SHC gg unknow auf SH für LAG

    • kdkmoorhuhn
      kdkmoorhuhn
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 1.180
      Könntet ihr mir einen Gefallen tun und sagen, was ihr von folgendem (eigenen) SHC haltet. Dabei Openlimpe ich sogut wie nie. Allerdings gibt es eine ganze Mänge von Händen, wo ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich so optimal ist.

      Mir ist durchaus bewusst, dass man das Preflop-Spiel nicht alzu standardisieren sollte und vom Gegner abhängig machen sollte, das hier sollte mehr als roter Faden verstanden werden und nicht als Gesetz. Schaut auch bitte, ob die Range halbwegs balanced ist

      ++UTG++
      First-in-Raise: 22+, ATs+, KTs+, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s, ATo+, KJo+
      Raise-after-Limp (in dem Fall, wenn jemand mit vorzeitigem Blind-bezahlen eingestiegen ist): 88+, ATs+, KTs+, QTs+, JTs, T9s, 98s, AQo+
      Limp-after-Limp (in dem Fall, wenn jemand mit vorzeitigem Blind-bezahlen eingestiegen ist): 22-77, 87s, 76s, 65s, 54s
      Hände, bei denen ich nicht genau weiß, ob und wie ich sie spielen soll: A9s-A2s, J9s, T8s, 97s, 86s, 75s, 64s, 53s, AJo-A8o, KTo, QTo+, JTo, T9o, 98o

      ++MP++
      First-in-Raise: 22+, A8s+, KTs+, QTs+, J9s+, T8s+, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s, ATo+, KTo+, QTo+, JTo
      Raise-after-Limp: 88+, ATs+, KTs+, QTs+, J9s+, T8s+, 98s, ATo+, KJo+
      Limp-after-Limp: 22-77, A9s-A2s, 87s, 76s, 65s, 54s, KTo, QTo+, JTo
      Hände, bei denen ich nicht genau weiß, ob und wie ich sie spielen soll: A9s-A2s, J9s, T8s, 97s, 86s, 75s, 64s, 53s, A9o-A8o, KTo, QTo+, J9o+, T8o+, 98o

      ++CO++
      First-in-Raise: 22+, A2s+, K8s+, QTs+, J9s+, T8s+, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s, ATo+, KTo+, QTo+, JTo, T9o, 98o
      Raise-after-Limp: 88+, ATs+, KTs+, QTs+, J9s+, T8s+, 98s, ATo+, KTo+, QTo+, JTo
      Limp-after-Limp: 22-77, A9s-A2s, 87s, 76s, 65s, 54s
      Hände, bei denen ich nicht genau weiß, ob und wie ich sie spielen soll: K9s-K2s, Q9s-Q8s, J8s, T8s, 97s, 86s, 75s, 64s, 53s, A9o-A2o, J9o, T8o, 87o, 76o, 65o, 54o

      ++BU++
      First-in-Raise: 22+, A2s+, K2s+, QTs+, J9s+, T8s+, 97s+, 86s+, 75s+, 64s+, 53s+, A2o+, K8o+, QTo+, J9o+, T8o+, 98o, 87o, 76o, 65o, 54o
      Raise-after-Limp: 88+, A2s+, KTs+, QTs+, J9s+, T8s+, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s, A8o+, KTo+, QTo+, J9o+, T8o+, 98o
      Limp-after-Limp: 22-77, K9s-K8s, 97s, 86s, 75s, 64s, 53s, 87o, 76o, 65o, 54o
      Hände, bei denen ich nicht genau weiß, ob und wie ich sie spielen soll: K9s-K2s, Q9s-Q2s, J8s, T7s, 96s, 85s, 74s, 63s, 52s, K9o-K2o, Q9o-Q8o, J8o, 97o, 86o, 75o, 64o, 53o


      Das Spiel in den Blinds, die Calling-Range und die 3-betting-Range ist zu individuell, dass man da eine Range zusammenstellen könnte

      Was ist eure Empfehlung und Erfahrung? Insbesondere zu den Händen, wo ich nicht genau weiß, ob und wie ich sie spielen kann.
  • 4 Antworten
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Original von kdkmoorhuhn
      Was ist eure Empfehlung und Erfahrung? Insbesondere zu den Händen, wo ich nicht genau weiß, ob und wie ich sie spielen kann.
      Moin! Genau das ist schon mein erster ernsthafter Kritikpunkt. Hände, von denen du nicht weißt, ob und wie du sie spielen kannst, solltest du erst überhaupt nicht spielen!

      Abgesehen davon, ich glaube nicht dass es irgendwo auf der Welt einen "guten" LAG gibt, der nach Chart spielt oder so was ähnliches im Kopf hat. Ein LAG hat keine Range in dem Sinne, sondern spielt für gewöhnlich jede Situation (Gegner, Image, Gameflow) immer gerade so loose wie die Umstände es zulassen. Gerade gegen unknown sehr loose zu spielen halte ich für einen großen Fehler! Ohne reads kann man die Foldequity nicht einschätzen – und davon lebt das Spiel eines LAGs.

      Zuätzlich muss man um erfolgreich LAG zu spielen eine recht große Postflop edge haben, wissen wann man folden muss und wissen wann man reinbuttern kann. Außerdem spielt ein LAG nicht LAG wenn der Tisch nicht dafür gemacht ist. Es ist nur einer der Styles die er drauf hat und dann anwendet wenn der Tisch es zulässt. Auch das Gefühl dafür zu haben, wann man einen Gang runter oder wieder rauf schaltet ist enorm wichtig wenn man LAG spielen will.

