Diplomarbeit über Poker?

    • somborner
      somborner
      Bronze
      Dabei seit: 31.03.2008 Beiträge: 2.119
      Hallo, kurz zu mir: Ich bin 24 Jahre alt und studiere Sozialwissenschaften auf Diplom. Im übernächsten Semster, also heute in einem Jahr etwa steht meine Diplomarbeit an und ich weiß noch immer nicht worüber ich die schreiben soll!
      Da ich auch eine Prüfung in Statistik schreiben muss, habe ich auch etwas mit Wahrscheinlichkeitsrechnung etc. zu tun!
      Jetzt zu meiner Frage:
      Hat einer von euch eine Idee, wie ein Thema für eine Diplomarbeit über "Poker aus mathematischer Sicht" aussehen könnte? Habe mir halt überlegt, meinem Prof einfach mal etwas vorzulegen und zu schauen, wie er darauf reagiet. Muss halkt schon im Voraus gut durchdacht sein, damit er mich nicht als Spinner bezeichnet, Fragen kostet ja nichts!
      Wie könnte so eine Arbeit aufgebaut werden? Jemand ne Idee....muss halt schon etwas mehr Mathematisch sein...gibt es so etwas vielleicht schon??
  • 16 Antworten
    • IBetILose
      IBetILose
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 145
      Naja, entweder hälst du es allgemein, so ungefähr:
      "Glückspiel oder Strategie - Empirische Untersuchungen über das Kartenspiel Poker"
      So ein Thema ist bestimmt ganz angenehm, da du nicht allzu tief in die WK einsteigen musst.
      Alternativ kannst du dich natürlich auch auf ganz spezielle Fälle konzentrieren und den Focus somit mehr auf mathematische Modelle legen.
      Auf jeden Fall interessantes Thema. Falls es einen Prof gibt, der das mitmacht ;)
    • mcashraf
      mcashraf
      Silber
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 12.371
      Kreative Idee :rolleyes:

      Schriftliche Arbeit
      Wissenschaftliche Arbeit über Poker
      Arbeit über Poker
      Thema für Abschlussarbeit gesucht - Poker related?
      25-seitige Arbeit über die psychologische Seite des Pokerns
      Diplomarbeit Fragebogen - Bitte um eure Hilfe
      Suche Thema aus Pokerbereich für Seminararbeit
      Seminararbeit: Measuring risk aversion
      Facharbeit: Poker
      Bachelorarbeit über Poker


      etc
      etc
      etc
    • Skorpinus
      Skorpinus
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2005 Beiträge: 2.047
      gott, schreib deine arbeit über was vernünftiges!
    • dollaaaar84
      dollaaaar84
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 1.870
      Original von Skorpinus
      gott, schreib deine arbeit über was vernünftiges!
      so true
    • wood
      wood
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2006 Beiträge: 732
      Original von dollaaaar84
      Original von Skorpinus
      gott, schreib deine arbeit über was vernünftiges!
      so true
      da wird mal wieder mein klischee über sozialwissenschaftler bestätigt :rolleyes:
    • Kavalor
      Kavalor
      Gold
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 17.648
      Original von Skorpinus
      gott, schreib deine arbeit über was vernünftiges!
      warum? interessiert doch sowieso keinen, was du da schreibst. So sparst du dir die hälfte der hintergrundwissen-erarbeitung
    • alterego
      alterego
      Bronze
      Dabei seit: 03.07.2006 Beiträge: 4.156
      sowi ist ja doch etwas mehr als nur statistik. eine reine abhandlung über poker und wahrscheinlichkeitsrechnung dürfte zu wenig mit sozialwissenschaft an sich zu tun haben.

      statistik wird ja in der sozialwissenschaft eigentlich nur als instrument benutzt, um gesellschaftliche (oder von mir aus auch ökonomische) zusammenhänge besser begreifen zu können.

