich kenn zwar seinen Lebenslauf nicht, aber der hat sich bestimmt auch den Arsch aufgerissen in seinem Leben um an so einen Posten zu kommen.
      Ein Beamter ist kein Politiker, das ist Dir aber schon klar, oder?
      Und was den Unterschied zwischen 5k und 12 Millionen angeht, so dürftest Du der einzige sein, für den das Einerlei ist und dann brauchen wir auch nicht mehr drüber reden.

      Und ich versichere Dir, auch Merkel hat exorbitant "geschuftet" und das nicht nur in ihrer Zeit als Kanzlerin.
    • heeelp
      heeelp
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2007 Beiträge: 511
      Das ist wie wenn ein Pokerspieler auf ein freeroll verzichtet... :rolleyes:
    • BlizzyG
      BlizzyG
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 1.989




      [x] ???
    • christian88
      christian88
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2006 Beiträge: 1.508
      Original von Cloakroom
      Original von christian88
      Ok, was in den 90er alles so los war kann ich viel zu sagen. Ist ja nicht mehr so relevant für heute bzw. für die Krise. Ich weiß nur, dass sie sich bei der letzten "Gehaltserhöhung";( kp wie man das nennt bei Politker) der Beamten ordentlich zugelangt haben. Und ob ein Mensch ca.5000€ (Politker) verdient oder etliche Millionen ist meiner Meinug egal, denn zum leben sind beide Gehälter übertrieben. Abgesehen davon ist es meistens eh nur Neid der Menschen. Seid mal ehrlich wer will kein Ackermann sein? Ich kenn zwar seinen Lebenslauf nicht, aber der hat sich bestimmt auch den Arsch aufgerissen in seinem Leben um an so einen Posten zu kommen.
      Ein Beamter ist kein Politiker, das ist Dir aber schon klar, oder?
      Und was den Unterschied zwischen 5k und 12 Millionen angeht, so dürftest Du der einzige sein, für den das Einerlei ist und dann brauchen wir auch nicht mehr drüber reden.

      Und ich versichere Dir, auch Merkel hat exorbitant "geschuftet" und das nicht nur in ihrer Zeit als Kanzlerin.
      Schon klar, aber die haben sich trotzdem die Gehälter erhöht egal was sie sind. Wo ist der Unterschied zwischen 5k und 12Millionen für dich alleine? Wie viel verdienst du im Monat ohne Poker? Ich vermute jetzt mal nicht über 5k. Aber ich denke auch das du kein schlechtes Auto fährst(von mir aus geleast oder sonst was), in einem guten Heim wohnst, jedes Jahr in den Urlaub fährst und am WE immer was vorhast. Dies alles ist auch ohne 5k im Monat möglich. Ist gibt Leute die mit weniger als 500€ im Monat auskommen und die sind glücklich. Wie du siehst braucht man keine 5k im Monat. Trotzdem sind die Politker gierig und erhöhen die gehälter, wieso wenn sie nicht mehr brauchen? Und Ackermann (und der wird auch noch nach Leistung bezahlt) macht genau das gleiche nur in anderen Dimensionen, da sein Laden Umsätze in hohe von xxx Milliarden Dollar macht.

      Willst du damit sagen, dass Merkel zu nichts gebracht hat in ihrem Leben? Abgesehen davon verdient sie wohl genug Geld.
    • RisikoReich
      RisikoReich
      Bronze
      Dabei seit: 13.09.2006 Beiträge: 1.171
      Wollte mal drauf aufmerksam machen, dass Wirtschaftsethik durchaus existent ist... vielleicht nicht im BWL Bereich, aber das is ja nu auch nich die ganze Welt...
    • FjodorM
      FjodorM
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 11.238
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,584916,00.html

      So viel zum Thema Wirtschaftsethik im Bankensektor, diese mit Verlaub Scheißarschlöcher sägen mit ihrer Abzockermentalität ganz gewaltig an ihrem eigenen Stuhl, solche Aktionen schaffen es echt noch die Masse gegen das aktuelle Wirtschaftssystem aufzubringen.
    • Prussian
      Prussian
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2006 Beiträge: 189
      Diese ganze Neid-Diskussion ist schon ziemlich infantil!

