BB-Defense (Mathe > Ich)

    • CrazyInLove
      CrazyInLove
      Bronze
      Dabei seit: 09.09.2006 Beiträge: 582
      Generell kann man ja im BB bei 3:1 Odds einen Raise callen, wenn die EQ gegen die Range des Raisers (unter Berücksichtigung der Playability) größer/gleich 35% beträgt.

      Wie sieht jetzt aber die mathematische Begründung dafür aus? Die Rechnung müsste lauten:

      EQ = (Investment Hero gesamt - Zwangskosten) / (Investment Hero gesamt + Investment Villain gesamt + Deadmoney)

      In Zahlen:

      EQ = 4 Small Bets (SB) - 1 SB / (4 SB + 4 SB + 0,5 SB) = 3 / 8,5 = ~35%

      Obwohl ich das Ergebnis kenne, ist mir absolut schleierhaft, wieso das Gesamtinvestment von Hero 4x die Zwangskosten - also 4x den Big Blind - hoch sein soll. Wie setzt sich das zusammen?
  • 1 Antwort
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Jupp, das hatte Korn damals in einem der Platin Artikel erklärt.

      Das Investment von Hero ist eben nicht nur die 1 SB preflop. Denn preflop ist die Hand noch nicht zu Ende. Also brauchen wir noch eine Größe für das Postflop-Investment bzw. für das durchschnittliche Postflop-Investment. Dieses muss geschätzt werden und erfolgt in gewisser Weise willkürlich. Durch die Berücksichtigung der Postflop-Investition wird sichergestellt, dass die Hände mit weniger als 50% EQ, mit Reverse Implied Odds in die Rechnung eingehen.

      Diese einfache Rechnung kann natürlich nicht exakt sein, da Position und der Skill des Gegners auch wichtig sind, aber es stellt sich heraus, dass die 35% eine sehr gute Schätzung sind. ;>