Kündigungsfristen im Arbeitsverhältnis

    • SillyIllness
      SillyIllness
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2007 Beiträge: 797
      Also, folgende Situation:

      Ich bin in einer Firma in der ich auch gelernt habe seit Februar festangestellt. Habe damals einen befristeten Vertrag bis August 08 erhalten der dann bereits im Mai auf Juni 09 verlängert wurde.

      Das ding ist das ich möglich schnell den Laden verlassen möchte, jedoch in meinem Arbeitsvertrag nun mal nachgelesen habe und das dort zur Kündigungsfrist 4 Monate zum Monatsende drin steht.
      Ein bischen weiter unten im Vertrag steht dann "Die Ungültigkeit einzelner Bestimmungen berührt die Rechtswirksamkeit des Vertrages im übrigen nicht"

      Ich bin bislang immer von der geseztlichen Regelung, sprich 4 Wochen zum Monatsende oder 15. ausgegangen.

      Anscheinend ist es wohl bindend wenn dies im Arbeitsvertrag so vereinbart wurde, oder gibt es doch noch irgendein schlupfloch was mich aus der Sache rauskommen lässt?
  • 14 Antworten
    • knorki
      knorki
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2008 Beiträge: 6.645
      Soweit ich weiß gilt die gesetzliche Grundkündigungsfrist ausm BGB nur, wenn im Arbeitsvertrag keine oder eine kürzere Kündigungsfrist vereinbart ist. Hast du einen Vertrag, der eine längere Kündigungsfrist beinhaltet, unterschrieben kommst du da nicht mehr raus und musst dich daran halten. Es sei denn du lässt dich aus einem außerordentlichem Grund kündigen, dann ists fristlos. Aber ob das im Sinne des Erfinders ist ... :D
    • Prototype
      Prototype
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2006 Beiträge: 1.407
      Original von knorki
      Soweit ich weiß gilt die gesetzliche Grundkündigungsfrist ausm BGB nur, wenn im Arbeitsvertrag keine oder eine kürzere Kündigungsfrist vereinbart ist. Hast du einen Vertrag, der eine längere Kündigungsfrist beinhaltet, unterschrieben kommst du da nicht mehr raus und musst dich daran halten. Es sei denn du lässt dich aus einem außerordentlichem Grund kündigen, dann ists fristlos. Aber ob das im Sinne des Erfinders ist ... :D
      Über die Gesetze in Deutschland muss man sich schon wundern! In A ist das jedenfalls nicht so, da kann allerhöchstens, und auch nur dann wenns im vertrag ausdrücklich vereinbart ist, die kündigungsfrist die der arbeitgeber einhalten muss auch für den arbeitnehmer geltend gemacht werden. also konkret:
      1 Jahr bei der Firma, 4 Wochen frist wenn MA kündigt und 6 Wochen wenn Firma den MA kündigt. Dies kann jetzt auf 6 Wochen wenn der MA kündigt erweitert werden.

      an sillyIlnesses' stelle würd ich mal bei der arbeiterkammer anrufen und dort nachfragen.
    • SillyIllness
      SillyIllness
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2007 Beiträge: 797
      Find das halt völlig verrückt das dem Arbeitgeber des gesetzlich völlig offen steht die Kündigungsfrist nach oben zu setzen... der könnt ja dann theoretisch auch 2 Jahre reinschreiben.


      Naja, bei mir wirds warscheinlich auf ein klärendes Gespräch mitm Chef über ne Aufhebung herauslaufen und ich hoffe mal er lässt mich dann ziehen.
    • TBone98
      TBone98
      Bronze
      Dabei seit: 25.07.2006 Beiträge: 1.657
      Naja beliebig nach oben ziehen kann er das sicher nicht. Irgendwo wird da schon ne Grenze sein. Allerdings ist 4 Monate sicher im Rahmen des Erlaubten. Schließlich muss auch ein Arbeitgeber eine gewisse Planungssicherheit haben, obwohl er im Endeffekt sowieso nicht wirklich viel machen kann, wenn der Arbeitgeber sagt: "Ab Morgen komm ich nicht mehr!".