      Ich möchte die ganzen Schreihälse mal sehen, wenn morgen ihr Chef zu ihnen kommt und sagt: Ab heute gilt ein neues Gehaltsgefüge!
      Du bekommst nur noch 10% deines jetzigen Gehalts. Wenn alle in der Firma so arbeiten, wie wir uns das vorstellen, kannst Du auch die restlichen 90% als Bonus bekommen. Wenn das (aus welchen Gründen auch immer) nicht klappt -> Pech gehabt!

      Nun kommt natürlich gleich das Argument "Aber bei 1,2 Mio € Grundgehalt würde ich gern auf die restlichen 90% verzichten." - Würdet Ihr nicht!!!
      Ich kenne keinen (weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist :D ), der zufrieden mit 1,2 Mio ist, wenn er auch 14 Mio bekommen kann! - Solche Behauptungen kommen immer nur von Leuten, die nie in diese Verlegenheit kommen werden, zu beweisen, wie ernst sie es mit ihrer Behauptung meinen.

      Sicher kann man darüber diskutieren, ob 1,2 Mio € (bzw. 14 Mio) angemessen sind oder nicht. Jeder der weniger verdient, wird sagen "Aber meine Arbeit ist genauso wertvoll!". Vom moralischen Standpunkt ist das sicher richtig - vom wirtschaftlichen aber eben nicht! Wenn ich im Krankenhaus auf der Intensiv-Station liege, weil mich irgendein besoffener Hirnie über den Haufen gefahren hat, ist für mich ein kompetenter Arzt sogar sehr viel mehr wert, als jeder Herr Ackermann! Der Arzt könnte von mir aus in dem Moment Millionen verdienen. Aus wirtschaftlicher Sicht heulen aber alle seit Wochen rum, weil die Krankenkassenbeiträge der gesetzlichen Kassen zukünftig 15%+x betragen werden, weil u.a. Ärzte (die nach langem Studium+Assistenzarztzeit+Facharztausbildung wirklich nicht üppig verdienen) mal 100€ mehr bekommen sollen.

      Ich finde es schon recht schizophren, ständig zu verlangen, Manager sollen Verantwortung übernehmen, den Wert und Gewinn des Unternehmens Jahr für Jahr steigern und auch noch 70.000 Arbeitsplätze garantieren (natürlich mit ständig steigenden Löhnen versteht sich!) - aber verdienen sollen sie möglichst nicht mehr als der Pförtner im Parkhaus. Keine Frage, sie müssen neue (und damit risikobehaftete) Wege gehen, um dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen (und damit all das zu gewährleisten, was oben genannt wurde) - aber wenn was schief geht, sollen sie gefälligst mit ihrem Gehalt haften ... besser noch mit ihrem gesammten Privatvermögen!!!

      Wäre machbar - wenn man das dann natürlich auch auf alle Arbeitnehmer ausdehnt: Wenn der Chirurg bei einem schwerverletztem Unfallopfer eine riskante Not-OP vornimmt und der Patient stirbt trotzdem -> Schadenersatz aus dem Privatvermögen des Arztes ... der Bankmitarbeiter verkauft dem Kunden eine Anlage und das Investment läuft nicht wie erwartet -> soll er doch sein Haus verkaufen und den Kunden entschädigen (wieso soll die Bank für seinen 'Beratungsfehler' haften?) ... der Busfahrer passt kurz nicht auf und verursacht einen Unfall -> Jahresgehalt zurückfordern und Schadenersatz an die Unfallopfer aus eigener Tasche bezahlen (wieso soll die Firma die teure Haftplichtversicherung bezahlen und für die 'Dummheit' des Busfahrers aufkommen?) ... Das ließe sich sicher unendlich fortführen und für nahezu jeden Angestellten/ Arbeiter ein passendes Beispiel finden.
      Die Frage ist doch, wollen wir das wirklich - mit allen Konsequenzen, die das dann für uns persönlich hätte?

      Sicher wird Herr Ackermann nicht verarmen, wenn er auf seine Boni mal verzichtet. Aber im Gegensatz zu vielen anderen in vergleichbarer Position - und den meisten der Neider hier - verzichtet er auf etwas, was ihm von rechtswegen zusteht. Und es sind ja nicht nur die diesjähgrigen Boni, auf die er verzichtet. Es ist ja noch nicht allzu lange her, dass er wesentlich besser dotierte Angebote von ausländischen Banken abgelehnt hat. Ich kenne natürlich nicht seine Gründe dafür. Aber eine Portion Masochismus gehört schon dazu, wenn man freiwillig eine herausgehobene Stellung in der deutschen Wirtschaft behält :D , wenn man es auch leichter haben könnte.