      ich denke also nicht, dass das ne gute idee ist.
    • IBetILose
      IBetILose
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 145
      Lasst ihn doch schreiben, über was er möchte.
      In gewisser Weise stimme ich euch aber zu. Ich würde mir auch eher ein Thema suchen, das später mal mit meinem Beruf zu tun hat. Ausser du willst Pokerpro oder sonst was werden..
    • sanjaner
      sanjaner
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 2.232
      Original von somborner
      Hallo, kurz zu mir: Ich bin 24 Jahre alt und studiere Sozialwissenschaften auf Diplom. Im übernächsten Semster, also heute in einem Jahr etwa steht meine Diplomarbeit an und ich weiß noch immer nicht worüber ich die schreiben soll!
      Da ich auch eine Prüfung in Statistik schreiben muss, habe ich auch etwas mit Wahrscheinlichkeitsrechnung etc. zu tun!
      Jetzt zu meiner Frage:
      Hat einer von euch eine Idee, wie ein Thema für eine Diplomarbeit über "Poker aus mathematischer Sicht" aussehen könnte? Habe mir halt überlegt, meinem Prof einfach mal etwas vorzulegen und zu schauen, wie er darauf reagiet. Muss halkt schon im Voraus gut durchdacht sein, damit er mich nicht als Spinner bezeichnet, Fragen kostet ja nichts!
      Wie könnte so eine Arbeit aufgebaut werden? Jemand ne Idee....muss halt schon etwas mehr Mathematisch sein...gibt es so etwas vielleicht schon??
      NIcht böse gemeint, aber die mathematische Sicht solltest du als Sozialwissenschaftlern eher anderen überlassen. Interessant wäre für dich doch wohl eher zu zeigen, dass Poker nicht nur negative soziale Wirkungen auf Menschen hat, sondern ws der Mensch positives durch Pokern lernen kann... Goggle mal nach "Havard-Professor + Poker"...
    • Trevelyan82
      Trevelyan82
      Bronze
      Dabei seit: 13.04.2008 Beiträge: 275
      Rat #1: Schreib Deine Arbeit ueber was anderes. Schliesslich bewirbst Du Dich irgendwann auch unter anderem mit dem, was Du in Deiner Diplomarbeit gemacht hast.

      Rat #2: Falls Du aber unbedingt was im Bereich Poker machen willst, wie waere eine statistische Erhebung ueber die Entwicklung des Pokers in den letzten 50 Jahren.
      Dann kannst Du vielleicht auch analysieren, welche Leute vornehmlich welche Varianten spielen. Wieviel umgesetzt wurde, wie sich Poker in den unterschiedlichen sozialen Schichten entwickelt hat, was fuer Einfluesse das auf die Wirtschaft hat, was die Prognosen fuer die Zukunft sind.
      Das sind Dinge die vielleicht auch ein bisschen besser in den Bereich der Sozialwissenschaften passen.
    • somborner
      somborner
      Bronze
      Dabei seit: 31.03.2008 Beiträge: 2.119
      Okay...ich muss wohl noch etwas zu meinem Studium erzählen!
      Ich habe das Grundstudium richtig ernst durchgezogen und immer gute Noten geschrieben, immwe um 1,x oder 2,5 rum!
      Seit drie Jahren arbeite ich nun bei einer Tageszeitung als freier Mitarbeiter und werde da zu 99 %, und das ist auch aus der Chefetage so verlautbar geworden, ein Volontariat beginnen...das Studium hinkt daher bei mir seit 2 Jahren so nebenher und ich habe auch keine Lust mehr auf studieren, weiß aber, dass ich einen universitären Abschluss brauche und den auch in der Tasche haben möchte!
      Ich weiß aber auch, dass ich mit großer Wahrscheinlichkeit in meinem späteren Berufsleben nichts mehr mit Soziologie, Politikwissenschaften etc zu tun haben werde...->ich brauch den Kram nicht! :D

      Ergo möchte ich in meiner Diplomarbeit nicht nur über Büchern hängen, sondern mich mit etwas beschäftigen, was mir Spaß macht UND interessant ist! Wenn ich auf der Uni-Schiene weiterfahren würde, würd ich bestimmt keine Arbeit über Poker schreiben, so blöd bin ich dann doch nicht! :D

      WEiß einer von Euch, was es da für Literatur zu gibt...ERhebungen über Poker, die Entwicklung, wer das heute spielt etc? Gibts schon so Studien nach dem Pokerboom?
    • CountZero
      CountZero
      Gold
      Dabei seit: 21.07.2006 Beiträge: 3.681
      an welcher Uni studierst du denn?