      Ich frage mich allerdings, wieso Leute einen Arbeitsvertrag unterschreiben, ohne ihn mal vorher durchzulesen.
    • SillyIllness
      SillyIllness
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2007 Beiträge: 797
      Beim ersten ist man noch ein wenig blauäugig bzw. will sich als frisch übernommener auch nicht zu weit aus dem fenster lehnen.

      Aber ich geb dir soweit schon recht!
    • Vinyladdict
      Vinyladdict
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2006 Beiträge: 4.865
      bullshit ein arbeitsvertrag kann nur für den arbeitnehmer günstiger ausfallen ansonsten gilt der tarifvertrag

      sollte der günstiger sein was die kündigungsfrist angeht kannst du dich ganz easy auf den berufen
    • ExtraT
      ExtraT
      Bronze
      Dabei seit: 08.07.2006 Beiträge: 317
      Original von Vinyladdict
      bullshit ein arbeitsvertrag kann nur für den arbeitnehmer günstiger ausfallen ansonsten gilt der tarifvertrag

      sollte der günstiger sein was die kündigungsfrist angeht kannst du dich ganz easy auf den berufen
      Wenn du hiermit auf das Günstigkeitsprinzip abstellst, stellt sich natürlich die Frage, ob eine kürzere Kündigungsfrist wie im Tarifvertrag vorgesehen für den Arbeitnehmer tatsächlich günstiger ist. Mag das eher mal bezweifeln

      Ich gehe davon aus, dass du tatsächlich an die vereinbarte Kündigungsfrist gebunden bist. Würde mich daher einfach mal mit dem Chef bezüglich eines Aufhebungsvertrages hinsetzen. Glaube nicht, dass der noch ein großes Interesse haben wird dich für weitere 4 Monate zu beschäftigen, wenn du nun kündigst.
    • Chaos-I
      Chaos-I
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2005 Beiträge: 805
      Original von Vinyladdict
      bullshit ein arbeitsvertrag kann nur für den arbeitnehmer günstiger ausfallen ansonsten gilt der tarifvertrag

      sollte der günstiger sein was die kündigungsfrist angeht kannst du dich ganz easy auf den berufen
      Eine lange Kündigungszeit ist in unserer heutigen Zeit FÜR den Arbeitnehmer.
      Bei meiner letzten Arbeitsstelle war es 6 Wochen bis Ende Quartal. Also " rein theoretisch 3 Monate ".

      Als Chef muss man ja auch für Ersatz sorgen, und es fallen vielleicht irgendwelche rechtlichen Sachen weg, wenn der wo kündigt Ausbilder war, oder sonstige Posten inne hatte.

      Meistens muss(sollte) auch eine Übergabe an den Nachfolger stattfinden, daher kommt es auch nicht selten vor, dass man nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen da ab und zu noch ist um Dinge zu klären.

      Normalerweise versucht man so etwas mit dem Chef zu klären, erklärt im die Situation, wieso man so schnell weg will usw.... ( wenn man selbst kündigt gibts auch kein Geld für eventuelle Übergangszeiten bis zum neuen Job ) .
      Die meisten Chefs sind damit einverstanden, weil die Kündigungsfrist oftmals auch als "Schutz für den Arbeitnehmer" anzusehen ist.
      Die Mitarbeiter wo kündigen und müssen so lange noch im Unternehmen bleiben, werden meistens krank , oder werden in sonstiger Weise unproduktiv.

      Von daher einfach mit dem Chef quatschen, der wird das dann schon verstehen ...
    • knorki
      knorki
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2008 Beiträge: 6.645
      Ich würds mir seeehr gut überlegen bevor du einen Auflösungsvertrag unterzeichnest. Was soll dein zukünftiger Chef denken, warum es dazu kam!?