      Ich glaube, er hätte sich auch mit einem nassen Strick erschießen können. Dann hätte es immer noch genug Schreihälse gegeben, die gesagt hätten: "Dieser Feigling, nun stiehlt er sich aus der Verantwortung!"

      Ich bin nicht gerade ein 'Ackermann-Fanboy', aber ein paar fähige Manager von seinem Kaliber (nach jetzigem Kenntnisstand - man ist da ja etwas vorsichtig nach den ständigen Enthüllungen), könnte Deutschland schon vertragen. So wie ich das sehe, geht es der Deutschen Bank relativ gut, sogar in der jetzigen Krise.

      Ja, ich finde auch, dass viele Menschen in Bezug auf ihre Verantwortung zu wenig verdienen (moralisch gesehen!) z.B. Lehrer, Krankenschwestern, sämtliche Pflegeberufe etc. und ich natürlich ;( - und nein, ich glaube nicht, dass sich das in absehbarer Zeit wesentlich verbessert (aus wirtschaftlicher Sicht!). Und das liegt an unserem eigenen Egoismus- es wäre durchaus möglich, die Pflegeversicherung zu verdoppeln, um die Altenpflegerinnen besser zu bezahlen, wir könnten durchaus mehr Steuern bezahlen, um die Lehrer besser zu entlohnen oder mehr davon zu beschäftigen - wollen wir aber nicht! Und das hat rein garnichts damit zu tun, wieviel Herr Ackermann verdient.

      Und ich habe erhebliche Zweifel, dass einer Bank, die eine Sicherheit von 50 Mrd. € benötigt, damit geholfen wäre, dass deren Manager 2 Mio € weniger Gehalt bekommen (Jeder kann sich ja mal überlegen, wie toll sich seine finanzielle Situation verbessert, wenn er 0,4% seiner Ausgaben einspart. - Wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, sind das bei einem Harz4-Empfänger ungefähr 1,50 € im Monat, glaub ich!)

      Wer dann immer noch Gehälter nach moralischen Maßstäben festlegen und dabei die wirtschaftlichen außen vor lassen will, kann ja am Montag zu seinem Chef gehen und ihm sagen, dass er moralisch gesehen mindestens ebenso wertvolle Arbeit leistet wie dieser und er deswegen auch ein dementsprechendes Gehalt haben möchte ... ich glaube da werden sich dann bald viele mit Pockern als Haupterwerbsquelle durchschlagen müssen ... :D
    • pokertalent
      pokertalent
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 874
      Ich weiß nicht Ackermann ist für mich schon immer einer der besten und bleibt er auch
    • Cloakroom
      Cloakroom
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 581
      Original von FjodorM
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,584916,00.html

      So viel zum Thema Wirtschaftsethik im Bankensektor, diese mit Verlaub Scheißarschlöcher sägen mit ihrer Abzockermentalität ganz gewaltig an ihrem eigenen Stuhl, solche Aktionen schaffen es echt noch die Masse gegen das aktuelle Wirtschaftssystem aufzubringen.
      Es ist leider so, dass die platteste Plattitüde zutreffend ist: Unsere planetarische Wirtschaftselite möchte die Gewinne privatisieren und die Verluste verstaatlichen.
    • nosense
      nosense
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2007 Beiträge: 496
      Original von Prussian
      Diese ganze Neid-Diskussion ist schon ziemlich infantil!

      Ich möchte die ganzen Schreihälse mal sehen, wenn morgen ihr Chef zu ihnen kommt und sagt: Ab heute gilt ein neues Gehaltsgefüge!
      Du bekommst nur noch 10% deines jetzigen Gehalts. Wenn alle in der Firma so arbeiten, wie wir uns das vorstellen, kannst Du auch die restlichen 90% als Bonus bekommen. Wenn das (aus welchen Gründen auch immer) nicht klappt -> Pech gehabt!

      Nun kommt natürlich gleich das Argument "Aber bei 1,2 Mio € Grundgehalt würde ich gern auf die restlichen 90% verzichten." - Würdet Ihr nicht!!!
      Ich kenne keinen (weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist :D ), der zufrieden mit 1,2 Mio ist, wenn er auch 14 Mio bekommen kann! - Solche Behauptungen kommen immer nur von Leuten, die nie in diese Verlegenheit kommen werden, zu beweisen, wie ernst sie es mit ihrer Behauptung meinen.

