Equity im No Limit

    • Scipio
      Scipio
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2005 Beiträge: 1.410
      Ich hab folgendes Verständnisproblem :

      Ich bins aus dem FL gewöhnt, mich sehr nach meiner Equity zu richten, nur im NL scheinen die Uhren da anders zu ticken.

      Ein kleines Beispiel:

      Jemand raist, wir callen im BB mit 22.
      Am Flop haben wir meinetwegen eine Equity von 50%.
      Betten wir und der Gegner callt, folden wir den Turn ( er callt uns ja schließlich nur sehr selten mit Overcards, daher liegen wir meistens hinten).
      Callen wir den Gegner down, geben wir ihm Freecards und er kann uns perfekt rausbluffen aus der Hand.
      Er bettet in 80% den Flop, zu 80% den Turn und zu 80% den River ( die restlichen 20% spielt er jeweils checkfold) und schon müssten wir immer am Flop folden, um günstig davon zu kommen.
      Callen wir einmal und der Gegner checkt durch, müssen wir entweder den River bluffbetten ( wir werden nur von besseren Händen gecallt) oder darauf hoffen, dass unser Gegner erneut checkt.
      Das heißt der einzige Vorteil, den ich bei dem Pocket pair zweier sehe ist, dass wir callen können und dann hoffen können, dass bis zum River durchgecheckt wird.

      Somit sehe ich keine Line, bei der wir Profit aus den 50% Equity schlagen können.

      Haben wir am Flop hingegen einen Gutshot und ~25% Equity, können wir semibluffen oder callen in der Hoffnung, dass wir profitabel den River bluffen können. Das heißt der einzige Unterschied, den wir zu den Zweiern haben, ist, dass wir den River betten müssen, wenn unser Gegner den Turn checkt.

      Also ist mir auf den ersten Blick die Hand, die 25% Equity hat lieber, als die die 50% Equity hat.
      Habe ich hier einen Logikfehler?
  • 3 Antworten
    • numb3r1
      numb3r1
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 866
      22 ist OOP am flop eigentlich nur bei nem getroffenen set was wert, da du dann oft ausbezahlt wirst. Ansonsten kannst du die Hand am flop fast immer gleich billig wegschmeisen.
      Bei NL ist die preflop equity viel unwichtiger, da hier mehr die implied odds und die fold equity zählen, also die postflop skills, da man ja hier nicht auf SmallBets und BigBets beschränkt ist.
      Deshalb sind Hände wie kleine PP ohne set und kleine unsuited aces auch nicht so viel wert wie in FL.
    • Ragen
      Ragen
      Bronze
      Dabei seit: 08.05.2005 Beiträge: 1.489
      sicher geht es nicht nur um die reine equity einer hand auf street x sondern auch noch um dessen playability. du weisst halt bei manchen haenden fast nie ob du vorne liegst oder nicht (middlepairs) wogg das bei anderen ofensichtlich ist (draws).
      Insofern kann eine hand mit kleinerer equity aber hoeherer playability staerker bzw besser sein(vorallem gg aggressive ggner).

      Zu dinem konkreten bsp muss ich jedoch sagen das ich diese "80% bet auf jeder street" fuer viel zu uebertrieben und somit unrealistisch halte.
      FALLS ihr solche ueberueberueberaggressiven ggner habt sollte es kein problem sein diese mit ein par made hands zu breaken.
      Falls eure ggner gut sind ist es oft +EV mit dem einen oder anderen underpair eine contibet zu callen(insb. IP).
    • Xelo
      Xelo
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2005 Beiträge: 131
      bei den 25% equity gutshot besteht die chance dass man 25% an einem riesigen implied pot, also effektiv an viel mehr BB als mit den unimproved 22.