      ein interessantes soziologisches Thema wäre die Untersuchung der unterschiedlichen Spieler-Typen (Rock, TAG, LAG, Maniac, Fisch ...), da könnte man z.B. mit Max Webers "Idealtypen" anfangen ...
    • somborner
      somborner
      Bronze
      Dabei seit: 31.03.2008 Beiträge: 2.119
      ich studier in Bochum... ich habe da ein Prof im Auge, könnte sein, dass er das mitmachen würde...ich denke, ich muss da versuchen, ihn so gut wie möglich zu überzeugen, deswegen muss das Programm stimmen....denke, mit der Spieltheorie das ist schon eine gute Idee...irgendwelche Ideen, iwe man das noch ausschmücken kann?
      Denn Spieltheorie ist ja auch nicht sooooo ergiebig!?
    • hasu
      hasu
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 265
      Original von somborner
      Denn Spieltheorie ist ja auch nicht sooooo ergiebig!?
      Wenn du Spieltheorie unergiebig nennst, weißt du wohl leider nicht wovon du redest.
      Aus mathematischer Sicht bietet Poker sicherlich einige interessante Themen für eine DA, sozialwissenschaftlich kann ich mir da jedoch wenig vorstellen.
    • Loosar
      Loosar
      Bronze
      Dabei seit: 31.10.2006 Beiträge: 1.511
      auch wenn meine diplomarbeit schon über 20 jahre her ist, habe ich mir auch schon wissenschaftliche gedanken über das pokern gemacht, etwa die kategorisierung von pokerspielern:

      nach meiner bescheidenen einschätzung:

      1. der vip - sieht man im tv, lebt zunehmend vom sponsoring und vermarktung seiner selbst , denn vom pokern (<1%)

      2. der profi - kann von pokern leben, erschliesst zunehmend weitere einnahmen rund um pokern (<5%)

      3. der semiprofi - hat im mittel dauerhaft positive BB/100, die allerdings nicht ausreichen, den lebensunterhalt zu bestreiten oder einer risikoabschätzung nicht standhalten (<10%)

      4. der nettozahler - hat (noch) negative BB/100, kompensiert diese aber noch durch boni und rakeback. er zahlt also die gruppen 1-3 mit teilen seines rakebacks auch wenn seine bankroll leicht steigt oder stabil bleibt (10-20%)

      5. der funplayer - ist der meinung , dass spass haben geld kostet, so auch pokern, wie porsche fahren oder kino gehen. er zahlt gerne wie üblich für sein vergnügen, weil er kann es sich ja schliesslich leisten. (10-20%)

      6. der neuling - hat hoffnung poker zu lernen. er wird entweder zu typ 4,5 oder selten 7, oder er verschwindet einfach wieder, nachdem er seinen beitrag geleistet (verloren) hat. daher lebt die pokermaschine von frischfleisch durch werbung (30-40%) - hier wäre ein ansatz für eine BWL orientierte arbeit über die mechanismen der pokerindustrie.

      7. der suchtkrüppel - dem mann muss geholfen werden. da man poker im gegensatz zu roulette oder lotto lernen kann, ist ihr prozentsatz gering im vergleich zu anderen glückspielen. (<5%). eine rein sozialwissenschaftliche arbeit könnte hier ansetzen: "wie kann man durch pokern süchtig werden, obwohl es mathematisch-rational gesehen keine veranlassung dazu gibt im gegensatz zu anderen glücksspielen"

      die prozentzahlen sind meine persönliche schätzung. sie zu verfizieren wäre aus statistischer sicht sehr anspruchsvoll. ich könnte dir schon sagen, wieviele spieler über 1000 hände prozentual in meiner db solche nettozahler sind. aber uns fragt ja keiner richtig nach konkreten zahlen mit intelligenten fragen, die von pokerwissen zeugen.

      als "sozalmathematisches" thema könnte man sich etwa vorstellen:

      "Auswirkungen menschlichen Verhaltens auf ein ansonsten fixes mathematisches System im Kontext betriebswirtschaftlicher Gewinnerzielung und Suchtverhaltens"

      man könnte anfangs herleiten, dass pokern ein reines geschäft ist, das einen positiven business case im sinne von +EV auf einem soliden mathematischen fundament hat. dann aber anhand obengannter klassifizierung aufzeigen, wie menschliches verhalten oder unvermögen, diese unternehmerische absicht vereiteln oder modifizieren kann. es gibt also rein berechnende, vollkommen beherrschte pokerspieler-typen. andererseits aber auch brave melkkühe, von denen nur die wenigstens einen arzt brauchen.

      interessant sind also nicht der vip und der suchtkrüppel als extreme, sondern die mehrheit der winning player und insbesondere die braven melkkühe. jede bisherige diplomarbeit hat pokern nicht analysiert, weil sie sich auf diese beiden populistischen minderheiten des vip und suchtkrüppels fokussierten, die im wirklichen pokerleben weitgehend bedeutungslos sind.