      Sicher kann man darüber diskutieren, ob 1,2 Mio € (bzw. 14 Mio) angemessen sind oder nicht. Jeder der weniger verdient, wird sagen "Aber meine Arbeit ist genauso wertvoll!". Vom moralischen Standpunkt ist das sicher richtig - vom wirtschaftlichen aber eben nicht! Wenn ich im Krankenhaus auf der Intensiv-Station liege, weil mich irgendein besoffener Hirnie über den Haufen gefahren hat, ist für mich ein kompetenter Arzt sogar sehr viel mehr wert, als jeder Herr Ackermann! Der Arzt könnte von mir aus in dem Moment Millionen verdienen. Aus wirtschaftlicher Sicht heulen aber alle seit Wochen rum, weil die Krankenkassenbeiträge der gesetzlichen Kassen zukünftig 15%+x betragen werden, weil u.a. Ärzte (die nach langem Studium+Assistenzarztzeit+Facharztausbildung wirklich nicht üppig verdienen) mal 100€ mehr bekommen sollen.

      Ich finde es schon recht schizophren, ständig zu verlangen, Manager sollen Verantwortung übernehmen, den Wert und Gewinn des Unternehmens Jahr für Jahr steigern und auch noch 70.000 Arbeitsplätze garantieren (natürlich mit ständig steigenden Löhnen versteht sich!) - aber verdienen sollen sie möglichst nicht mehr als der Pförtner im Parkhaus. Keine Frage, sie müssen neue (und damit risikobehaftete) Wege gehen, um dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen (und damit all das zu gewährleisten, was oben genannt wurde) - aber wenn was schief geht, sollen sie gefälligst mit ihrem Gehalt haften ... besser noch mit ihrem gesammten Privatvermögen!!!

      Wäre machbar - wenn man das dann natürlich auch auf alle Arbeitnehmer ausdehnt: Wenn der Chirurg bei einem schwerverletztem Unfallopfer eine riskante Not-OP vornimmt und der Patient stirbt trotzdem -> Schadenersatz aus dem Privatvermögen des Arztes ... der Bankmitarbeiter verkauft dem Kunden eine Anlage und das Investment läuft nicht wie erwartet -> soll er doch sein Haus verkaufen und den Kunden entschädigen (wieso soll die Bank für seinen 'Beratungsfehler' haften?) ... der Busfahrer passt kurz nicht auf und verursacht einen Unfall -> Jahresgehalt zurückfordern und Schadenersatz an die Unfallopfer aus eigener Tasche bezahlen (wieso soll die Firma die teure Haftplichtversicherung bezahlen und für die 'Dummheit' des Busfahrers aufkommen?) ... Das ließe sich sicher unendlich fortführen und für nahezu jeden Angestellten/ Arbeiter ein passendes Beispiel finden.
      Die Frage ist doch, wollen wir das wirklich - mit allen Konsequenzen, die das dann für uns persönlich hätte?

      Sicher wird Herr Ackermann nicht verarmen, wenn er auf seine Boni mal verzichtet. Aber im Gegensatz zu vielen anderen in vergleichbarer Position - und den meisten der Neider hier - verzichtet er auf etwas, was ihm von rechtswegen zusteht. Und es sind ja nicht nur die diesjähgrigen Boni, auf die er verzichtet. Es ist ja noch nicht allzu lange her, dass er wesentlich besser dotierte Angebote von ausländischen Banken abgelehnt hat. Ich kenne natürlich nicht seine Gründe dafür. Aber eine Portion Masochismus gehört schon dazu, wenn man freiwillig eine herausgehobene Stellung in der deutschen Wirtschaft behält :D , wenn man es auch leichter haben könnte.

      Ich glaube, er hätte sich auch mit einem nassen Strick erschießen können. Dann hätte es immer noch genug Schreihälse gegeben, die gesagt hätten: "Dieser Feigling, nun stiehlt er sich aus der Verantwortung!"