      Na ja und die Kündigungsfrist belieben nach oben zu verändern ist für den AG auch nicht supertoll. Wenn er jemanden los werden will schnürt er sich so seinen eigenen Strick.
    • saibot25
      saibot25
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2006 Beiträge: 157
      Original von Vinyladdict
      bullshit ein arbeitsvertrag kann nur für den arbeitnehmer günstiger ausfallen ansonsten gilt der tarifvertrag

      sollte der günstiger sein was die kündigungsfrist angeht kannst du dich ganz easy auf den berufen
      völliger Quatsch! Lieber nichts sagen, als solche falschen Aussagen. Die Kündigungsfrist ist für beide Seiten bindend. Wenn Du 4 Monate stehen hast gelten die auch, auch wenn im BGB nur 4 Wochen stehen. Wenn Du aber schon so lange dort beschäftigt bist, dass laut BGB zum Beispiel 5 Monate gelten, dann sind diese auch für beide Seiten bindend und nicht die 4 Monate aus dem Arbeitsvertrag.

      Bei dir hilft dann also nur ein Gespräch mit dem Chef über eine vorzeitige Vertragsauflösung.

      viel erfolg
    • SillyIllness
      SillyIllness
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2007 Beiträge: 797
      danke für die Aufklärung!

      Bin da recht zuversichtlich
    • Prototype
      Prototype
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2006 Beiträge: 1.407
      also 4 monate find ich überhaupt nicht im bereich des etragbaren. mal angenommen du hast vor den job zu wechseln, und suchst dir nen neuen. du hast einen tollen neuen job gefunden und jetzt musst du 4 monate warten bis du den job nehmen kannst, der neue arbeitgeber braucht aber spätestens in 1 monat höchstens aber in 6 wochen einen neuen mann.
      und so siehts nun leider mal aus. also sind 4 monate eine absoulte frechheit in meinen augen.
    • GoodFellaGO
      GoodFellaGO
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2007 Beiträge: 1.004
      Original von ExtraT
      Original von Vinyladdict
      bullshit ein arbeitsvertrag kann nur für den arbeitnehmer günstiger ausfallen ansonsten gilt der tarifvertrag

      sollte der günstiger sein was die kündigungsfrist angeht kannst du dich ganz easy auf den berufen
      Wenn du hiermit auf das Günstigkeitsprinzip abstellst, stellt sich natürlich die Frage, ob eine kürzere Kündigungsfrist wie im Tarifvertrag vorgesehen für den Arbeitnehmer tatsächlich günstiger ist. Mag das eher mal bezweifeln
      naja da OP ja aus dem arbeitsverhältnis heraus will ist es in diesem fall ja schon günstiger für den arbeitnehmer wenn das ganze möglichste kurzfristig laufen soll. ;)
    • SillyIllness
      SillyIllness
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2007 Beiträge: 797
      Einfach mal um das Thema abzuschließen:

      Ich hatte mich nachdem ich mich ne Woche hab krank schreiben lassen aufgrund psychischen Drucks am Montag nach dieser Woche mit dem Chef unterhalten (Mitte Nov.) und wir haben den Vertrag im beiderseitigen Einvernehmen zum Monatsende aufgelöst, um dem Arbeitsamt noch auszukommen durfte ich mir meine Kündigung aus Betriebsbedingten Gründen dann selber schreiben. Zusätzlich bekam ich für den Dezember noch ein zusätzliches Gehalt (was aber im Nov. mit verrechnet wurde) wenn ich mich nicht weiterhin krank schreiben lass und meine offenen Arbeiten in den zwei Wochen noch zu Ende bringe... also ein HappyEnd für mich und doch ein Beweis das es sich mit Arbeitgebern doch manchmal zu reden lohnt.


      Und im übrigen hab ich das mal so dermaßen ins falsche Forum gepostet das es ganz aus ist ;)