      abschliessend zeigt man dann als schmankerl noch auf, dass die spitze der pokerspieler auch alle süchtig sind wie der arme suchtkrüppel. sie müssen workoholics sein^^.

      die "kleine" masse der winning player sieht man nicht im tv oder in der klinik. sie geniessen ihre dollars und schweigen.
    • ownage4u
      ownage4u
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 4.805
      Original von Loosar
      auch wenn meine diplomarbeit schon über 20 jahre her ist, habe ich mir auch schon wissenschaftliche gedanken über das pokern gemacht, etwa die kategorisierung von pokerspielern:

      nach meiner bescheidenen einschätzung:

      1. der vip - sieht man im tv, lebt zunehmend vom sponsoring und vermarktung seiner selbst , denn vom pokern (<1%)

      2. der profi - kann von pokern leben, erschliesst zunehmend weitere einnahmen rund um pokern (<5%)

      3. der semiprofi - hat im mittel dauerhaft positive BB/100, die allerdings nicht ausreichen, den lebensunterhalt zu bestreiten oder einer risikoabschätzung nicht standhalten (<10%)

      4. der nettozahler - hat (noch) negative BB/100, kompensiert diese aber noch durch boni und rakeback. er zahlt also die gruppen 1-3 mit teilen seines rakebacks auch wenn seine bankroll leicht steigt oder stabil bleibt (10-20%)

      5. der funplayer - ist der meinung , dass spass haben geld kostet, so auch pokern, wie porsche fahren oder kino gehen. er zahlt gerne wie üblich für sein vergnügen, weil er kann es sich ja schliesslich leisten. (10-20%)

      6. der neuling - hat hoffnung poker zu lernen. er wird entweder zu typ 4,5 oder selten 7, oder er verschwindet einfach wieder, nachdem er seinen beitrag geleistet (verloren) hat. daher lebt die pokermaschine von frischfleisch durch werbung (30-40%) - hier wäre ein ansatz für eine BWL orientierte arbeit über die mechanismen der pokerindustrie.

      7. der suchtkrüppel - dem mann muss geholfen werden. da man poker im gegensatz zu roulette oder lotto lernen kann, ist ihr prozentsatz gering im vergleich zu anderen glückspielen. (<5%). eine rein sozialwissenschaftliche arbeit könnte hier ansetzen: "wie kann man durch pokern süchtig werden, obwohl es mathematisch-rational gesehen keine veranlassung dazu gibt im gegensatz zu anderen glücksspielen"

      die prozentzahlen sind meine persönliche schätzung. sie zu verfizieren wäre aus statistischer sicht sehr anspruchsvoll. ich könnte dir schon sagen, wieviele spieler über 1000 hände prozentual in meiner db solche nettozahler sind. aber uns fragt ja keiner richtig nach konkreten zahlen mit intelligenten fragen, die von pokerwissen zeugen.

      als "sozalmathematisches" thema könnte man sich etwa vorstellen:

      "Auswirkungen menschlichen Verhaltens auf ein ansonsten fixes mathematisches System im Kontext betriebswirtschaftlicher Gewinnerzielung und Suchtverhaltens"

      man könnte anfangs herleiten, dass pokern ein reines geschäft ist, das einen positiven business case im sinne von +EV auf einem soliden mathematischen fundament hat. dann aber anhand obengannter klassifizierung aufzeigen, wie menschliches verhalten oder unvermögen, diese unternehmerische absicht vereiteln oder modifizieren kann. es gibt also rein berechnende, vollkommen beherrschte pokerspieler-typen. andererseits aber auch brave melkkühe, von denen nur die wenigstens einen arzt brauchen.

      interessant sind also nicht der vip und der suchtkrüppel als extreme, sondern die mehrheit der winning player und insbesondere die braven melkkühe. jede bisherige diplomarbeit hat pokern nicht analysiert, weil sie sich auf diese beiden populistischen minderheiten des vip und suchtkrüppels fokussierten, die im wirklichen pokerleben weitgehend bedeutungslos sind.

      abschliessend zeigt man dann als schmankerl noch auf, dass die spitze der pokerspieler auch alle süchtig sind wie der arme suchtkrüppel. sie müssen workoholics sein^^.

      die "kleine" masse der winning player sieht man nicht im tv oder in der klinik. sie geniessen ihre dollars und schweigen.
      nein...nein