      Ich bin nicht gerade ein 'Ackermann-Fanboy', aber ein paar fähige Manager von seinem Kaliber (nach jetzigem Kenntnisstand - man ist da ja etwas vorsichtig nach den ständigen Enthüllungen), könnte Deutschland schon vertragen. So wie ich das sehe, geht es der Deutschen Bank relativ gut, sogar in der jetzigen Krise.

      Ja, ich finde auch, dass viele Menschen in Bezug auf ihre Verantwortung zu wenig verdienen (moralisch gesehen!) z.B. Lehrer, Krankenschwestern, sämtliche Pflegeberufe etc. und ich natürlich ;( - und nein, ich glaube nicht, dass sich das in absehbarer Zeit wesentlich verbessert (aus wirtschaftlicher Sicht!). Und das liegt an unserem eigenen Egoismus- es wäre durchaus möglich, die Pflegeversicherung zu verdoppeln, um die Altenpflegerinnen besser zu bezahlen, wir könnten durchaus mehr Steuern bezahlen, um die Lehrer besser zu entlohnen oder mehr davon zu beschäftigen - wollen wir aber nicht! Und das hat rein garnichts damit zu tun, wieviel Herr Ackermann verdient.

      Und ich habe erhebliche Zweifel, dass einer Bank, die eine Sicherheit von 50 Mrd. € benötigt, damit geholfen wäre, dass deren Manager 2 Mio € weniger Gehalt bekommen (Jeder kann sich ja mal überlegen, wie toll sich seine finanzielle Situation verbessert, wenn er 0,4% seiner Ausgaben einspart. - Wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, sind das bei einem Harz4-Empfänger ungefähr 1,50 € im Monat, glaub ich!)

      Wer dann immer noch Gehälter nach moralischen Maßstäben festlegen und dabei die wirtschaftlichen außen vor lassen will, kann ja am Montag zu seinem Chef gehen und ihm sagen, dass er moralisch gesehen mindestens ebenso wertvolle Arbeit leistet wie dieser und er deswegen auch ein dementsprechendes Gehalt haben möchte ... ich glaube da werden sich dann bald viele mit Pockern als Haupterwerbsquelle durchschlagen müssen ... :D

      qft
    • JoxxyK
      JoxxyK
      Bronze
      Dabei seit: 29.04.2006 Beiträge: 1.264
      http://www.banktip.de
      Der Durchschnittsbruttolohn im produzierenden Gewerbe, im Handel und im Kredit- und Versicherungsgewerbe ist im gesamten Bundesgebiet auf 40.642 Euro gestiegen
      Ackermann verdient ca. 14 Millionen.
      Seine Arbeit müsste also soviel wert bringen, wie die von 345 normalen Bankangestellten. Das anzunehmen ist absolut lächlich. Daher ist sein Gehalt eindeutig überzogen. Ähnliches gilt für die meisten Manager.

      Auch das Argument mit der Verantwortung ist Quatsch. Welche Verantwortung ist das denn bitte, die ein Bankmanager hat, wenn er im schlimmsten Fall seinen Job verliert und dafür noch ein paar Millionen Abfindung bekommt?

      Natürlich arbeitet ein Manager mehr, intensiver und verantwortlicher als ein Durchschnittsangesteller. Natürlich gibt es auch Leistungsunterschiede. Daher sind auch Unterschieder in der Bezahlung gerechtfertigt. Aber zu sagen, ein Ackermann kriegt halt seinen Markwert ist Blödsinn. Da die sich alle gegenseitig ihre Gehälter erlauben über Aufsichtsratsposten etc. entsteht da natürlich eine Aufwärtsspirale die moralisch, ethisch und wirtschaftlich unakzeptabel ist.

      Und das die Sache mit dem Bonusverzicht von Ackermann, der halt in dem Jahr eh kaum Bonus bekommen häte, daher für die meisten wie ein blanker Hohn klingen muss, ist doch völlig verständlich.

      Daher machen auch Mindest- und Höchstlöhne Sinn. Ich fände es spannend das zu koppeln: In Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern darf die Spannweite zwischen dem am niedrigsten und am höchsten bezahlten Mitarbeiter (incl. Leihmitarbeiter von Fremdunternehmen um "Managementoutsorcing" zu verhindern) höchstens den Faktor 50 betragen. Wenn es Unternehmen gut geht und Manager daher mehr verdienen wollen, müssen sie halt entsprechend das Gehalt aller Mitarbeiter anheben. Das wäre dann fair und transparent.