Offiziell Pokerprofi in Österreich? (Versicherung, Steuern)

    • NeverTrust
      NeverTrust
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 211
      Hi!

      Also ich weiß das ganze wurde schon ein paar mal angeschnitten aber es wurde noch nie klar und deutlich geklärt.

      Zu meiner Situation: Ich finanziere meinen Lebensunterhalt jetzt schon fast 1 Jahr lang ausschließlich mit Online-Poker! Ich habe mich natürlich vor diesem Schritt so gut wie möglich über Steuern und Versicherung informiert und dachte es wäre alles geklärt...

      Mein derzeitiger Status:

      - Ich bin bei der Gebietskrankenkasse "Privat versichert"
      Ich zahle ermäßigte ~€ 80,-/Monat

      - Ich zahle keine Steuern, da ich damals diese FAQ vom Finanzamt gefunden habe:
      https://www.bmf.gv.at/MeinFinanzamt/Fachinformation/Glcksspielmonopol/HufiggestellteFrage_752/_start.htm


      Interessante Auszüge:

      - "Online-Glücksspiele im Internet, ausländische Glücksspiele - Was ist zu beachten? ...

      ...Das Bewerben sowie das Anbieten von ausländischen oder sonst illegalen Glücksspielen in Österreich, wie auch die Teilnahme an ausländischen Glücksspielen vom Inland aus ist - auch auf elektronischem Weg - nicht zulässig!"


      - "Sind "Poker", "Two Aces" und "Beobachtungsroulette" konzessionspflichtige Glücksspiele?"

      Ja! Mehrere höchstgerichtliche/letztinstanzliche Entscheidungen haben bereits die langjährige Rechtsansicht des Bundesministeriums für Finanzen bestätigt. Auch sämtliche international gebräuchliche Poker-Spielvarianten sind daher Glücksspiele (§ 1 Abs.1 GSpG): VwGH 2000/17/0201 vom 8.9.2005 bestätigt die Glücksspieleigenschaften von "7 Card Stud", "Texas Hold´Em", "5 Card Draw" und des "Optischen Kugelkarrussels" (Beobachtungsroulette)..."


      - "Gewonnen! Sind Gewinne aus Glücksspielen zu versteuern?

      Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn! Für gewöhnlich handelt es sich bei einem Gewinn um einen "Nettogewinn", das heißt, dass die aus dem Gebührengesetz fällige Gewinstgebühr bzw. Schenkungssteuer schon vom Veranstalter abgeführt wurde. Vergewissern Sie sich dazu am besten beim Veranstalter. Spielgewinne unterliegen nicht der Einkommensteuer, weil sie nicht als Einkünfte gelten."



      So jetzt meine eigentlichen Fragen:

      1.
      Ist das mit steuerfrei korrekt? oder kann ich mich, falls wirklich einmal ermittelt werden sollte, auf diese FAQ stützen?
      Wenn nicht, was kann/soll ich als Einkommensquelle angeben?

      2.
      Welche Möglichkeiten habe ich noch bezüglich Krankenversicherung?
      Ich muss nämlich jedes Jahr einen Antrag ausfüllen um bei dem ermäßigten Betrag zu bleiben(Nicht ermäßigter Betrag ~€350/Monat). Bei diesem Antrag muss ich auch alle möglichen Einkommensquellen angeben (Bis jetzt gab ich keine an da Pokereinkommen ja wie oben beschrieben nicht als Einkommen gilt!)

      3.
      Was kann/soll ich offiziell als Beruf, Beschäftigungsplatz und monatliches Einkommen angeben?
      Bei offiziellen Anträgen/Verträgen werden diese Sachen häufig gefragt, bei Beruf kann ich ja noch meinen alten Beruf angeben, aber was bei den anderen Sachen? wenn ich nichts eintrage könnten solche Sachen abgelehnt werden (zb Wohnungsantrag, etc.)


      Wär echt toll wenn jemand das endlich beantworten könnte! Es muss doch hier Leute geben die sich wirklich damit auskennen und ich bin mir sicher dass es auch viele Leute interessiert!


      Falls jemand bescheid weiß aber dies nicht öffentlich bekannt geben kann/will hier meine Email-Adresse: eyeball@gmx.net
  • 2 Antworten
    • Knallo
      Knallo
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 4.906
      An einem intelligenten (ich wiederhole: intelligenten) Steuerberater führt hier kein Weg vorbei, so man ruhig schlafen will.
    • mausgambler
      mausgambler
      Bronze
      Dabei seit: 02.04.2005 Beiträge: 493
      Hallo !
      Die günstigste Möglichkeit der Versicherung ist die Annahme einer geringfügigen Tätigkeit.
      Solltest du irgend jemanden im Familien oder Bekanntenkreis haben, der selbstständig ist, ist es für diesen grundsätzlich kein Problem dich für z.b. 200 Euro im Monat geringfügig anzumelden.
      Das kostet ihm (dir) ein paar Euro im Monat, wenn du ihm die Unfallversicherung refundierst, und eventuell andere anfallende Kosten wie z.b. Steuerberater wegen Gehaltsabrechnung usw.

      Wenn du geringfügig beschäftig bist, kannst du dich um einen Betrag von 49,25 Pension und Krankenversichern, ohne lästige Fragen beantworten zu müssen
      GKK

      Für mich derzeit die beste Möglichkeit

      Grüße