      Ich weiß ja nicht wie dein jetziges Spiel aussieht, wieviel Erfahrung du hast und welches Limit du spielst – aber man kann nicht von heute auf morgen sagen, ich spiel jetzt LAG. Dahin zu kommen ist ein Prozess, der lange dauert, sehr viel Erfahrung erfordert und sehr viel Geld kosten kann bis die Ernte eingefahren werden kann. Weiters muss man extrem tiltresistent sein und sollte ein sehr, sehr großzügiges BRM verfolgen, weil der LAG style extrem varianzreich ist.

      Falls ich dir unrecht tu und du das alles schon weißt und schon ein sehr erfahrener midstakes Spieler mit sehr guten postflop skills bist, sorry dafür. Aber irgendwie spricht in meinen Augen alleine die Idee ein SHC für LAG Spiel erstellen zu wollen dagegen, dass du weißt worum es geht beim LAG style. Nix für ungut! :)
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      Bitte bitte bitte, versuche nicht LAG nach SHC zu spielen - das wird schief gehen. Ein LAG spielt loose und macht damit preflop spiel-theoretisch einen kleinen Fehler. Er kann dies aber über seine Postflop-Skills überkompensieren. Du wirst nicht von heute auf morgen vom TAG zum guten LAG, daher würde ich Dir dringend von dem Versuch abraten...
    • Risinhigh
      Risinhigh
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2007 Beiträge: 1.461
      Da sieht man was die Videos von Sportbernd und schnibblor bringen... Die Leute werden zu vollidiotischen Maniacs :D

      Ich war mir von Anfang an sicher als ich das erste Video von Sportbernd gesehen habe das das nur positiv sein kann, weil nun jede Menge TAGs anfangen werden zu switshen auf LAG Style aber überhaupt keine Ahnung haben wie man sowas profitabel spielen kann ;)
    • jackoneill
      jackoneill
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 2.480
      Du scheinst da was grundsaetzlich missverstanden zu haben: LAG bedeutet nicht moeglichst viele Haende spielen, sondern gegnerspezifisch moeglichst viele Haende in Position spielen.

      Allein deine UTG-Range sagt schonmal, dass du was ueberhaupt nicht verstanden hast.

      Original von kdkmoorhuhn
      ++UTG++
      First-in-Raise: 22+, ATs+, KTs+, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s, ATo+, KJo+
      Raise-after-Limp (in dem Fall, wenn jemand mit vorzeitigem Blind-bezahlen eingestiegen ist): 88+, ATs+, KTs+, QTs+, JTs, T9s, 98s, AQo+
      Limp-after-Limp (in dem Fall, wenn jemand mit vorzeitigem Blind-bezahlen eingestiegen ist): 22-77, 87s, 76s, 65s, 54s
      Hände, bei denen ich nicht genau weiß, ob und wie ich sie spielen soll: A9s-A2s, J9s, T8s, 97s, 86s, 75s, 64s, 53s, AJo-A8o, KTo, QTo+, JTo, T9o, 98o
      Ich spiele selber LAG, aber meine UTG-Range besteht in etwa aus 22+ und AQ+ - je nach Tisch und Situation nehme ich gelegentlich noch AJs oder KQ hinzu - und gelimpt wird mal grundsaetzlich ueberhaupt nicht - in keiner Position.

      Zur Wiederholung:


        LAG bedeutet moeglichst viele profitable Situationen IN POSITION suchen und den Equity-Nachteil durch Handreading-Skills ausgleichen.


      Ein LAG darf grundsaetzlich niemals irgendeine Hand spielen, wenn er nicht weiss ob oder wie er sie spielen soll.

      Wenn du LAG spielst, dann spielst du deine Gegner und nicht deine Karten - es geht nicht darum, ob du Karten XY in der Hand haelst. Nein, es geht darum die Range des Gegners moeglichst gut einzuschaetzen, Druck auf ihn auszuueben und ihn dazu zu bringen Fehler zu machen.

      Es ist ein sehr dynamisches Spiel, du musst dich fortlaufend an deine Gegner und die aktuelle Situation anpassen - und auch die Haende die du spielst danach richten.

      Du hast ein weiteres fundamentales Missverstaendnis in deinem "SHC": POSITION - ich sehe bei dir keinen wesentlichen Unterschied zwischen deiner UTG-Range und deiner BU-Range, d.h. du hast das alles grundsaetzlich nicht verstanden sondern spielst einfach nur viele Haende.

      Ich will dir mal ein Beispiel geben:

      Je nach Tisch und Gegner spiele ich manchmal extrem loose bis hin zu 38 / 36 - das heisst aber noch lange nicht, dass ich dann JTs UTG raise - im Gegenteil. Es kann sogar sein, dass ich dann UTG sogar noch 88 folde - dafuer dann aber sehr viele Haende am CO / BU gegen einen oder mehrere bestimmte Gegner spiele.

      Es kommt naemlich eben gerade nicht darauf an, oh ich hab 88, ich kann ein Set treffen - nein, vielmehr muss ich mich fragen wie ist mein Image, wie die Situation am Tisch, wer sitzt hinter mir, wie gross ist die Chance dass ich mit Fisch X am Flop HU komme etc.

      Wenn du anfaengst einfach nur blind ganz viele Haende zu spielen werden die Leute sehr schnell adapten und dich sehr oft sehr loose IP 3-betten - dabei solltest du derjenige sein der andere Leute loose 3-bettet.

      Du kannst auch nicht anfangen, einfach jede Hand IP gegen Fisch X zu spielen, denn schliesslich sitzen noch andere Leute mit am Tisch, die dann irgendwann adapten werden.

      Gruss,
      Jack